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PXG: Ein Milliardär, zwei Majorsieger und die Revolution?

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19. Okt 2016
PXG, das steht für Parsons Xtreme Golf. Bob Parsons Ziel ist es schlichtweg, den besten Schläger der Welt herzustellen. (Foto: pxg.com)
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PXG will die besten Golfschläger der Welt herstellen. Doch wer steckt eigentlich hinter PXG? Golf Post gibt einen Einblick hinter die Kulissen des Equipment-Herstellers.

Seit mittlerweile zwei Jahren ist ein junger und extrem engagierter Golf-Equipment-Hersteller auf dem Markt unterwegs. Mit PXG, Parsons Xtreme Golf, bekommen die etablierten Hersteller wie Callaway, Titleist und TaylorMade immer größere Konkurrenz. Zumal sich Nike aus dem Schlägergeschäft zurückgezogen hat und es neuerdings Gerüchte um die Übernahme von TaylorMade durch Tiger Woods gibt. Parsons und sein neustes Unternehmen wollen den Markt aufmischen und haben dafür schon große Golfstars ins Boot geholt: Zach Johnson, Charl Schwartzel und Billy Horschel spielen bereits die optisch noch etwas gewöhnungsbedürftigen Schläger.

„Ich habe jeden Schläger gespielt“

Der Mann hinter PXG ist Bob Parsons. Das Konzept vom Vietnam-Veteran und Milliardär klingt so simpel wie herausfordernd: Er will die besten Schläger der Welt produzieren. Bob Parsons war schon immer golfverrückt. Nach eigenen Angaben gab er im Jahr zwischen 250.000 und 350.000 US-Dollar für Golfschläger aus. „Ich habe jeden Schläger gespielt, der je herausgekommen ist.“ Sein bescheidendes Ziel war es, das Beste aus sich herauszuholen. Doch keiner stellte ihn vollends zufrieden. Nach dem Verkauf seiner Softwarefirma und Teilen seines Webhosters gründete Parsons also 2014 seine eigene Schlägerschmiede PXG.


Offensive Marketingmethoden gehören für Bob Parsons und PXG dazu. (Foto: pxg.com)

Offensive Marketingmethoden gehören für Bob Parsons und PXG dazu. (Foto: pxg.com)

Mit großen finanziellen Freiheiten ausgestattet gelang es Bob Parsons, die ehemaligen Ping-Ingenieure Mike Nicolette und Brad Schweigert mit ins Boot zu holen. Ein finanzielles Limit setzte er ihnen bei der Schlägerentwicklung nicht. Die Schläger sollten sich nicht nur gut anfühlen und ein besonderes Design besitzen. Ebenso wichtig waren Fehlerverzeihung, Geschwindigkeit und Genauigkeit.

PXG total – Schläger, Kleidung und Fitting

Das PXG 0311 ist das Aushängeschild der amerikanischen Schlägermacher. (Foto: pxg.com)

Das PXG 0311 ist das Aushängeschild der amerikanischen Schlägermacher. (Foto: pxg.com)

Mittlerweile gibt es im Shop von PGX fast alles zu kaufen: Putter, Eisen und Driver genauso wie Hölzer, Hybrids und Wedges. Zudem kann von Bags, über Mützen und Handschuhe bis hin zu Regenschirmen alles erstanden werden, was das Golferherz begehrt. Dieses Angebot gepaart mit einem, wie gemunkelt wird, unerschöpflichen Budget stellt demnach eine ernstzunehmende „Gefahr“ für alle etablierten Hersteller dar und belebt das Geschäft und den Konkurrenzkampf ungemein.

Wer jetzt dagegenhalten möchte, dass Parsons seinen Erfolg lediglich erkauft und keine nachhaltige Arbeit betreibt, der sei gewarnt. PXG hat seine Verkaufszahlen im Schlägersegment von Oktober 2015 bis September 2016 um 1.100 Prozent gesteigert und weist den Worten von Gründer Parsons glaubend ein hochgerechnetes Jahresergebnis von 43 Mio. US-Dollar aus. Diese Zahlen sind zwar noch „kleine Brötchen“ im Vergleich zu TaylorMade, Callaway und Co., zeigen aber das enorme Potential und die Annahme im amerikanischen Golfsport.

Bekannte Gesichter auf den Touren

Die Namen, die die PXG-Philosophie und Schläger in die Welt tragen sollen, lesen sich ebenfalls nicht wie die eines kleinen, nicht ernstzunehmenden Equipment-Neulings. Unter denen im vorletzten Playoff-Turnier des FedEx Cups angetretenen Spielern, die besten 70 der Saison wohlgemerkt, fanden sich gleich acht Profis, die von PXG ausgestattet wurden. Mit dabei zwei Majorsieger in Person von Charl Schwartzel und Zach Johnson und ein ehemaliger FedEx Cup Champion namens Billy Horschel. Auch die anderen Profis sind keineswegs Spieler, die aufgrund ausufernder Verträge ihr Einkommen sichern müssen, sondern bereits ein gutes Auskommen erspielen konnten und nicht allein des Geldes wegen auf einmal neue Schläger spielen.

Innerhalb kürzester Zeit hat PXG hochkarätige Spieler in sein Team geholt. (Foto: pxg.com)

Innerhalb kürzester Zeit hat PXG hochkarätige Spieler in sein Team geholt. (Foto: pxg.com)

Ergo steht bei den Newcomern aus Arizona Know-How in Form von langjährig erfahrenen Ingenieuren (von Ping abgeworben) dahinter und eine schnell größer werdende Basis an etablierten Torspielern, die das Zeug dazu haben die Marke voranzubringen. Mit den finanziellen Mitteln ihres Gründers und dem beschriebenen Fundament scheint ein weiterer Vormarsch also nur logisch. Die einzige Frage die noch bleibt – Wann erobert PXG auch den europäischen Markt? Golf Post liegen Informationen vor, nach denen momentan mit Hochdruck an einem Aufbau des europäischen Vertriebsnetzes gearbeitet wird, um auch diesen äußerst profitablen Markt im Sturm zu erobern. Sollten hier Nägel mit Köpfen gemacht werden, erfahren Sie es selbstverständlich in unserem Equipment-Bereich.

Die Geschichte hinter PXG im Video

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Robin Bulitz

Robin Bulitz - Redakteur bei Golf Post

Robin ist im Alter von 22 Jahren aktiv zum Golfsport gekommen und seitdem Feuer und Flamme. Durch seine sportlichen Erfahrungen im Handball und Tennis konnte er sich schnell mit der kleinen, weißen Kugel arrangieren und kratzt inzwischen am Single-Handicap. Ab Februar 2016 zunächst als Werkstudent, mischt Robin seit August im Tagesgeschäft mit und testet besonders das umfangreiche Equipment auf Herz und Nieren.

Alle Artikel von Robin Bulitz

1 LESER-KOMMENTAR

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  1. Jürgen Neunaber

    Wie beknackt muss ein Mensch wie Mr. Parson sein, der rd. 250000Dollar im Jahr für Golfschläger ausgegeben hat.

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