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Rory McIlroy: „Für die British Open werde ich bereit sein“

11. Jul 2013
Rory McIlroy am sechsten Loch der zweiten Runde der British Open 2012. Am Ende landete der Nordire auf dem geteilten 60. Platz. (Foto: Getty)
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Rory McIlroy kommt im ganzen Trubel um seine Person kaum noch zum Golfspielen. Für die Open müssen „ein paar Übungsrunden“ reichen.

Das sieht nicht gut aus für Rorys Dad. Gerry McIlroy hat eine Wette laufen, dass sein Filius vor dem 25. Geburtstag die Open Championship gewinnt. Am 4. Mai ist Rory McIlroy 24 geworden; die kommende Open in Muirfield ist folglich seine letzte Chance, Vaters Optimismus zu bestätigen. Auch wenn der Weltranglisten-Zweite bei den Buchmachern mit den Quoten der Major-Sieger Adam Scott und Justin Rose gehandelt wird: Angesichts der aktuellen Form scheint ein Erfolg eher unwahrscheinlich.

Er fühle sich auf dem Platz ein wenig „verloren“ bekannte McIlroy bei der Irish Open. Sprach‘s und verpasste im dritten Saison-Auftritt auf der European-Tour den dritten Cut. In den USA lief es kaum besser. Man fragt sich, wie er eigentlich Platz zwei bei der Valero Texas Open zuwege gebracht hat?


„Es liegt am Schwung“

Am Wechsel zu Nike liegt‘s angeblich nicht. Jedenfalls nicht grundsätzlich. Gebetsmühlenartig wiederholt McIlroy dies seit der Auftaktpleite in Abu Dhabi. Erst war‘s die Umstellung auf die Bälle. Dann der Putter. Später die Eisen. Jetzt der neue Driver, mit dem der Nordire beim Heimspiel in Carton House gerade mal neun Fairways traf. Aber: „Es liegt definitiv viel mehr am Schwung als am Schläger.“

Alle, die nicht Nick Faldo heißen, möchten ihm das trotz seines Schwungtalents glauben. Aber was ist es dann? Was lässt jemanden, der zwei Jahre mit Major-Siegen hinter sich hat, plötzlich so über den Platz stolpern?

Nicklaus: „Er ist es entspannter angegangen“

Jack Nicklaus hat die Antwort: Es sind all die Verpflichtungen drumherum. „Rory hatte eine Menge um die Ohren, aber er will wieder nur Golf spielen“, sagt der „Goldene Bär. „Damit kämpft er.“ McIlroy habe sich abgerackert, um ganz nach vorne zu kommen. „Dann hat der Druck nachgelassen und er ist es entspannter angegangen.“

Der Twen, der als Kind mit seinen Plastikschlägern klapperte, um die Eltern zu wecken und sich zum Golfplatz bringen zu lassen, genießt heute mit Caroline Wozniacki den Lifestyle des Jet-Sets. McIlroy pendelt zwischen Florida und Monte Carlo. Er mischt bei millionenschweren Deals rund um die Luxusjacht-Firma Sunseeker mit, investiert in Immobilien, hat das Thema Management-Wechsel am Hals. Nike und die anderen Sponsoren pochen für ihr vieles Geld auf werbliche Präsenz. Auch wollen die Gerüchte nicht verstummen, in der Beziehung mit Wozniacki krisele es so wie in beider Karrieren. Zwischendrin soll der Lockenkopf noch erfolgreich Golf spielen.

„Würde gern mehr spielen“

Die „Valero“ bestritt McIlroy zusätzlich, um vor dem Masters am Turnier-Momentum zu feilen. Gleiches hätte man auch vor der British Open erwartet. „Aber ich habe Verpflichtungen, die weitere Turniere nicht zulassen“, erklärte er in Irland. „Wenn ich könnte, würde ich gern spielen, um ehrlich zu sein. Es ist nicht wirklich ideal so.“ Ein vielsagender Zusatz.

Statt also bei der Open de France oder der Scottish Open anzutreten, war McIlroy neulich samstags auf der Hochzeit eines Cousins, schlägt in Monaco ein paar Bälle, geht heute Abend mit „Geburtstagskind“ Wozniacki zum Rihanna-Konzert und ist für den „Swoosh“ und die Santander Bank im repräsentativen Einsatz. Wenigstens sucht er auch mit Nike nach dem passenden Driver. Denn für den Longhitter sind „die Abschläge der Schlüssel zu meinem Spiel“.

Und das mit dem Wettkampf-Feinschliff für Muirfield? „Das passt schon, wenn ich dort vorher ein paar Übungsrunden spiele“, beschwört McIlroy sein „Vertrauen in meine golferischen Fähigkeiten: Ich werde für die Open bereit sein!“


Rory McIlroys Jahr 2013

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Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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