Aktuell. Unabhängig. Nah.
Adventskalender 2016 Türchen 5: Den perfekten Kaffee ab sofort auch zu Hause genießen mit der Qbo YOU-RISTA Kaffemaschine inkl. Milk Master - Jetzt mitmachen! Mehr Informationen

Rory McIlroy ist schon im Masters-Modus

31. Mrz 2015
Rory McIlroy bereitet sich akribisch auf das Masters in Augusta vor. (Foto: Getty)
Artikel teilen:

6:1-Favorit vor Jordan Spieth, mit der Chance auf den Karriere-Grand-Slam. Vor dem Masters hat Rory McIlroy das Ziel klar vor Augen.

Der Favorit ist abgetaucht: Keine öffentlichen Termine, keine Chill-Fotos mit den Produkten eines Sponsors auf den Ohren, keine Workout-Bilder im schweißnassen „Muscle“-Shirt, keine Spaßrunden mit irgendwelchen VIP-Kumpels. Nichts mehr davon. Rory McIlroy ist im Masters-Modus, für den Nordiren gilt jetzt nur noch Hoagy Carmichaels Jazz-Evergreen „Georgia is on my mind“. Daheim in Palm Beach Gardens bereitet er sich auf das erste, auf sein wichtigstes Major des Jahres vor. Augusta soll ihm nächste Woche den modernen Karriere-Grand-Slam bringen; bisher haben nur Tiger Woods, Jack Nicklaus, Gary Player, Ben Hogan und Gene Sarazen alle vier Majors mindestens ein Mal gewonnen. Dank Sponsor Nike wissen wir immerhin: McIlroy soll die Finalrunde in einem gelb-hellgrau verlaufenden Polohemd spielen.

Master-Sieger durchschnittlich 32 Jahre alt

Die Farbkombination würde mit dem Grün des begehrten Sakkos – Pantone 342, um genau zu sein – trefflich harmonieren. Der Weltranglistenerste ist 6:1-Favorit, deutlich dahinter folgt Jordan Spieth mit 12:1. Zwei Twens, McIlroy ist 25, Spieth 21, als heißeste Anwärter auf den Sieg. Und das, obwohl ein Master-Gewinner im Durchschnitt 32 Jahre alt ist und in den bisherigen 78 Auflagen der exklusiven Veranstaltung nur 25 Sieger unter 30 waren. Aber Tiger Woods hat‘s ja auch geschafft: Beim ersten Masters-Triumph 1997 war er 21, 2001 beim zweiten 25 Jahre alt.


McIlroy selbst war ein Mal schon ganz nah dran. 2011 ging er mit vier Schlägen Vorsprung in die Finalrunde, dann kollabierte sein Spiel und er endete als geteilter 15. Damit ist der achte Platz im vergangenen Jahr sein bislang bestes Ergebnis.

Paul McGinley, der Ryder-Cup-Überteamchef von Gleneagles hat die Golfwelt übrigens wissen lassen, dass er Rory McIlroy wünscht, der Tiger nähme am Masters teil. Die Woods‘sche Präsenz könnte „Rors“ in der Tat nur recht sein, fokussierte sich doch in diesem Fall das blendende Scheinwerferlicht der erwartungsvollen Aufmerksamkeit nicht ausschließlich auf ihn.

Auf der PGA Tour zu viele Bälle gepullt

Zumal beim vierfachen Majorsieger nicht alles uneingeschränkt zum Besten steht. Nach dem Desert Swing auf der European Tour und seinem Sieg in Dubai dachte jedermann ob seines makellosen Spiels an einen Durchmarsch des Nordiren ins „Green Jacket“. Aber seit er seine Saison auf der PGA-Tour eröffnet hat, hakt es etwas.

Bei der Honda Classic stolperte McIlroy über den Cut, beim Cadillac-WGC wurde er geteilter Neunter, als Gast von Arnold Palmer geteilter Elfter. Kein Masters-Aufgalopp nach Wunsch. McIlroy hatte gehörige Probleme mit dem Ballflug, pullte zu viele Schläge. Selbst sein Schläger startete nach links, als er das Eisen drei in Doral wütend einem versenkten Ball hinterher feuerte. Caddie J. P. Fitzgerald unkte schon: „Wir haben unser Spiel offenbar in der Wüste gelassen.“

Keine guten Voraussetzungen für einen Parcous wie Augusta National, für den es gepflegte Draws braucht, um auf den Fairways die idealen Plätze zum Anspielen der tückischen Grüns zu finden.

Zwischendurch wurde Trainer Michael Bannon eiligst für ein langes Wochenende nach Florida beordert. „Ich glaube, dass ich gute Fortschritte gemacht habe“, sagte McIlroy nach Bay Hill. „Jetzt habe ich noch ein paar Wochen, um an anderen Dingen zu arbeiten, und bin dann hoffentlich bereit für Augusta.“ Sprach‘s und verschwand aus der Öffentlichkeit.

Sehenswertes Video über McIlroys Fitness

An der körperliche Fitness freilich hapert es nicht. „Das war lange Zeit so“, räumt McIlroy ein, der mittlerweile zum „Gym-Freak“ avancierte: „Ich habe vier Jahre Training gebraucht, um meinen Körper in den optimalen Zustand für das zu bringen, was ich tue. Nämlich raus gehen und Golf spielen.“ Den Beleg liefert Nike in einem sehenswerten Video.

Nein, es ist vielmehr das Handling der Wedges, bei dem noch Defizite bestehen. „Ich ziehe immer noch zu wenig Vorteile aus meiner Länge vom Tee oder vom Fairway“, sagte McIlroy unlängst. „An meinem Wedge-Spiel aus Distanzen um 100 Meter muss ich noch eine Menge tun.“ Und dann einfach den strategischen Rat von Jack Nicklaus befolgen: „In Augusta schlägt man den Ball am besten immer mitten aufs Grün!“

So trainiert Rory McIlroy für den Grand Slam

Mehr zum Thema Masters:

Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
Sie finden mich auch auf: Google+

Alle Artikel von Michael F. Basche

Noch keine Kommentare

Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab

Schlagwörter: , , , , , , ,

Aktuelle News