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Ausnahmen für Rory McIlroy auf European- und PGA Tour

03. Sep 2015
Der Weltranglistenerste und der führende des Race-to-Dubai-Rankings Rory McIlroy hat womöglich Glück im Unglück (Foto: Getty)
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Rory McIlroy wird an den Saisonfinals der European Tour im November teilnehmen dürfen, obwohl er die Quali nicht erfüllt. Eine Ausnahme macht’s möglich.

Eine unerwartete Wende bahnt sich für Rory McIlroy an. Er bleibt beim Race to Dubai 2015 bis zum Schluss mit dabei und wahrt so die Chance, seinen Titel aus dem vergangenen Jahr zu verteidigen. Das gab der Vorstand der European Tour durch Keith Pelley bekannt. Rory McIlroy führt zurzeit das Ranking an, hat aber in dieser Saison noch keine 13 Turniere auf der European Tour gespielt, sondern lediglich neun. Damit wäre er eigentlich nicht für die Finals des Race to Dubai qualifiziert.

Verletzung und „globale Verpflichtungen“

Wegen seiner Verletzung wenige Wochen vor der British Open 2015 musste der Weltranglistenerste einige eingeplante Turniere auf der European Tour auslassen. Bei der Scottish Open, der Open Championship und dem WGC Bridgestone Invitational musste McIlroy nach seinem Bänderriss zwangsweise pausieren. Somit fehlen ihm drei Turniere für die reguläre Qualifikation für die Finalturniere des Race to Dubai.


Angesichts dessen, dass McIlroy trotz allem die Weltrangliste und das Ranking des Race to Dubai anführt, gab der Geschäftsführer der European Tour, Keith Pelley, kürzlich bekannt, dass der Nordire wegen „besonderer Umstände“ nun doch am Finale wird teilnehmen dürfen. „Es sind außergewöhnliche Umstände und ich habe die Situation und die Umstände sehr gründlich abgewogen“, zitierte die European Tour ihren Chef Pelley in einer Stellungnahme. Nach Gesprächen mit sämtlichen Ärzten und Physiotherapeuten sei er zu dem Entschluss gekommen, dass ein Weltstar wie Rory McIlroy mit globalen Verpflichtungen nicht an mehr als diesen zwölf Turnieren teilnehmen könne, ohne eine weitere Verletzung oder bleibende Schäden zu riskieren, weshalb er ihn nicht an der Teilnahme der Finalturniere hindern wolle.

Regelung für McIlroy im Race to Dubai 2015

Der Deal ist nun folgender: McIlroy muss, um sich die European-Tour-Karte für 2016 zu sichern, statt den geforderten 13 Turnieren nur zwölf absolvieren. Also stehen für den 26-Jährigen nach den FedExCup-Playoffs der PGA Tour noch drei Events auf der European Tour an, die er mit der Teilnahme an den Finalturnieren begleichen wird.

Theoretisch könnte er mit den vier Finalturnieren sogar noch die geforderte Anzahl von 13 Turnieren erreichen. Doch um seine Reha einhalten zu können und Folgeschäden der Knöchelverletzung zu vermeiden, sei McIlroy das Spielen direkt aufeinander folgender Turnieren untersagt worden, so die European Tour.

McIlroy auch auf der PGA Tour mit Ausnahmeregelung

Auf Nachfrage von Golf Post bei der PGA Tour stellt sich außerdem heraus, dass Rory McIlroy auch auf der PGA Tour eine Ausnahme zuteil wird. In seiner Verletzungspause musste der Nordire auch dort Turniere auslassen, was dazu geführt hat, dass er bis zum Ende der Saison nicht auf die erforderlichen 15 Turnierteilnahmen kommen wird. Das Schicksal des Martin Kaymer, dadurch die Tourkarte für 2016 zu verlieren, bleibt McIlroy jedoch erspart. „Weil McIlroy durch seine Fußgelenksverletzung mindestens zwei Turniere verpasst hat, hat er eine medizinsche Ausnahmeregelung erhalten, die ihn von der Regelung 15 Turniere absolvieren zu müssen, entbindet.“ Das teilte die PGA Tour auf Nachfrage von Golf Post mit. Diese Nachricht habe er bereits am 20. Juli erhalten.

Kaymers Schicksal bleibt McIlroy erspart

Bei Martin Kaymer hatte sich nach der Wyndham Championship herausgestellt, dass er in dieser Saison auf zu wenig PGA-Tour-Turniere kommen wird, um die Tourregularien zu erfüllen. Der 30-Jährige qualifizierte sich wider Erwarten nicht für die FedExCup-Playoffs und kann deshalb diese Saison nur 13 statt der geforderten 15 Turniere vorweisen. Die Konsequenz: Für 2016 hat er nun keine PGA-Tour-Karte und wird somit nicht im lukrativen FedExCup mitspielen.

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Alexander Swan

Alexander Swan - Freier Autor für Golf Post

Nach mehreren (sport-)journalistischen Stationen ist Alexander bei Golf Post gelandet. Der gebürtige Münsterländer begeistert sich für jede Sportart, die ein rundes Spielgerät besitzt - insbesondere für den ganz kleinen und den Lederball.

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1 LESER-KOMMENTAR

Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab
  1. Hallo?
    Er spielt nur 9 Turniere und schafft es trotzdem, erster der aktuellen Rangliste (RtD) zu sein.
    Ein Mindestspielgebot von hier 13 Turnieren wirkt auf mich sehr, sehr kleinlich.
    Ich würde vor allem nach Ergebnis messen (Anzahl der Punkte), nicht nach Anzahl gespielter Turniere.

    Antworten

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