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Reisebericht: Im Norden Irlands auf den Spuren von „Old Tom Morris“

Golf Post war zu Gast auf der grünen Insel und hat mit dem Rosapenna Golf Resort das älteste Golfresort Irlands besucht.

Golfen entlang der Dünen und im Rücken die
Golfen entlang der Dünen und im Rücken die "Sheephaven Bay". Linksgolf in Reinkultur! (Foto: Golf Post)

Im Vorfeld unserer Reise haben wir viel gehört über die Besonderheiten der Golfplätze in Irland und einer „Alltäglichkeit“, mit der man dort mit Golf in Berührung kommt. Mit hohen Erwartungen machten wir uns also auf den Weg vom Flughafen Köln/Bonn Richtung Dublin und eins sei schon vorweg gesagt: Unsere Erwartungen wurden um Lichtjahre übertroffen!

Angekommen am Schalter des Mietwagen-Verleihers wird uns direkt offenbart, wie golfverrückt diese Insel ist. Auf unser Golfgepäck angesprochen entwickelte sich mit dem Mitarbeiter der Mitetwagengesellschaft ein halbstündiges Gespräch, in dem er uns nicht nur die besten Tipps und Tricks für Linksgolf verriet, sondern auch auf die sogenannten „Open Days“ der irischen Golfclubs aufmerksam machte. Die „Open Days“ sind feste Tage der jeweiligen Golfclubs, an denen Gästen für einen Bruchteil des regulären Greenfees spielen. Definitiv ein lohnenswerter Tipp, den wir an dieser Stelle gerne weitergeben!

Von Dublin Richtung Norden mit dem Ziel Rosapenna Golf Resort

Als Ausgangspunkt unserer Reise durch Irland diente der Flughafen in Dublin, den wir mit dem Mietwagen jedoch auf direktem Wege gen Norden verließen. Rosapenna Golf Resort ganz oben im Norden hieß unser Ziel: 36 Loch Linksgolf vom Feinsten, ein Platz davon aus dem 19. Jahrhundert und angelegt von Old Tom Morris höchst persönlich. Alleine bei dieser Vorstellung fährt es uns schon kalt den Rücken herunter.

Nach recht entspannten 3,5 Stunden Autofahrt eröffnen sich auf den letzten Kilometern spektakuläre Szenerien, die nur ein kleiner Vorgeschmack auf die nächsten Tage sein sollen. Vorläufiger Höhepunkt ist dabei der Bergsee „Lough Salt“, der eine imposante Kulisse mit Ausblick über eine schier endlose Landschaft bereithält. Am Horizont entdecken wir die „Sheephaven Bay“, und genau an dieser Bucht erstreckt sich das Rosapenna Golf Resort.

Blick in die typische Landschaft des Countys Donegal mit der Sheephaven Bay am Horizont. (Foto: Golf Post)

Blick in die typische Landschaft des Donegal Countys mit der Sheephaven Bay am Horizont. (Foto: Golf Post)



Rosapenna Golf Resort: Wo Golfgeschichte die Gegenwart trifft

Das Rosapenna Golf Resort verfügt über ein großes 4 Sterne-Hotel mit gehobenen Standard und einer großen Auswahl an Zimmern. Angefangen von normalen Doppelzimmern bis hin zu Suiten mit Blick über die Bucht ist für jeden Geldbeutel das passende Angebot vorhanden. Die Küche ist regional und es kann zwischen festlichem Dinner im Saal (Dresscode beachten!) und solidem Abendessen von der Tageskarte im Restaurant gewählt werden. Die Bar ist ebenso sehr gut ausgestattet mit mehreren Bieren vom Fass und einer reichhaltigen Auswahl an Gin & Tonic. An der Hotelbar wurden wir schnell von anderen Gästen in die Unterhaltungen über vergangene und kommende Golfrunden eingebunden und es herrschte ein sehr entspannte Atmosphäre, was unserer Vorfreude auf die beiden Golfrunden natürlich keinen Abbruch tat. Als begeisterte Golfer sind uns natürlich direkt die Bilder und Scorekarten von Rory McIlroy aus seinen Jugendtagen aufgefallen, der auf den Plätzen des Resorts als Amateur und Jungprofi schon den Schläger geschwungen hat. Den Vergleich der Scorekarte ersparen wir Ihnen gerne ...

Herzstück der Anlage sind die beiden herausragenden 18-Loch Golfplätze "Old Tom Morris" und "Sandy Hills", die sich von ihrem Charakter und der Spielweise deutlich voneinander Unterscheiden.

Platz "Old Tom Morris"

Die Frontnine des Old Tom Morris Platzes verlaufen zwischen den Dünen, die im Laufe der Runde immer mehr ins Spiel kommen.

Die Frontnine des Old Tom Morris sind eher flach und überschaubar, auf den Backnine kommen die Dünenlandschaften jedoch mehr und mehr ins Spiel. (Foto: Golf Post)

Der Old Tom Morris Links von 1893 stammt ursprünglich aus der Feder von Old Tom Morris höchstpersönlich und wurde im Laufe der Jahre von Golflegenden wie Harry Vardon, James Braid und Harry Colt überarbeitet. Nach einigen weiteren Änderungen im Laufe der Jahrzehnte ist der Platz seit 2009 im heutigen Setup zu spielen.



Auf diesem Platz wird uns bewusst, dass genau hier Golfgeschichte und Gegenwart zusammentreffen. Der Platz ist einfach wunderschön in die bestehende Landschaft eingebettet und es macht den Anschein, dass „hier und da“ eine Teebox hingesetzt und die Grüns inmitten von Dünen und Heidegras platziert wurden. Und genau dieser Fakt lässt den Golfplatz zu einer großen und spannenden Herausforderung werden. Bälle verlieren wir erstaunlich wenige, doch Schläge aus dem Rough landen leider nicht selten wieder im Rough auf hinter dem Grün. Doch dies ist auch gleichzeitig der Reiz, den Linksgolf ausmacht: Golf spielen in der rauen Natur auf einem Platz, der von eben dieser geformt und verändert wird.

Die ersten Löcher verlaufen innerhalb der Dünenlandschaft und man hat oftmals nicht das Gefühl auf einem Golfplatz zu stehen - man sieht schlicht und ergreifend vor Landschaft und Dünen den Golfplatz nicht mehr. Landezonen und Grüns sind so gut verteidigt und eingebettet, dass ein sehr präzises Eisenspiel und bedachte Annäherungsschläge ins Grün verlangt werden. Auf der zweiten Hälfte der Runde laufen die Löcher entlang der Küste und man hat einen wunderschönen Blick über die Bucht. Während unserer Runde konnten wir die Sonne genießen und wurden von starkem Wind verschont. Demnach ist uns der wahre Charakter des Golfplatzes wahrscheinlich ein Stück weit vorenthalten geblieben.

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Die zweite Hälfte der Runde auf dem Old Tom Morris Platz spielt sich entlang der Bucht. (Foto: Golf Post)

Platz "Sandy Hills Links"

Der zweite 18-Loch Linkskurs auf dem Gelände des Rosapenna Golf Resorts ist der Sandy Hills Links, der 2003 eröffnet wurde. Dort, wo Old Tom Morris einen Golfplatz entlang der Dünen entwarf, hat Architekt Pat Ruddy seinen Platz spektakulär durch die Dünen hindurch gebaut. Die meisten Abschläge liegen dabei erhöht und eröffnen ein Panorama über den gesamten Platz. Auf dem Fairway angekommen ist diese Aussicht jedoch schnell vorüber und man hat mit hohen Dünen zu kämpfen, die den direkten Blick auf’s Grün versperren. Eine weitere Herausforderung ergibt sich durch manche erhöht angelegten Grüns, die sehr genau angespielt werden wollen.

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Ein typischer Abschlag auf dem Sandy Hills Kurs: Von einer Erhöhung geht es auf das Fairway links, das sich jedoch im Verlauf wieder nach rechts schlängelt. Der Rest: Pures Rough! (Foto: Golf Post)





Mit über 7.200 Yards von den Backtees ist der Sandy Hills Course definitiv ein Platz mit Championship-Charakter. Es gibt jedoch für Golfer aller Spielstärken eine passende Teebox, sodass der Platz für jeden eine spielgerechte Herausforderung bereithält.

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Durch die erhöhten Grüns ergeben sich postkartenreife Motive mit der Bucht im Hintergrund. (Foto: Golf Post)

So haben wir das Rosapenna Golf Resort erlebt

Bei unserem Besuch im Mai 2018 haben wir das Rosapenna Golf Resort als perfekte Destination für einen mehrtägigen Golfurlaub erlebt. Dabei ist uns besonders die entspannte Atmosphäre unter den Gästen und Mitarbeitern des Hotels aufgefallen. Unser Zimmer war sehr geräumig, mit zwei Doppelbetten ausgestattet und vom Balkon aus hatten wir einen wunderbaren Blick über die Bucht.

Herausragend sind zweifelsohne die beiden Golfplätze, auf denen die Vergangenheit wahrlich auf die Gegenwart trifft. Dank der unmittelbaren Wettereinflüsse spielt sich der Platz von Tag zu Tag anders und wir freuen uns jetzt schon, eines Tages wieder im Rosapenna Golf Resort im Schatten der Statue von Old Tom Morris abzuschlagen.

Tipp: Das Rosapenna Golf Resort bietet attraktive Arrangements mit Übernachtungen und Greenfees an. Beispiel: 2 Übernachtungen und Greenfee für beide Plätze für 250€ pro Person!

Über dem 18. Grün neben dem Clubhaus thront eine Statue von Old Tom Morris (Foto: Golf Post)

Über dem 18. Grün neben dem Clubhaus thront eine Statue von Old Tom Morris (Foto: Golf Post)

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