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Porsche European Open: Deutscher Amateur mit genialem Finish bei McEvoy-Sieg

Der Amateur Allen John sorgt für eine Sensation und Richard McEvoy sichert sich den Titel bei der Porsche European Open 2018.

Der deutsche Amateur Allen John (li.) zeigt eine sensationelle Finalrunde und Richard McEvoy gewinnt die Porsche European Open 2018. (Foto: Getty)
Der deutsche Amateur Allen John (li.) zeigt eine sensationelle Finalrunde und Richard McEvoy gewinnt die Porsche European Open 2018. (Foto: Getty)

Nachdem der Wettergott vor dem großen Finale der Porsche European Open 2018 ein Erbarmen mit den Profis hatte und am Vorabend die Schleusen für einen kräftigen Regenguss öffnete, konnten die Spieler bei traumhaften und angenehmen Temperaturen um die 25 Grad und strahlendem Sonnenschein auf die letzte Runde gehen. Bei vermeintlich einfacheren Bedingungen vermutete selbst der Turnierveranstalter tiefe Scores. "Ich denke heute werden wir ein Birdiefestival erleben und die Jungs an der Spitze werde noch einmal eine ordentliche Schippe drauflegen. Dies waren die Worte von Dominik Senn bevor die letzten Profis in den Finaltag starteten.

Der Green Eagle Porsche Nordkurs machte seinem Spitznamen "Green Monster" dann jedoch alle Ehre und verlangte den Spielern zum Abschluss noch einmal all ihr Können ab. Es entwickelte sich ein spannender und hochklassigen Schlagabtausch, der jedoch kein Birdiefestival bot. Vielmehr kämpften die gestandenen PGA-Tour-Profis um Patrick Reed, Bryson DeChambeau und Paul Casey um Pars und auch die Stars der European Tour mussten ordentlich "scramblen", um oben dran zu bleiben.

Richard McEvoy gewinnt die Porsche European Open 2018

Der Engländer Richard McEvoy hat es bei der Porsche European Open 2018 fertiggebracht einen "Back-to-Back" Sieg einzufahren. Der 39-Jährige Engländer sicherte sich nur eine Woche nach seinem Sieg auf der "zweitklassigen" Challenge Tour den Titel in Europas höchster Spielklasse. Auf dem Green Eagle Porsche Nordkurs zeigte er dabei die konstanteste Leistung in der Spitzengruppe und setzte sich gegen Hochkaräter wie Bryson DeChambeau, den amtierenden Masters-Champion Patrick Reed und Paul Casey durch.

Der Routinier, der bereits 126 European-Tour-Turniere bestritten hat, musste am Finaltag zwar auch fünf Bogeys wegstecken, doch kämpfte er sich immer wieder zurück und zeigte am Ende eine 73er Runde. Da sein ärgster Verfolger und Flightpartner im Finale, Bryson DeChambeau nur eine 78er Runde spielen konnte, ging der Sieg letztlich an McEvoy. Es ist der erste auf der European Tour für den Engländer, der bisher drei Siege auf der Challenge Tour erringen konnte.



McEvoy sorgte besonders zum Ende der Runde noch einmal für gehörig Spannung als er an Loch 17 nur das Bogey notierte. Auf einmal lag er mit dem grandios aufspielenden deutschen Amateur Allen John, dem Schweden Christofer Blomstrand und dem Italiener Renato Paratore in der geteilten Führung und es sah kurz vor dem Ende der Finalrunde nach einem Stechen aus. Am Ende lochte er jedoch einen langen Putt zum Birdie an Loch 18 und ließ seiner Freude freien Lauf.

McEvoy zeigte sich begeistert aber auch erschöpft. "Es ist einfach unglaublich. Das war heute eine wahnsinnige Achterbahnfahrt und dann dieses Birdie an Loch 18 - einfach unglaublich. Ich habe letzte Woche auf der Challenge Tour gewonnen und nun hier. Das hätte ich niemals erwartet und jetzt habe ich es nach 17 Jahren auf der Tour endlich geschafft zu gewinnen. Ich bin einfach nur begeistert und glücklich."



Allen John krönt großartige Porsche European Open 2018

Eine wahrlich großartige Woche bei der Porsche European Open 2018 krönte der deutsche Amateur Allen John am Finaltag. Der Spieler aus dem GC St. Leon-Rot verbesserte sich abermals um einige Plätze und eroberte zum Ende hin gar die Top 10. Den Titel als bester Amateur hat er so oder so sicher bei der diesjährigen Porsche European Open aber auch der Titel als bester deutscher Spieler im Feld gehört ihm.

Den Grundstein für diesen krönenden Abschluss legte John einmal mehr vom Tee. Mit unglaublich langen und präzisen Abschlägen erarbeitete er sich immer wieder gute Chancen die Fahnen direkt und aggressiv zu attackieren. Der Lohn dafür waren einige gute Birdiechancen. John nutzte von diesen sechs an der Zahl und wich nur einmal negativ vom Platzstandard ab. Bedeutet in der Endabrechnung für den 30-Jährigen ein Ergebnis von zehn Schlägen unter Par für das Turnier, was zu einem sensationellen geteilten zweiten Rang führt.





Der Goldmedaillen-Gewinner der Deaflympics 2017 zeigte sich ob dieser Vorstellung und nach diesem, für ihn grandiosen Event, dementsprechend auch begeistert und glücklich. "Die Runde war natürlich sensationell heute und ich hatte riesig Spaß meine besten Schläge zu zeigen heute." Angesprochen auf das nicht abrufbare Preisgeld als Amateur zeigte sich der 30-Jährige ganz locker. "Es ist natürlich schade eine sechsstellige Summe liegen zu lassen aber die Erfahrung hier bei der Porsche European Open 2018 und die Atmosphäre entschädigen dafür und waren großartig." Für die Zukunft hat John ebenfalls schon Pläne.

 

In der Golf Post App haben wir die Szenen nach Allen Johns Runde an Loch 18 festgehalten. (Foto: Golf Post)

In der Golf Post App haben wir die Szenen nach Allen Johns Runde an Loch 18 festgehalten. (Foto: Golf Post)

"Ich habe hier eine Menge Selbstvertrauen mitnehmen können und mich mit den besten der Welt, die hier am Start waren, messen können und werde jetzt weiter an meinem Spiel arbeiten, um die Profikarriere noch einmal in Betracht zu ziehen und dort dann voll anzugreifen." Für ein das Highlight sorgte John jedoch am Ende unseres Interviews. Auf die Frage, ob er schon "volle Pulle Attacke" gegeben habe, antwortete John: "Nee, noch nicht ganz!". Demnach dürfen wir alle uns auf weitere Spektakel vom DGL-Spieler aus St. Leon-Rot freuen.

Matthias Schwab verpasst den Sieg bei der Porsche European Open 2018

Einer der Profis, die es eben nicht schafften die Pars zu retten, war der Österreicher Matthias Schwab. Der junge Österreicher, der in seiner ersten Saison auf der European Tour unterwegs ist, war als geteilter Zweiter an der Seite des amtierenden Masters-Champions Patrick Reed in den Finaltag gestartet und musste bereits früh abreißen lassen. Während die Spitzengruppe die Taktzahl erhöhte, blieb der Rookie auf der Strecke. Bogeys an den Löchern 2, 6 und 8 und gar ein doppelter Schlagverlust an Loch 4 sorgten für ein frühes Ende seiner Siegchance.

Da halfen auch die beiden Birdies gegen Ende der Front Nine nicht mehr viel, da sich die Spitze zu diesem Zeitpunkt schon auf vier Schläge davongemacht hatte. Dennoch beendete Schwab das Turnier mit einem ordentlichen Ergebnis von und bestätigt damit den guten Eindruck in seiner ersten Saison in Europas höchster Spielklasse. In Zukunft muss es dann nur noch auch auf den Finalrunden klappen.


Deutsche Spieler schwächeln beim Finale der European Tour

Die Vorstellung der weiteren deutschen Spieler neben Allen John war am Finaltag nicht berauschend. Zusehends hatten sie mit den Gegebenheiten auf dem Green Eagle Porsche Nordkurs zu kämpfen. Max Kieffer, Marcel Siem, Philipp Mejow, Jonas Kolping und Benedict Staben konnten sich allesamt nicht mehr verbessern und zeigten durchweg Runden über Par.

Der junge Berliner Philipp Mejow zeigte sich dennoch glücklich, ob dieser erfreulichen Turnierwoche. "Es waren super viele Freunde von mir heute mit auf der Runde und ich habe auch direkt mit einem Birdie gestartet. Dann ist es mir etwas entglitten aber das Finish war noch einmal spitze auch wenn ich auf einen etwas anderen, positiveren Abschluss gehofft hatte. Ich habe dennoch mega viel Spaß gehabt diese Woche und es ist einfach ein geniales Event."

Max Kieffer bewertete seine Finalrunde derweil als nicht sonderlich gut, war aber mit dem Turnier grundsätzlich zufrieden. "Ich habe an den ersten drei Tagen wirklich gut gespielt und war zufrieden. Heute bin ich jedoch etwas niedergeschlagen und es war teilweise frustrierend dort draußen. Aber insgesamt ist es OK und ich bin zufrieden wo es momentan hingeht mit meinem Spiel." Für den deutschen Amateur Allen John freute sich Kieffer. "Ich kenne Allen schon seit dem ich 15 Jahre alt bin und es ist einfach ein großartiger Start für ihn in die nächste Etappe seiner Karriere. ich freue mich mit ihm in den nächsten Jahren auf der Tour vielleicht wieder mehr Zeit verbringen zu können."


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