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Porsche European Open Finale: Premierensieger und Knappe-Show

Der Engländer Jordan Smith gewinnt die Porsche European Open in einem dramatischen Stechen. Alexander Knappe wird bester Deutscher.

Jordan Smith gewinnt die Porsche European Open, während Alexander Knappe stark aufspielt zum Abschluss. (Foto: Getty)
Jordan Smith gewinnt die Porsche European Open, während Alexander Knappe stark aufspielt zum Abschluss. (Foto: Getty)

Der Finaltag der Porsche European Open begann genauso wie die vorherigen. Sehr früh gestartet, wurden die Spieler vom Regen ausgebremst und erst einmal zurück ins Clubhaus gerufen. Das angekündigte Unwetter zog jedoch glücklicherweise rasch vorüber und erlaubte eine unterbrechungsfreies Spiel ab 10:30 Uhr. Ein großartiges Turnier fand damit glücklicherweise einen würdigen Abschluss, der aus deutscher Sicht noch besser hätte ausfallen können und mit 14.500 Zuschauern am Finaltag auch überaus gut besucht war.

Jordan Smith gewinnt bei Porsche European Open sein erstes ET-Turnier

Als Führender in den Finaltag der Porsche European Open gegangen, wollte es für den Engländer Jordan Smith lange nicht ganz rund laufen. Wo am Vortag noch zahlreiche Birdies fielen, musste sich Smith im Finale lange mit einem Ergebnis von Even Par begnügen. Erst pünktlich zur Entscheidung war der Challenge-Tour-Aufsteiger voll da und spielte sich ausgerechnet an Loch 18 auf einen Schlag unter Par.

Genau dieses Ergebnis rettete ihn schließlich in ein Stechen mit dem Vorjahressieger Alexander Levy. In diesem ging Smith auf der 18. Bahn erneut aggressiv zu Werke und griff das Par 5 mit dem zweiten Schlag an. Das erste Extraloch konnte Smith jedoch aufgrund eines Drei-Putts nur mit Par beenden, was ob des ausgeflippten Birdie-Putts von Levy jedoch bedeutete, dass es erneut auf die 18. Bahn ging. Im nunmehr dritten Anlauf wurde Smith dann endlich für sein abermaliges Angreifen belohnt. Den zweiten Schlag aus dem Rough in Richtung Grün feuernd, verfehlte er dieses nur um Zentimeter.




Levy musste derweil vom Cartweg wegdroppen und konnte seinen zweiten Schlag nur vorlegen. Am Ende sicherte sich Smith mit dem Birdie seinen ersten European-Tour-Sieg und krönte sich zum neuen Porsche European Open Champion. Levy verpasste es den Titel zu verteidigen, wird aber auch mit Rang zwei in der Reflektion zufrieden sein. Ähnlich wird es Alexander Knappe ergehen, der zum Abschluss stark aufspielte.

Alexander Knappe kämpft um den Sieg bei der Porsche European Open

Vom frühen Regen unbeeindruckt, erspielte sich der Paderborner früh zahlreiche Birdiechancen, die er gekonnt zu nutzen wusste. Auf der schwer zu spielenden Back Nine gestartet, lochte Knappe Birdie um Birdie und schoss sich nach neun Löchern und insgesamt fünf Schlaggewinnen nah an die Spitze.

Auf den vermeintlich leichteren Front Nine des Green Eagle GC ging es dann auch direkt munter weiter. Zwei weitere Birdies und der Challenge-Tour-Aufsteiger lag plötzlich auf dem geteilten dritten Rang, nur einen Schlag hinter der Spitze. An dieser wurde nicht besonders tief geschossen, so dass die Chancen für Knappe zu steigen schienen. Den Blick auf das Leaderboard werfend, nach einem stark gerettet Par an seinem 13. Loch, wusste Knappe was die Stunde geschlagen hatte. Es zählten nur noch Birdies für den Sieg und so ging die Jagd auf die Fahnen munter weiter. Genau diese Jagd wurde dem sympathischen Ostwestfalen aber schließlich zum Verhängnis. An Loch 6 des Green Eagle GC missglückte der Abschlag und landete im Steinbunker. Dort mit einer unglücklichen Lage zum Halten gekommen, folgte schließlich die einzige Fehlentscheidung des Tages, wie Knappe auch im Interview mit Golf Post nachher zugab. "Ich habe bei diesem Schlag zu viel riskiert und die Fahne angegriffen, obwohl man hier nicht einmal vom Fairway die Fahne angreift. Ich wusste ich brauche noch circa vier Birdies für eine Chance auf den Sieg und ich bin einfach ein Spieler, der voll auf Angriff spielt." Unglücklich war dementsprechend das Doppelbogey zu Stande gekommen, aber die hervorragende Schlussrunde sollte es damit keineswegs schmälern. Knappe schließt die Porsche European Open 2017 damit bei insgesamt acht Schlägen unter Par auf dem geteilten 12. Rang ab und nimmt die Gewissheit mit, dass er auf der European Tour um Siege mitspielen kann.

Sebastian Heisele spielt sich ebenfalls in die Top 20 der Porsche European Open

Ebenso wie Alexander Knappe konnte Sebastian Heisele ein erfolgreiches Finish feiern. Nicht ganz mit fünf Schlägen unter Par wie sein deutscher Kollege erspielte sich Heisele nichtsdestotrotz mit einer 70er Runde ein Gesamtergebnis von sieben Schlägen unter Par. Damit rundete auch der zweite Challenge-Tour-Aufsteiger eine erfolgreiche Woche ab und zeigte, dass er oben mitmischen kann auf der European Tour. Heisele feiert mit dem geteilten 17. Rang sein bestes Saisonergebnis in Europas höchster Spielklasse und wird einiges an Rückenwind mitnehmen, um die Tourkarte in den nächsten Monaten zu sichern und weiter anzugreifen. Bevor es damit jedoch losgeht, steht erst einmal etwas Urlaub und Entspannung auf dem Programm, wie Heisele im Interview nach der Runde verriet.

Siem, Kieffer und Arkenau unter ihren Möglichkeiten am Finaltag

Sie wollten sich mit einer guten Leistung aus dem Turnier verabschieden und zum Abschluss der Porsche European Open nochmal voll angreifen. Die Rede ist von Maximilian Kieffer, Hinrich Arkenau und Marcel Siem, die allesamt nichts mehr mit dem Sieg zu tun hatten. Aus den erfolgreichen und versöhnlichen Finalrunden wurde es indes aber auch nichts mehr. Allesamt blieben sie über Par und konnten dementsprechend keinen Boden mehr gutmachen. Marcel Siem schaffte es sogar an Loch 17, wo ihm am Moving Day noch ein sensationelles Hole-in-One gelungen war, ein Doppelbogey nachzulegen. Ein Verlauf also, der die letzten Wochen und die letzten Runden von Marcel Siem sehr treffend zusammenfasst und sicherlich Seltenheitswert hat. Maximilian Kieffer und Hinrich Arkenau konnten derweil die Bogeys nicht vermeiden und kamen mit Ergebnissen von zwei unter Par (Kieffer) und drei über Par (Arkenau) für das Turnier ins Clubhaus. Kieffer blickte im Golf Post Interview nach der Runde jedoch direkt wieder nach vorne und kündigte an in Bad Griesbach beim Paul Lawrie Matchplay Ende August wieder voll anzugreifen.


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  1. so schnell und doch prägnant, gekonnt und unterhaltsam – danke :-)

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