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European Tour: DeChambeau bleibt in Führung – Verfolger formieren sich

Patrick Reed dreht auf, Philipp Mejow nimmt die Spitze in's Visier und Matthias Schwab überrascht. Bryson DeChambeau ist der Gejagte. Der Stand nach Runde 2 der Porsche European Open 2018.

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Bryson DeChambeau verteidigt die Führung am zweiten Tag der Porsche European Open 2018. (Foto: Getty)

Bei erneut heißen Temperaturen um die 35 Grad vor den Toren Hamburgs stand eine erneute Hitzeschlacht auf dem Green Eagle Porsche Nordkurs an. Der Texaner Patrick Reed schien die Temperaturen am Vormittag am besten wegzustecken und wurde seiner Favoritenrolle am zweiten Tag der Porsche European Open 2018 gerecht. Nur Bryson DeChambeau, Matthias Schwab und Richard McEvoy verdrängten den Masters-Champion von der Spitze. In die Verfolgung der Führenden brachte sich zudem ein weiterer deutscher Spieler ein.

David gegen Goliath an der Spitze der Porsche European Open 2018

Bryson DeChambeau führte das Turnier in Hamburg nach Runde 1 mit sechs Schlägen unter Par an. Von der Spitze verdrängt wurde der US-Amerikaner am zweiten Tag jedoch nur kurz. Mit sechs Birdies und zwei Bogeys spielte sich Bryson DeChambeau am Nachmittag zurück in die Führung, die er zuvor am Vormittag an Patrick Reed verlor. Mit dem Gesamtergebnis von -10 startet DeChambeau mit einem Schlag Vorsprung vor seinen Verfolgern in den Moving Day.

Die meiste Zeit der zweiten Runde lieferte der "Golf-Professor" ein Kopf an Kopf rennen mit Mathias Schwab. Ein Duell wie es nicht ungleicher sein könnte. DeChambeau spielt äußerst erfolgreich auf der PGA Tour, während Mathias Schwab seine ersten kleineren Erfolge auf der European Tour feiern kann. Der 23-Jährige Österreicher zeigte sich bisher in bestechender Form bei der Porsche European Open 2018. Die bogeyfreie Runde von fünf Schlägen unter Par an Tag zwei bringt der aufstrebenden Stern am österreichischen Golfhimmel auf den geteilten zweiten Platz mit Richard McEvoy. Die beiden Verfolger liegen nur einen Schlag hinter dem Führenden US-Amerikaner.



Patrick Reed gibt Vollgas bei der Porsche European Open 2018

Nachdem der Amerikaner Patrick Reed am ersten Turniertag der Porsche European Open 2018 noch verhältnismäßig zurückhaltend gestartet war, sollte in der zweiten Runde ein wahres Feuerwerk folgen. Die bisher beste Turnierrunde seines Landsmanns Bryson DeChambeau egalisierte er und notierte eine 66. Mit sieben Birdies und nur einem Schlagverlust war es eine hervorragende Runde, die sich besonders zum Ende der Back Nine des Green Eagle Porsche Nordkurses gut anschauen ließ.

Drei Unterspielungen in Folge von Loch 15 bis 17 legten den Grundstein für Reeds ebenso starke zweiten neun Löcher. Der Augusta-Bezwinger war auf Loch 10 gestartet und sorgte auch nach dem Turn für Spektakel. Die Führung konnte Reed damit zwar nur zeitweise übernehmen, bringt sich jedoch vor dem Wochenende in eine mehr als gute Ausgangsposition bringen.



Der Schlüssel dazu lag laut Reed in seinem verbesserten Eisenspiel. "Ich habe zum Auftakt nur die Hälfte aller Grüns in Vorgabe getroffen und in Runde zwei nur drei verfehlt. Das Spiel hat sich dadurch viel besser angefühlt und ich hatte wesentlich mehr Chancen." Der Texaner sah aber auch noch Verbesserungspotenzial, speziell vom Tee. "Nachdem ich in Runde 1 drei Fairways treffen konnte, habe ich mich heute auf vier verbessert. Aber Sie merken selbst, es gibt noch Luft nach oben." Wie diese "Luft nach oben" genau aussieht können Sie natürlich LIVE bei uns verfolgen.

Philipp Mejow genießt "Heimspiel" bei der Porsche European Open 2018

Der deutsche Challenge-Tour-Profi Philipp Mejow schwang sich am Vormittag des zweiten Tages der Porsche European Open 2018 zum ernstzunehmenden Verfolger von Bryson DeChambeau auf und zauberte die zweite 69 auf den Green Eagle Porsche Nordkurs. Der 30-Jährige zeigte erneut ein sehr solide und beeindruckend ruhige Vorstellung mit vier Birdies und einem Schlagverlust. Auf die gute Ausgangsposition vor dem Wochenende angesprochen, zeigte sich der Berliner glücklich.


"Ich genieße es hier zu spielen und meine Familie und Freunde dabei zu haben. Ich wohne nur zweieinhalb Stunden entfernt und es ist ein Heimspiel." Sein Spiel beschrieb Mejow als zum Platz passend. "Ich haue den Ball sehr weit und habe einige Pars gerettet und meine Birdiechancen fast immer genutzt. Ich freue mich riesig darauf hier mit einer Chance am Wochenende an den Start gehen zu können."

Marcel Siem ist "enttäuscht"

Nach der 71er Runde vom Vortag, war der Plan für Marcel Siem klar. Ein gutes Ergebnis an Tag 2 war alternativlos. Auf den Front Nine spielte Siem drei Birdies und zwei Bogeys. Auch die Back Nine spielte der Deutsche in einem Schlag unter Par. Im Anschluss an seine Runde zeigte sich der 38- Jährige wenig begeistert. "Ich bin etwas enttäuscht." So schob auf dem 18. Loch einen kurzen Birdie Putt vorbei. Am Ende stand ein Tagesergebnis von -2. Zum Wochenende reicht das Ergebnis zwar, der Rückstand auf die Spitze ist jedoch enorm.





Max Kieffer und Sebastian Heisele bleiben den Top 10 auf den Fersen

Für Maximilian Kieffer verlief die zweite Runde unspektakulär. Das Tagesergebnis von -1 bedeutet den geteilten 18. Rang. Zusammen mit Sebastian Heisele liegt Kieffer nur zwei Schläge außerhalb der Top 10. Die beiden Deutschen werden am Moving Day die Spitze attackieren und wollen auf Philipp Mejow aufschließen. 

Welche deutschen Spieler sind im Wochenende?

Neben den oben genannten deutschen Spielern qualifizierten sich drei weitere Spieler für's Wochenende. Der Amateur Allen John, Jonas Kolbing und Benedict Staben schafften den Cut, der am Ende der Runde bei Even Par lag. Die Liste der deutschen Spieler, die den Cut verpassten, ist lang. Insgesamt schafften es elf Spieler nicht Even Par oder besser zu spielen. Darunter Dennis Meyerrose, Florian Fritsch, Hinrich Arkenau, Alex Knappe, Max Schmitt, Max Kramer, Hurly Long, Niklas Adank, Fabian Becker, Georg Schultes und Marcel Schneider. Schneider trat aufgrund von Handgelenksproblemen nicht zur zweiten Runde an.

Porsche European Open und Alex Levy? Das passt!

Kaum ein anderer Profi hat der Porsche European Open in den letzten Jahren seinen Stempel so aufgedrückt wie es der Franzose Alex Levy getan hat. Mit einem Sieg 2016 in Bad Griesbach und einem knapp verpassten Sieg im Stechen 2017 ist der 27-Jährige auch 2018 wieder on Fire. Seiner 69 zum Auftakt ließ Levy eine 68 folgen, die ihn in die Spitzengruppe brachte. Seine Statistik bei der Porsche European Open lässt sich demnach auch mehr als sehen.

Das Bild des Tages von der Porsche European Open 2018

Die Hitzeschlacht bei der Porsche European Open 2018 vor den Toren Hamburgs geht weiter:

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