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Bernd Wiesberger bei European Open in geteilter Führung

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24. Sep 2015
Sieben Birdies , kein Bogey: Auftakt nach Maß für Bernd Wiesberger bei der European Open. (Foto: Getty)
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Zusammen mit Benjamin Hebert führt Bernd Wiesberger bei der Porsche European Open, Bernhard Langer nur zwei Schläge zurück.

Nach sechs Jahren European-Tour-Abstinenz ist die Porsche European Open zurück auf dem Golf-Parkett der Großen, mit insgesamt zwölf deutschen Startern im Schlepptau. Angeführt wird die deutsche Equipe von Bernhard Langer, der in Bad Griesbach einen gewichtigen Vorteil hat: Langer selbst hat den Beckenbauer Course designt. Aktuell liegt aber ein Österreicher in Front.

Ganz früh setzten sich vier Engländer und zwei Australier an die Spitze des Feldes, drei von ihnen bei -6 auf der geteilten Führungsposition. In der Nachmittagssession setzten Bernd Wiesberger und der Franzose Benjamin Hebert noch einen drauf: Doppelführung bei -7. Wiesberger saugte sich mit drei Birdies auf seinen letzten vier löchern ran und blieb über die 18 Löcher bogeyfrei. Insgesamt machten die Bedingungen der Vormittagssession im Auftaktdurchgang starke Scores möglich: Kaum Wind, gute Grüns, fast 100 Spieler liegen unter Par. Aus deutscher Sicht machte erstmal Bernd Ritthammer den besten Job, bis Altmeister Bernhard Langer an ihm vorbeizog. Zum Leaderboard.


Bernhard Langer: „Am ersten Abschlag Gänsehaut“

Für den Hausherren Bernhard Langer sah es zu Beginn nicht ganz so rosig aus: „Mr. Consistency“ machte zwar ein Birdie auf der Vier, dann aber erst einmal zwar Vierecke um seine Scores auf Fünf und Sechs. Seine ganze Erfahrung kam dann ab der Neun zum Vorschein: Keine Fehler mehr, dafür sechs weitere Birdies und bei -5 ein starker Einstand in das Comeback der European Open. Zehn von 13 Fairways getroffen, 15 Greens in Regulation – der Pionier des deutschen Golfsports gehört noch lange nicht zum alten Eisen.

Auch Florian Fritsch gelang in seiner Auftaktrunde eine starke 66, sodass er der zweite Deutsche in der Top Ten ist. Fritsch spielt schon über die gesamte Saison gutes Golf und entsprechend die erfolgreichste Saison seiner Karriere, im ersten Durchgang der European Open blieb er bogeyfrei. Ein gutes Ergebnis in Bad Griesbach, nahe der Geburtsstadt München, würde die Spielzeit sauber abrunden.

Bernhard Langer auf der 18

European Open: Kieffer zufrieden

Auch Maximilian Kieffer, bei Abwesenheit von Kaymer und Siem Deutschlands bester Spieler auf der European Tour, kann mit seiner ersten Runde zufrieden sein. Gerade zu seinem Spiel vom Tee gab sich der 25-Jährige selbstsicher, doch auf den Grüns ist noch Luft nach oben. Kieffer liegt nach dem ersten Tag der European Open bei -3 auf T34. Seinem einzigen Bogey auf Loch Sechs standen am Ende vier Birdies gegenüber.

Sean Einhaus: „Macht schon Bock!“

Als erster Deutscher kam am Vormittag Sean Einhaus ins Clubhaus. Trotz einer 70 (-1) gab sich der 25-Jährigeselbstkritisch und haderte vor allem mit seinen Putts und – logischerweise – dem Bogey auf der 18. Insgesamt hätten die Bedingungen mehr hergegeben, doch Einhaus geht ohne Erwartungen in das Event. Bei -1 liegt der Deutsche aktuell auf T76, am Freitag wird er um den Cut kämpfen müssen.

Bernd Ritthammer mit weißer Weste

Anders hat es dagegen Bernd Ritthammer erlebt in seiner ersten Runde bei der European Open. Der 28-Jährige ist beim letzten Turnier seines Sechs-Wochen-Strings angekommen, bisher weniger zufrieden: Nur ein geschaffter Cut aus den vergangenen fünf Auftritten, das war wohl anders geplant. Doch mit einer fehlerfreien 67 (-4) setzte sich Ritthammer am ersten Tag des Heimspiels an die Fersen der Führenden – wie übrigens auch Miguel Angel Jimenez (-4) – und war besonders stolz auf seine Leistung an der 18. Kann er die Pace halten, könnte das auf heimischem Boden ein versöhnlicher Abschluss werden – es wäre ihm zu gönnen. Ritthammer und Jimenez liegen auf T18.

Wiesn statt European Open für Stephan Jäger?

Erst sechs Tage vor Beginn der European Open erfuhr Web.com-Tour-Spieler Stephan Jäger, dass er doch einen Startplatz bekommen hat – dann hieß es ab in den Flieger und nach Bad Griesbach. Schade, dass wohl schon am Freitag wieder vorbei sein wird. Nach einer 76 (+5) geht es im zweiten Durchgang wohl nur noch um Ergebniskorrektur. „Am Anfang hab ich richtig gute Schläge gemacht, aber es ging keiner rein. Dann macht man ein Bogey, und dann hab ich eigentlich gedacht, dass der Zweite an der Neun gut ist. Aber der ist ins Wasser und dann hat man gut gespielt und liegt plötzlich an der Neun drei über. Es ist so wie mein ganzes Jahr irgendwie … “

Philipp Mejow machte dagegen einen soliden Job. Vor allem auf der Back Nine zeigte er eine ansprechende Leistung, fehlerfrei mit vier Birdies. Inklusive der Front Nine macht das ein Ergebnis von 68 (-3) und vorerst den geteilten 20. Platz.

Schneider und Heisele gut unterwegs

Für Marcel Schneider und Sebastian Heisele lief es bei der European-Open-Premiere auf deutschem Boden solide. Schneider notierte nach drei Birdies und einem Bogey die 69 (-2) und liegt auf T57, Heisele einen Schlag dahinter. Für die verbliebenen drei Deutschen lief es suboptimal: Amateur Max Rotluff und Mo Lampert liegen nach 73er-Runden (+2) auf T125, ganz bitter kam es für den Routinier Sven Stüver: +13, letzter Platz, ein Tag zum Vergessen.

Quick Facts zur Porsche European Open

European Tour Porsche European Open
Platz Golf Resort Bad Griesbach, Bad Griesbach, Deutschland, 6574 Meter, Par 71
Preisgeld Preisgeldpool: 2.000.000 Euro
Titelverteidiger Christian Cévaer (2009), Zweitplatzierte: Gary Orr, Alvaro Quiros, Steve Webster
Headliner Bernhard Langer, Hunter Mahan, Graeme McDowell, Bernd Wiesberger, Miguel Angel Jiménez
Deutsche Starter Sebastian Heisele, Stephan Jäger, Philipp Mejow, Marcel Schneider, Sean Einhaus, Sven Strüver, Maximilian Kieffer, Bernhard Langer, Moritz Lampert, Florian Fritsch, Bernd Ritthammer, Maximilian Rottluff (a)


European Open - Spieler, Stimmen, Stimmung

Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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