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European Open: Starke Deutsche schüren Sieg-Hoffnung

25. Sep 2015
Florian Fritsch ist derzeit der beste Deutsch im Feld der European Open. (Foto: Getty)
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Im engen Tableau ist Florian Fritsch bester Deutscher. An der Spitze des Feldes steht ein überwiegend englisches Trio.

Während Florian Fritsch der Führung im Nacken sitzt und Max Kieffer nach einer weiteren 68er Runde auf dem geteilten 16. Platz rangiert, rauschen sieben Deutsche am Cut vorbei. Auch Bernd Wiesberger verliert den Kampf ums Wochenende. In Führung liegen der Südafrikaner Charl Schwartzel und die beiden Engländer Graeme Storm und Ross Fisher bei zehn Schlägen unter Par.

Florian Fritsch an den Fersen der Spitze

Von allen deutschen Spielern im Feld trat Florian Fritsch in Runde zwei das Gaspedal am meisten durch. Zwar begann er seine Runde mit einem Bogey an der 2, ließ darauf aber gleich ein beeindruckendes Eagle folgen. Zwei weitere Schlaggewinne im Laufe der Runde brachten den 29-Jährigen auf acht Schläge unter Par. Ein ärgerliches Bogey-Finish kostete ihn den vorerst geteilten zweiten Platz, er ist aber als geteilter Achter nur drei Schläge entfernt von den drei Führenden. Bereits in den vergangenen Wochen hatte Fritsch konstant Leistung abrufen können. Beim Omega European Masters war er auf dem geteilten siebten Platz gelandet und hatte damit das höchste Preisgeld seiner Karriere eingefahren, zwei weitere Male war er in den Top 25 gelandet.


„Dieser Platz macht mich sehr nervös“, gab er nach seiner Runde zu, „hab aber auf Angriff geschaltet und einfach drauf gehauen. Bis jetzt hat’s funktioniert“. Seine offensive Haltung hat zudem damit zu tun, dass er im Ranking der European Tour noch Plätze gutmachen muss: „In meiner Position im Race to Dubai und meiner ganzen Situation kann ich nicht zurückhaltend spielen. […] Ich hab ja keine Wahl“. Seine „ganze Situation“, das ist auch seine Flugangst, die ihm den Weg zu vielen der großen internationalen Turniere verbaut. Was er tun würde, wenn er sich fürs Masters qualifizieren würde? Das Schiff nehmen.

Max Kieffer in den Top 20

Bereits bei der Russian Open sowie der KLM Open in den vergangenen Wochen platzierte sich Max Kieffer in den Top 20 und auch bei der European Open demonstriert der deutsche Youngster bis jetzt sehr solide, warum er in der laufenden Saison noch keinen einzigen Cut verpasste. Ein einziges Bogey fiel bis jetzt auf 36 Löchern, in seiner heutigen Runde notierte er keines. Nach seiner zweiten 68er Runde in Folge liegt der 25-jährige Düsseldorfer vor dem Wochenende bei sechs Schlägen unter Par auf dem geteilten 16. Platz.

Nachdem er schon mehrmals in Führungsnähe ins Finale eingezogen ist, will Kieffer diesmal den Sack zumachen. „Ich will aggressiv spielen am Wochenende“, sagte er nach seiner Runde, und „so viele Birdies machen wie möglich“. Auf seine 22 überstandenen Cuts angesprochen bestätigte er: „Es fühlt sich gut an, konstant zu spielen“. Sogar die European Tour huldigte ihn für diese außergewöhnliche Leistung mit einem Twitter-Post:

Langer büßt Plätze ein, Heisele macht gut

Bernhard Langer hielt es heute mehr mit dem Par. Nur zweimal wich er vom Grau in Grau auf seiner Scorekarte ab – das eine Mal mit einem Birdie, das andere mit einem Bogey. Von den Top Ten aus gestartet, kostete den Anhäuser seine Parrunde neun Plätze – er liegt bei fünf Schlägen unter Par auf dem geteilten 24. Rang. Er habe am Anfang „nicht den Rhythmus gefunden“, sagte die deutsche Golflegende nach ihrer Runde, „ich hatte einige Chancen, aber die Putts gingen nicht rein“. Trotzdem sieht er dem Wochenende entgegen: „Ich freue mich, dass ich noch zwei Runden vor mir habe“. Und damit der Rhythmus dann auch wieder stimmt, machte er sich direkt nach seiner Runde wieder ans Training.

Eine ordentlichen Marsch aufwärts im Tableau legte Sebastian Heisele hin. Auch er landete am Ende neben Langer auf T24, allerdings war er vom geteilten 64. Platz aus gestartet. Eine 67er Runde, gespickt mit fünf Birdies und nur einem Ausreißer, bringt ihn auf insgesamt fünf Schläge unter Par und somit sicher ins Wochenende.

Bernd Wiesberger nicht im Wochenende

Der Österreicher Bernd Wiesberger aber konnte sich beim Anblick seiner heutigen Scorekarte lediglich mit der flachen Hand vor die Stirn schlagen, zumal er ihm in einer Proberunde im Vorfeld des Turniers noch eine 60 gelungen war. Er war als geteilter Führender in den Turniertag gestartet, im Laufe seiner Runde allerdings verschenkte er nicht nur die Führung, sondern sage und schreibe fünf Schläge – und geriet damit in Gefahr, den Cut zu verpassen. Mit einem Birdie hatte er die Runde begonnen, sechs Bogeys folgten. Bei zwei Schlägen unter Par zitterte er ums Wochenende – umsonst, denn letztlich verpasste er den Cut trotzdem um einen Schlag und beendet das Turnier auf T67. Der Frust nach seiner 76 war so groß, dass er sich nicht zu seiner Runde äußern wollte.

Zwei Youngster zeigen Leistung

Über seinen ersten überstandenen Cut bei einem European-Tour-Event konnte sich hingegen Philipp Mejow freuen, der sonst bisher fast nur auf der Pro Golf Tour anzutreffen ist und es mit seiner 71 knapp ins Wochenende schaffte. Seine Runde hatte er sehr beeindruckend mit vier Birdies begonnen. Diese Strähne hielt allerdings nicht an, es folgten insgesamt zwei Bogeys und ein Triplebogey. Dank eines weiteren Birdies gelang ihm noch das Even Par – und damit bei -3 auf T53 der Sprung in den Moving Day.

Zwar schaffte es auch Max Rottluff nicht ins Wochenende, trotzdem kann der Youngster auf ein recht erfolgreiches Turnier zurückbringen. Mit Runden ohne größere Ausreißer beschließt er die European Open wie bereits zuvor die BMW International Open mit zwei Schlägen über Par auf dem derzeit geteilten 112. Rang. Das Event in Bad Griesbach markiert erst den zweiten Gastauftritt des jungen College-Golfers auf der European Tour. Weitere werden sicherlich folgen.

Sieben Deutsche verpassen den Cut

Auch Sven Strüver, der nur noch selten auf der Tour unterwegs ist, verpasste mit 17 Schlägen über Par den Cut. Bereits gestern hatte er eine 84 notiert, seine heutige 75 hinterlässt ihn weiterhin abgeschlagen als eines der Schlusslichter des Feldes auf dem alleinigen 152. Platz. Einzig der Franzose Thomas Levet liegt bei +19 noch hinter ihm. Auch Bernd Ritthammer (-2/T67), Marcel Schneider (+4/T130), Moritz Lampert (+3/T120) und Web.com-Spieler Stephan Jäger (+2/T112) haben den Cut verpasst. Nachdem auf seinen 70er Auftakt eine 78 folgte, reihte sich auch Sean Einhaus (+6/T138) bei den verpassten Cuts ein. Der 25-Jährige war schwer enttäuscht, sagte nach seiner Runde: „Ich habe einfach schlecht gespielt.“

Auch Jäger, der sonst ausschließlich in den Vereinigten Staaten spielt, nannte seine beiden Turnierabschlüsse – bei der BMW International Open in München im Juni und der European Open an diesem Wochenende in Deutschland – „sehr bescheiden“.

Quick Facts zur Porsche European Open

European Tour Porsche European Open
Platz Golf Resort Bad Griesbach, Bad Griesbach, Deutschland, 6574 Meter, Par 71
Preisgeld Preisgeldpool: 2.000.000 Euro
Titelverteidiger Christian Cévaer (2009), Zweitplatzierte: Gary Orr, Alvaro Quiros, Steve Webster
Headliner Bernhard Langer, Hunter Mahan, Graeme McDowell, Bernd Wiesberger, Miguel Angel Jiménez
Deutsche Starter Sebastian Heisele, Stephan Jäger, Philipp Mejow, Marcel Schneider, Sean Einhaus, Sven Strüver, Maximilian Kieffer, Bernhard Langer, Moritz Lampert, Florian Fritsch, Bernd Ritthammer, Maximilian Rottluff (a)


European Open - Spieler, Stimmen, Stimmung

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Jacqueline Sauer

Jacqueline Sauer - Freie Autorin für Golf Post

Jacqueline mischt bei den redaktionsinterenen Tippspielen ganz vorne mit. Kein Wunder: Die großen und kleinen Namen des Golfs hat sie ständig im Auge, damit der nächste Tipp stets ein sicherer Treffer wird.

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