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PXG Golfschläger: Zu teuer oder doch lohnenswert?

Golf Post hat einen der wenigen Anbieter von PXG Eisen aufgetan und ein Feedback zu den extravaganten Golfschlägern von Marco Burger, dem Gründer von HIO Fitting in München bekommen.

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02. Aug 2017
In München bei HIO Fitting setzt man sich mit den extravaganten Schlägern von PXG auseinander. (Foto: PXG)


Marco Burger hat zusammen mit seinem Kollegen Benny Pfister das inzwischen deutschlandweit bekannte und geschätzte Fitting-Zentrum HIO gegründet und groß gemacht. Die beiden Ingenieure verstehen es wie kaum ein Zweiter die Besonderheiten und Notwendigkeiten eines Fittings herauszuarbeiten und gehen mit ihrem Konzept in München neue und erfolgreiche Wege. Dazu gehört auch die besten Schläger auf dem Markt im Sortiment zu haben, weshalb HIO zu den wenigen Fittern von PXG Eisen in Deutschland gehört. Warum diese Eisen es wert sind gespielt zu werden, hat Marco Burger nun für die Golf Post herausgestellt:

PXG Golfschläger sind tatsächlich mal was Neues

"Seit einem guten Jahr haben wir den Premiumhersteller PXG im Sortiment. Aktuell ist das wohl die angesagteste Golfmarke weltweit - aber warum? Milliardär Bob Parson hat es geschafft etwas wirklich Neues auf den Markt zu bringen. Jahr für Jahr stehen Firmen wie Callaway, TaylorMade, Titleist und Co. unter Druck etwas "Neues" auf den Markt bringen zu müssen. Das hierbei nur sehr selten DIE Innovation dabei sein kann, sollte jedem klar sein. Anders bei PXG - mehrere Jahre wurde entwickelt, getestet und optimiert. Nun ist das besondere Eisen schon mehr als zwei Jahre auf dem Markt ohne ersetzt worden zu sein. Warum auch wenn es funktioniert und der Hersteller nichts Besseres bieten kann? Und nun mal Klartext, was zeichnet einen PXG aus:

 

  • ein super klares und einzigartiges Feedback, welches jeder Art von Spieler ermöglicht Treffer zu evaluieren und sich somit zu verbessern.

 

  • ein verhältnismäßig hoher Abflugwinkel, welcher es auch Spielern mit weniger Geschwindigkeit ermöglicht eine hohe Flugbahn zu produzieren.

 

  • eine Ballgeschwindigkeit, die bislang bei gleichem Loft kein anderer Hersteller knacken konnte. Für den Spieler bedeutet das mehr Schlagweite bei gleicher Schwunggeschwindigkeit.

 

  • ein Kopfdesign, welches alle Spielklassen von Profi bis Anfänger abdeckt. Andere Hersteller produzieren wirklich gute Schläger hauptsächlich für gute Spieler. Warum soll nicht auch ein Durchschnittsspieler einen High-End Golfschläger spielen dürfen?

 

  • jeder Schlägerkopf ist bis aufs letzte Gramm und Winkel ausgemessen. Das Set ist so 100% stimmig und sieht dazu noch richtig edel und sportlich aus.

 

Das Aushängeschild:

Kein Kopf auf dem Golfmarkt verzeiht schlechte Treffer so wie ein PXG Eisen. Gegenüber anderen toll geschmiedeten  Eisen darf man hier auch mal einen Ball an der Spitze oder Hacke treffen ohne gleich ein katastrophales Ergebnis hinnehmen zu müssen.

Rechtfertigt das nun alles den doch sehr gehobenen Preis? 

Mit einem unserer Kunden (Gustav Golf) haben wir mal zum Spaß eine der folgenden Rechnungen durchgeführt. In Deutschland lässt es sich rund 7 Monate Golfspielen. Pro Woche absolviert Gustav drei Einheiten à vier Stunden auf dem Golfplatz/Driving Range. Pro Monat investiert er also ungefähr 48h seiner Zeit in den Golfsport. Pro Saison macht das dann rund 336h. Ein solch teures und gutes Set würde Gustav laut seine Einschätzung 5-7 Jahre spielen. Bei 6 Jahren sind es 2016h, die er mehr oder weniger mit den Schlägern verbringt.

Ein Eisenset kostet ihn rund 3500€. Pro Stunde bezahlt er also 1,70€ und pro Einheit à 4 Stunden sind es 6,80€, die er investieren muss, um mit dem vermeintlich besten Schläger der Welt spielen zu können.

Wir selbst hatten das bislang nie so gerechnet, doch so sollte einem bewusst werden ob sich solch eine Investition lohnt oder nicht. Gustav ist mit seinen 3x Golf pro Woche ein Vielspieler aber wir kennen etliche Golfer, die auch 4-6x pro Woche unterwegs sind. Verbringt man so viel seiner freien Zeit mit Golf, sollte es nicht am Preis der PXG scheitern. Für alle anderen Spieler oder nicht Golfverrückten gibt genug andere Schläger mit denen es auch Spaß macht. In jedem Fall empfehlen wir ein professionelles Fitting, um herauszufinden welcher Schläger optimal zum Spieler passt. Für ein Eisenfitting sollte man sich rund 1,5h Zeit einplanen. Moderne Messsysteme ermöglichen einen exakten Vergleich verschiedener Eisenköpfe und Schäfte. Die Kosten hierfür belaufen sich bei HIO Fitting (www.hio-fitting.de) auf 75€."

Geht die PXG-Rechnung auf?

Die Rechnung von Marco Burger und seinem Kunden Gustav Golf scheint aufzugehen, doch ob sich PXG auf dem Markt durchsetzen wird, bleibt ob des enorm hohen Preises der Schläger noch abzuwarten. Erkennt der Golfer die Qualität und Leistung der Schläger an, wird PXG eine Chance haben, doch für die breite Masse wird es wohl nie zum Produkt der Wahl werden.

So oder so geht die Erfolgsstory von PXG erst einmal weiter, haben sie doch in den letzten zwei Jahren knapp fünf Prozent des amerikanischen Schlägermarktes eingenommen und sind bei Eingen Profis inzwischen im Bag. Es bleibt auf jeden Fall spannend und wer die Chance hat eine Hand an die extravaganten Eisen zu bekommen, der sollte diese auf jeden Fall wahrnehmen. Vielleicht ja direkt bei einem Fitting bei HIO in München.

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Robin Bulitz

Robin Bulitz - Redakteur bei Golf Post

Robin ist im Alter von 22 Jahren aktiv zum Golfsport gekommen und seitdem Feuer und Flamme. Durch seine sportlichen Erfahrungen im Handball und Tennis konnte er sich schnell mit der kleinen, weißen Kugel arrangieren und hat das Single-Handicap inzwischen sicher auf dem Blatt. Ab Februar 2016 zunächst als Werkstudent, mischt Robin seit August im Tagesgeschäft mit und testet besonders das umfangreiche Equipment auf Herz und Nieren.

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