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Regeländerung: R&A plant Maßnahme gegen Slow Play

01. Apr 2015
Die R&A plant mit einer Regeländerung die Beschränkung der Probeschwünge ab 2016. (Foto: Getty)
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Paukenschlag trifft Golfer: R&A sieht sich zu Regeländerung gezwungen! Ab 2016 soll die Zahl der zulässigen Probeschläge begrenzt werden.

Wer kennt die Situation nicht! Der eigene Abschlag liegt bereits gefühlte zehn Minuten zurück, die Flightpartner sind noch immer in ihre Pre-Shot-Routine vertieft, da hängt schon die nächste Gruppe im Nacken und drängt zum schnelleren Spielen. Ab April 2016 soll damit Schluss sein – jedenfalls dann, wenn es nach der „Royal and Ancient“ (R&A) geht. Die Hüter der Golfregeln planen Golf-Post-Informationen zufolge die Einführung einer neuen Regel, welche für ein schnelleres und reibungsloseres Golfspiel die Zahl der Probeschwünge auf Einen beschränkt.

R&A fühlt sich zu Regeländerung gezwungen

„Die Zahl der Beschwerden und Forderungen nach Konsequenzen im Kampf gegen Slow Play sind in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen“, ließ die R&A in einer Erklärung unlängst verkünden. Nun scheinen sich die entscheidenden Gremien auf eine Lösung geeinigt zu haben, dies bestätigte zumindest Arthur MacGregor. „Auf den unterschiedlichen internationalen Touren gibt es seit längerem Versuche, die Profis zu einem zügigeren Spiel zu bewegen. Die zeitlichen Abstände zwischen den Flights wurden teilweise auf bis zu neun Minuten runtergeschraubt“, berichtete der R&A-Funktionär. „Wir müssen den Golfsport für Spieler, Fans und Medien weiterhin attraktiv gestalten, deshalb nun also der Schritt zu einer Begrenzung der Probeschwünge.“


Turniere gänzlich ohne Probeschwünge denkbar

Die angestrebte Regeländerung betrifft konkret Punkt 6-7 „Unangemessene Verzögerung; langsames Spiel“. Pünktlich zum Masters 2016 (vom 4. bis 10. April) würde damit Regel 6-7a zum erstmaligen Einsatz kommen. Durch die Beschränkung auf nur einen Probeschwung folgt bei Nichteinhaltung automatisch eine Strafe von zwei Schlägen. Weiterführend stellt die in diesem Zusammenhang ebenfalls neu im Regelwerk verankerte Ausführung zu 6-7b in Zukunft Turnierorganisatoren frei, ihr Wettspiel nach der schon heute von vielen Golfern praktizierten Art, nämlich gänzlich ohne jeden Probeschwung, durchzuführen. In diesem Fall sollten 18-Loch-Runden nur maximal drei Stunden dauern.

„Ich will ja keinen Sprint veranstalten“

Auf Nachfrage scheint die Erwartung an die Auswirkungen dieser gravierenden Regeländerung bei den Golfern unterschiedlich auszufallen. Von „Super, endlich wird das Problem Slow Play wirklich ernst genommen und bekämpft“ bis hin zu „So etwas macht den Golfsport kaputt. Ich gehe ja nicht auf den Platz, um einen Sprint zu veranstalten“ war bei einer spontanen Umfrage in einem Kölner Golfclub fast alles als Reaktion auf die Ankündigung zu hören.

Nach Golf Post Recherchen haben der geplanten Regeländerung übrigens sowohl die United States Golf Association (USGA) als auch die International Golf Federation (IGF) bereits zugestimmt. Bleibt abzuwarten, wie die Gegenliebe in diesem sehr speziellen Fall bei der großen Masse der Golfer ausfallen wird.

Update: April, April! Da haben wir uns wohl einen kleinen Scherz erlaubt. Die Zahl der Probeschwünge wird natürlich NICHT begrenzt und Arthur MacGregor heißt in Wirklichkeit Lars Kretzschmar. Wir hoffen, Sie hatten einen lustigen 1. April 2015.


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Lars Kretzschmar

Lars Kretzschmar - Leitender Redakteur bei Golf Post

Lars ist Diplom-Sportwissenschaftler und sein großes Faible ist der Turniersport. Er schlägt sich für seine Leser gerne mal die Nächte um die Ohren, um die neusten Infos der PGA-, European- und LPGA-Tour liefern zu können. Sie finden Lars Kretzschmar auch unter Google+.

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6 LESER-KOMMENTARE

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  1. Ich finde ein Probeschwung muss gestattet sein, evtl. mit einer zeitlichen Begrenzung von 30 bis 40 Sekunden.

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  2. Eigentlich schade, dass es nur eine Ente war. Ich hätte solch einer Regeländerung durchaus etwas angewinnen können.

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  3. Hier scheint mir ein Blick aufs Datum der Nachricht ganz hilfreich zu sein.
    Nette Idee jedenfalls.
    Ob die Profis das größte Problem beim Slow Play sind ?

    Antworten

  4. Welch ein Blödsinn, es gibt heute schon eine Zeitregel zum Abschlag bzw. zum Spiel, wobei der Schlag
    In DGV-Wettspielen (und auch den meisten Wettspielen der Golfverbände anderer Länder) gelten daher folgende Höchstzeiten, beginnend mit dem Moment, in dem der Spieler mit dem Schlag an der Reihe ist:
    Der erste Spieler hat 50 Sekunden Zeit (incl. Probeschwung und sonstigen Vorbereitungen).
    Die folgenden Spieler (auf gleicher Höhe mit dem Ball des ersten Spielers) müssen mit 40 Sekunden auskommen (sie können schließlich schon die 50 Sekunden des ersten Spielers gedanklich zur Vorbereitung nutzen).

    Diese Regel sollte normalerweise auch reichen.. Da macht das zählen der Probeschwünge nicht wirklich Sinn

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  5. Ich nehme mal an die Meldung konnte wiklich nur am 1.4. erscheinen.

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