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Race to Dubai: So funktioniert das Saisonfinale der European Tour

Drei Turniere, ein Race to Dubai! Wie funktioniert das Rennen um die Saisonwertung, wie der Endspurt? Wir klären auf.

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Die Objekte der Begierde: Links der Pokal für den Sieger des Race to Dubai und rechts die Trophäe für den Gewinner der DP World Tour Championship. (Foto: Getty)

Das WGC - HSBC Champions markiert den offiziellen Abschluss der regulären European-Tour-Saison 2017/2018. Mit dem Auftakt der Turkish Airlines Open in der türkischen Küstenstadt Antalya erwartet die Pros danach das große Finale in drei Akten - zunächst in der Türkei, dann in Südafrika, gefolgt vom Höhepunkt in Dubai, mit insgesamt 22,5 Millionen US-Dollar an Preisgeldern. Das Race to Dubai ist etwas Besonderes und auf den ersten Blick gar nicht mal so simpel. Wir beschreiben die Abläufe und erklären, wer sich am Ende über den Jackpot freuen darf.

110 Spieler behalten die Tourkarte

Bis zum letzten Turnier in Shanghai werden die gewonnenen Preisgelder in Euro addiert und führen so zu einer Rangliste, in der derzeit Francesco Molinari nach seinem Triumph bei der Open Championship 2018 vorne liegt. Seine Menge an verdienten Euro Preisgeld werden vor der Final Series - ebenso wie bei allen anderen Spielern unter den Top 110, die ihre Tourkarte behalten dürfen - eins zu eins in Punkte umgewandelt. Wichtig zu wissen: Die Anzahl der Spieler, deren Tourkarte sicher ist, hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder verändert - alle außerhalb der vorderen 110 im Race to Dubai müssen 2018 ihr Glück zwecks Klassenerhalt nun in der Qualifying School versuchen.

Die Finalturniere des Race to Dubai

Turnier Teilnehmer Preisgeld in US-Dollar Punkte im Race to Dubai
Turkish Airlines Open 78 7.000.000  7.000.000
Nedbank Golf Challenge 78 7.500.000  7.500.000
DP World Tour Championship 60 8.000.000  8.000.000
Gesamt 22.500.000 22.500.000

Wer noch mehr Geld will, muss spielen

In jedem der drei Finalturniere werden in den kommenden Wochen insgesamt 22,5 Millionen Punkte unter den Spielern verteilt - zwischen 985.000 und 1.142.000 Punkte alleine kassieren die Sieger in Antalya, China und Dubai. Die besten Golfer der Saison teilen sich dann nochmal zusätzlich zu den Preisgeldern einen separaten Jackpot. Dieser ist 2018 mit fünf Millionen US-Dollar bestückt.

Der Preisgeldpool für die Top-10

Rang Bonus in US-Dollar
1 1.250.000
2 750.000
3 600.000
4 500.000
5 400.000
6 350.000
7 325.000
8 300.000
9 275.000
10 150.000

Noch 2013 mussten die Spieler an mindestens zwei der drei ersten, von damals vier Turnieren, teilnehmen, um bei der DP World Tour Championship in den Vereinigten Arabischen Emiraten antreten zu dürfen. Ab 2014 fiel diese Regelung komplett weg. Nun versucht man die Pros mit sanftem Druck und mehr Geld dazu zu bringen, bei möglichst vielen der Final-Events anzutreten. Das Preisgeld aus dem Bonus-Pool für die Top 10 im Ranking gibt es allerdings nur, wenn man bei der DP World Tour Championship mitspielt.

Keiner kann sich sicher sein

Dabei ist aber Vorsicht geboten! Wer seinen Platz unter den Top-60 im Race to Dubai während der Finalserie verliert, darf in Dubai nicht mitspielen. Ausschließlich die besten 60 Spieler im Race-to-Dubai-Ranking dürfen bei der DP World Tour Championship aufteen. Bester Deutscher im aktuellen Ranking ist Martin Kaymer. Eine Woche vor dem WGC - HSBC Champions liegt der Mettmanner auf dem 74. Rang.

Spannung ist in diesem Jahr garantiert

Im vergangenen Jahr gewann Tommy Fleetwood souverän das Race to Dubai. Den Sieg in Dubai brauchte er nicht mehr, um sich gegen die einzigen, mathematisch noch relevanten, Konkurrenten Justin Rose und Sergio Garcia durchzusetzen. Das Finale der vergangenen Saison gewann Jon Rahm. In diesem Jahr dürfte das Finale der European Tour besonders spannend werden, liegen doch die beiden Ryder-Cup-Helden Francesco Molinari und Tommy Fleetwood auf den ersten beiden Plätzen. Trotz der ca. 1,4 Millionen Punkte Vorsprung für Molinari, ist der Anreiz der Titelverteidigung für Fleetwood enorm. Und wenn sich "Moliwood" nicht einig werden warten dahinter weitere Hochkaräter wie Masters-Champion Patrick Reed oder der Nordire Rory McIlroy.

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