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European Open: Alexander Levys Sieg wird zur Zitterpartie

25. Sep 2016
Alexander Levy gibt den Sieg bei der European Open nicht aus der Hand. (Foto: Getty)
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Alexander Levy ist bei der European Open nicht zu schlagen. Martin Kaymer, Bernd Wiesberger und Florian Fritsch sichern sich Top-10-Platzierungen.

Nach nur drei Runden wird Alexander Levy zum Sieger der European Open gekürt. Mit Martin Kaymer und Florian Fritsch gehören zwei Deutsche zu den besten Zehn. Noch besser liegt Bernd Wiesberger auf Platz 5. Andere deutsche Golfer, wie Bernd Ritthammer und Marcel Siem, hatten nicht ganz so viel Glück.

Verkürzte Auflage der European Open

Aufgrund von dichtem Morgennebel kam es zu Verzögerungen im Turnierablauf, worauf  das Turnier auf 54 Löcher verkürzt wurde. Allzu lange müssen Fans aber nicht auf mehr European-Open-Golf warten, denn der Termin für 2017 steht schon fest.


Außerdem wurde am Finaltag erst ab ca. 10 Uhr in Dreierflights von zwei Tees gestartet. Manch ein Pro war darüber ganz glücklich.

Martin Kaymer setzt Spitze unter Druck

„In Deutschland ist es nie einfach zu spielen, weil die Erwartungen so groß sind“, sagte Martin Kaymer Golf Post. Er hatte es sich zum Ziel gemacht, Alexander Levys Führungsposition anzugreifen. Dem Publikum zeigte der Mettmanner ein gutes Spiel, wenn er auch nicht alle Erwartungen erfüllen konnte. Schlaggewinn um Schlaggewinn verkürzte er den Abstand zu dem schwächelnden Franzosen bis auf zwei Schläge. An Loch 15 kassierte Kaymer seinen ersten Schlagverlust seit 28 Löchern. Das sollte aber auch sein einziger bleiben. Mit einer 68er Runde reicht es nicht ganz für eine Spitzenposition, aber einen guten sechsten Platz. „Ich nehme viel positives mit nach Amerika zum Ryder Cup, weil ich sehr solide gespielt habe.“

European Open mit französischem Sieger

Einholen konnte Kaymer Levy damit nicht. Der Franzose hatte über die ersten beiden Runden keinen einzigen Schlag abgegeben, seine Finalrunde eröffnete er aber mit drei Bogeys auf den ersten fünf Löchern. „Ich habe zu viel an den Score gedacht und zu wenig an mein eigenes Spiel, das hat mich viele Punkte gekostet“, sagte Levy. Dies gab Konkurrenten die Möglichkeit aufzuschließen, bevor Levy sein Spiel wieder unter Kontrolle brachte, allen voran Ross Fisher. Mit einer bogeyfreien 64er Runde nahm er Kurs auf die Spitze. Zum Ende der offiziellen Runde lagen die beiden drei Schläge vor dem Rest des Feldes und trugen den Kampf um den Sieg im Playoff aus. Am zweiten Extraloch setze sich Levy mit einem Birdie gegen den Engländer durch. Es ist sein dritter Sieg auf der European Tour und seine rster Sieg seit zwei Jahren.

Bernd Wiesberger spielt vorne mit

Bernd Wiesberger versuchte ebenfalls, Levy unter Druck zu setzen. Er musste nur einen Schlagverlust hinnehmen und konnte mit einer Reihe von Birdies glänzen. Zwischen Loch 8 und 12 machte er gleich vier Schläge gut. Mit einer 67er Runde platziert er sich einen Schlag vor Martin Kaymer auf Rang 5. Erhofft hatte sich Wiesberger jedoch mehr. „Es war okay“, lautete sein Fazit. „Leider habe ich nicht ganz mit dem Takt mithalten können.“

Sein Landsmann Lukas Nemecz beendet das Turnier nach einem Bogey zum Abschluss mit einer 70er Runde auf T48. „Ich spiele im Moment sehr gut, habe da aber zu wenig draus gemacht“, sagte der Österreicher gegenüber Golf Post.

Fehlerfreies Finish für Florian Fritsch

Florian Fritschs Top-10-Platzierung ist Gold wert für ihn, erzählte er Golf Post, da er sich dadurch noch für weitere „Hockaräter“ zum Ende der Saison qualifizieren konnte. „Ich war sehr nervös“, sagte er, das war auch an seiner Scorekarte abzulesen. Auf der Front Nine überwogen die Schlagverluste, aber dann fand er seine „Handlungsfähigkeit“ wieder und brachte über die Back Nine fehlerfreies Finish ins Ziel.

Wenig Glück für Ritthammer und Siem

Bernd Ritthammer war mit vier Schlägen unter Par auf einem sehr guten Weg, bis er an sein vorletztes Loch kam. Hier schien alles schief zu laufen: sowohl sein Abschlag, als auch sein provisorischer Schlag trafen die Äste der Bäume, ein Schlag aus dem tiefen Rough landete im Aus. Erst mit dem zehnten Schlag landete der Ball an dem Par-5 im Loch. Das bescherte dem Challenge-Tour-Führenden eine 72er Abschlussrunde und den geteilten 63. Rang bei der European Open.

Marcel Siem startete vielversprechend mit zwei Birdies in seine letzte Runde, konnte aber nicht viel mehr daraus machen. Ein Schlagverlust folgte auf den anderen. „Dann war die Luft auch irgendwo raus.“, sagte der Mettmanner zu Golf Post. „Wenn man vor heimischem Publikum so schlecht puttet, tut das schon weh.“ Auch sein Eagle am sechsten Loch konnte nicht verhindern, dass er sich mit einem Score von -2 den letzten Platz teilt.

Rottluff und Schneider unzufrieden

Als einer der Ersten war Max Rottluff auf die Runde gestartet. Es ging mit einem Schlagverlust auf Loch 10 los für ihn. Auf den vermeintlich einfacheren hinteren Neun folgten noch zwei Bogeys, die ihn ans Ende des Leaderboards spülten. „Ich habe mich vom Tee aus einfach nicht in eine gute Position gebracht“, erklärte er Golf Post. „Dafür habe ich es aber noch ziemlich gut zusammengehalten und hinten raus noch ein paar Birdies machen können.“ Mit einer 72er Runde erriecht er auf Platz T57.

Marcel Schneider kann die konstante Leistung der vergangenen Tage auch im Finale zeigen und spielte mit einer 68 seine dritte Unter-Par-Runde in Folge. Kam er am Vortag mit einer fehlerfreien Runde ins Clubhaus, musste er heute aber ein paar Bogeys einstecken. „Die kurzen Putts sind nicht reingegangen und auch von den mittellangen nur wenige“, verriet er Golf Post. Zum Ende gelang ihm aber noch ein gutes Finish. „Mit dem Birdie an Loch 7, was ein relativ schweres Loch ist, und dem Eagle hinterher hab ich mich ganz gut aus der Schlinge gezogen.“


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Alexandra Caspers

Alexandra Caspers - Freie Autorin bei Golf Post

Als sich ihre Familie und ihr Bekanntenkreis nach und nach mit Golffieber infizierte, gab es für Alexandra auf lange Sicht kein Entkommen. Jetzt taucht sie neben ihrem Germanistik-Studium selbst in die Welt des Golfsports ein.

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