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Rory McIlroy pausiert – Konzentration auf Rechtsstreit

21. Okt 2014
Rory McIlroy und Graeme McDowell befinden sich im Rechtsstreit mit ihrem alte Management. McIlroy sagte deshalb jetzt die kommenden Turniere in China ab. (Foto: Getty)
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Ein anstehendes Gerichtsverfahren verlangt von Rory McIlroy eine Auszeit vom Golf. Das Race to Dubai erhält dadurch neue Spannung.

Der Rechtsstreit zwischen dem Weltranglistenersten Rory McIlroy und seinem früheren Management sorgt unfreiwillig dafür, dass noch einmal Spannung um die Entscheidung im Race to Dubai aufkommen könnte. Nach gescheiterten Vermittlungsgesprächen zwischen beiden Seiten kommt es im Februar nächsten Jahres zu einer Gerichtsverhandlung. Der Nordire sagte daraufhin das BMW Masters und die WGC – HSBC Champions in Schanghai ab.

Managment profitiert von Rory McIlroy

„Ich brauche Zeit abseits der Golfturniere, um mich auf den Prozess im Rechtsstreit mit Horizon Sports Management vorbereiten zu können“, wurde McIlroy im „Irish Independent“ zitiert. „Der vom Gericht gelenkte Schlichtungsversuch zur Lösung der Angelegenheit ist am Wochenende gescheitert.“


Zwei Jahre hatte Rory McIlroy mit der Management Firma zusammengearbeitet, bevor er sich im Mai 2013 von Horizon Sports trennte und eine neue Management Firma eröffnete. In seiner Anklage wirft der damals erst 22-Jährige der Gegenpartei vor, von seiner Jugend und dem Mangel an rechtlicher Beratung im ersten gemeinsamen Vertrag profitiert zu haben. Dabei geht es um drastisch überhöhte Anteile an nicht-turnierbezogenen Einnahmen McIlroys, an denen sich Horizon bereichert haben soll.

Rückkehr spätestens zur DP World Tour Championship

Der Doppel-Majorsieger 2014 verzichtet nun also auf eine Reise nach Schanghai, wo an aufeinander folgenden Wochenenden die ersten beiden von insgesamt vier Wettbewerben des Race to Dubai stattfinden werden. Natürlich steht er aktuell mit einem großen Vorsprung an der Spitze der Saisonwertung der European Tour, nichtsdestotrotz könnten die zwei verpassten Turniere einen Gesamtsieg noch gefährden.

Mitte November steht dann die Turkish Airlines Open auf dem Programm, gefolgt vom der DP World Tour Championship, dem großen Finale in Dubai. Spätestens dort sollte Rory McIlroy wieder den Schläger in die Hand nehmen, will er am Ende eines überaus erfolgreichen Jahres auch den Jackpot von fünf Millionen US-Dollar einstreichen.

Gegenklage und Auswirkungen auf Turniere 2015

Die anstehenden Gerichtstermine könnten zudem Auswirkungen auf McIlroys Turnierplanung für die ersten Monate 2015 nach sich ziehen. Nachdem die arabischen Scheichs keine Millionen-Antrittsgelder mehr an Tiger Woods zahlen werden, um ihn zu den Events des Desert Swings zu locken, wird aller Voraussicht nach der Open- und PGA-Championship-Sieger als Zugpferd bei der Abu Dhabi HSBC Golf Champions sowie der Dubai Desert Classic im Januar fungieren.

Eine Entscheidung in der Streitigkeit fällt nun also 2015 das Gericht. Ausgang ungewiss – zumal Horizon mittlerweile Gegenklage eingereicht hat und sich auf Vertragsbruch seitens des jungen Nordiren beruft. Nach Informationen des irischen Mediums „RTE“ handele es sich dabei immerhin um mehr als zwei Millionen Euro ausstehender Vertragsanteile.

Lars Kretzschmar

Lars Kretzschmar - Leitender Redakteur bei Golf Post

Lars ist Diplom-Sportwissenschaftler und sein großes Faible ist der Turniersport. Er schlägt sich für seine Leser gerne mal die Nächte um die Ohren, um die neusten Infos der PGA-, European- und LPGA-Tour liefern zu können. Sie finden Lars Kretzschmar auch unter Google+.

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1 LESER-KOMMENTAR

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  1. Rainer Tornow

    Dass Golf seit 20 Jahren zum Big Business geworden ist, ist nichts Neues.
    Wenn jedoch vermehrt das Geld im Mittelpunkt der Aktivitäten steht, sollte man mal darüber nachdenken, dass Golf früher ein Gentleman-Sport war und den Amateuren vorbehalten.
    Als ich mit diesem Sport begann, war ein Siegercheck in Höhe von 100.000$ grandios.
    Wenn wir uns am Rydercup erfreuen und hinter die Kulissen schauen, dann vergessen wir manchmal, um wieviel Geld es dabei für die Vermarktung geht. Glücklicherweise ist der Sportsgeist (z.B. sich selber einen Strafschlag anschreiben) noch nicht ganz aus dem Fenster…

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