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Qatar Masters: Kieffer trotzt stürmischen Bedingungen

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28. Jan 2016
Maximillian Kieffer hat beim Commercial Bank Qatar Masters nach Runde zwei die Top Ten fest im Blick. (Foto: Getty)
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Während „Kiwi“ in Runde zwei bogeyfrei bleibt, schafft auch Marcel Siem den Cut. Paul Lawrie führt, ein Hole-in-One sorgt für Aufsehen. 

Der Wind, der Wind, das himmlische Kind. Beim Commercial Bank Qatar Masters spielt die Naturgewalt bisher eine wichtige Rolle. Stürmte es am gestrigen Nachmittag von Tag eins noch heftig, so wehte in der heutigen Vormittagsrunde ein vergleichsweise laues Lüftchen. Einige Spieler mit einer frühen Startzeit konnten sich diese guten Bedingungen zu Nutze machen und starke Runden ins Clubhaus bringen.

Titelverteidiger Branden Grace legte eine 67er-Runde hin, während Flightpartner Sergio Garcia noch einen Schlag besser abschloss und mit einem Gesamtergebnis von -8 aktuell auf dem geteilten sechsten Platz liegt. Die Führung hält mit Paul Lawrie einer der Ryder-Cup-Helden von Medinah.


Maximilian Kieffer bleibt bogeyfrei

Am Nachmittag griffen dann die deutschen Spieler ins Geschehen ein. Nachdem der Wind deutlich auffrischte, spielte sich der Doha GC nicht so angenehm wie noch am Vormittag. Maximilian Kieffer und Marcel Siem ließen sich davon aber nicht beeindrucken. „Kiwi“ blieb bei seiner 68er-Runde sogar bogeyfrei und geht mit einem Gesamtergebnis von -7 vom geteilten elften Platz aus in die beiden Schlussrunden.

Diese finden beim Qatar Masters – anders als sonst auf der European Tour üblich – bereits am Freitag und Samstag statt. Auf Grund der muslimischen Kultur, die Bevölkerung Katars besteht zu 78% aus Muslimen, bilden diese beiden Tage in Katar das Wochenende.

Marcel Siem sicher im Cut

Im Gegensatz zu seinem Landsmann benötigte Marcel Siem drei Schläge mehr. Der Ratinger brachte eine 71er-Runde ins Clubhaus und schaffte somit auf T34 sicher den Cut. Gerade das Ende seiner Runde dürfte den 35-Jährigen aber nicht zufriedenstellen. Erst konnte er auf der leichtesten Bahn des Platzes (Loch 16) nur ein Par notieren, dann kam auf dem Schlussloch auch noch ein Dreiputt hinzu, nachdem Siem auf dem Par 5 mit dem zweiten Schlag das Grün getroffen hatte. Ein Problem, das ihm wohl nicht nur auf der letzten Bahn zu schaffen machte:

Mein Schwung hat die Generalprobe im Wind bestanden…Leider hat mich mein Putter aber heute komplett verlassen. Morgen geht es weiter.

Posted by Marcel Siem on Donnerstag, 28. Januar 2016

Dominic Foos bezahlt Lehrgeld

Der dritte Deutsche im Bunde, Dominic Foos, musste indes den schweren Bedingungen Tribut zollen und zahlte Lehrgeld. Der 18-Jährige, der 2014 noch mit einem geteilten 16. Platz sein bestes European-Tour-Ergebnis in Katar einfuhr, scheiterte mit +9 deutlich am Cut.

Nach einer 76er-Auftaktrunde (+4) legte der Karlsruher am zweiten Tag 77 Schläge nach und beendete das Commercial Bank Qatar Masters gemeinsam mit John Daly auf dem geteilten 120. Platz. Bereits in der nächsten Woche hat Foos aber die Gelegenheit es besser zu machen. Der Youngster erhielt auch von den Veranstaltern der Dubai Desert Classic eine Einladung und wird im Starterfeld sein.

Paul Lawrie übernimmt die Führung

Stürmische Verhältnisse dürfte der Schotte Paul Lawrie auf Grund seiner Herkunft bereits gewohnt sein. Der Sieger des Commercial Bank Qatar Masters aus den Jahren 1999 und 2012 kam an Tag zwei jedenfalls am besten mit dem Doha GC zurecht.

Vom geteilten sechsten Platz aus gestartet, setzte sich der 47-Jährige dank einer 66er-Runde (-6) an die Spitze des Feldes. Insgesamt konnte Lawrie sieben Birdies bei nur einem Schlagverlust verzeichnen. Dies bedeutet einen Gesamtscore von -11 und einen Schlag Vorsprung auf den Belgier Nicolas Colsaerts.

Vor allem auf den Grüns lief es bei Lawrie besonders gut. Womöglich machten sich bereits kleine Änderungen, die er nach dem verpassten Cut in Abu Dhabi vorgenommen hatte, bezahlbar: „Ich habe wie gestern erneut sehr gut geputtet“, so Lawrie. „In den vergangen Tagen habe ich daran gearbeitet, den Rückschwung meines Putters zu verkürzen. Es fühlt sich auf jeden Fall schon deutlich besser an.“

Bernd Wiesberger hat Top Ten im Blick

Im Gegensatz zum Führenden begann die zweite Runde für Bernd Wiesberger mit einem Dämpfer. Der Österreicher war ebenfalls auf der zehnten Bahn gestartet, musste auf Loch zwölf allerdings ein Doppelbogey hinnehmen und fiel im Leaderboard weit zurück. Der 30-Jährige berappelte sich jedoch und konterte mit einem Eagle auf Bahn 16. Auf seiner Back Nine ließ er dann noch zwei Birdies folgen und erlaubte sich keine Schlagverluste. Aktuell liegt der dreimalige European-Tour-Sieger mit einem Gesamtergebnis von -6 auf dem geteilten 20. Platz. Eine gute Ausgangslage für das anstehende Wochenende.

Per Hole-in-One in die Spitzengruppe

Der Franzose Gregory Bourdy startete mit sieben Pars in Folge zunächst verhalten in seine Runde, sorgte dann jedoch ordentlich für Aufsehen. An der 169 Meter langen achten Spielbahn lochte der 33-Jährige mit dem Abschlag ein. Es war gleichzeitig das erste Hole-in-One in der Turniergeschichte dieses Loches. Danach kamen für Bourdy auf dem Weg zu seiner 68er-Runde (-4) noch drei Birdies bei nur einem Bogey dazu. Dies bedeutet den geteilten dritten Platz und nur zwei Schläge Rückstand auf Paul Lawrie.

Quick-Facts zum Commercial Bank Qatar Masters

European Tour in Katar Commercial Bank Masters
Platz Doha GC, Doha, Katar, 6.767 Meter, Par 72
Preisgeld Preisgeldpool: 2.500.000 US-Dollar
Titelverteidiger Branden Grace
Headliner Sergio Garcia, Louis Oosthuizen, Branden Grace, John Daly
Deutsche Starter Marcel Siem, Maximillian Kieffer, Dominic Foos

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Yannick Beyss

Yannick Beyss - Autor bei Golf Post

Den ballsportverrückten Yannick hat schon früh die Liebe zur kleinen weißen Kugel gepackt und seitdem nicht mehr losgelassen. Inzwischen hat der Longhitter mit dem Hang zum Risiko das einstellige Handicap auf Grund seines langen Spiels geknackt. Rund ums Grün wechseln sich  aber in gewisser Regelmässigkeit Weltklasse und Kreisklasse ab.

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