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Historisches Debakel für Tiger Woods bei Phoenix Open

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30. Jan 2015
Ein Blick, der alles sagt - Tiger hat sein Comeback 2015 mal so richtig vergeigt. (Foto: Getty)
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Mit elf über Par spielt Tiger Woods den schlechtesten Score seiner Profi-Karriere und wird Letzter bei der Phoenix Open.

Seine Rückkehr zur Phoenix Open hätte sich Tiger Woods mit Sicherheit anders vorgestellt. Das erste mal seit 2001 eröffnete er sein Golf-Jahr beim Turnier des lautesten Lochs im Golf, und der 14-fache Major-Champion liegt nach zwei Runden auf dem 131. Rang, markiert damit fast das Ende des Leaderboards und verpasst den Cut. Passend zum verregneten Himmel über Arizona spielte Woods, nicht nur gemessen an seinem Potenzial und seinen eigenen Ansprüchen, unterirdisch. Neben all den miesen Statistiken stellte er außerdem zwei Negativ-Rekorde auf: Er spielte mit elf über Par die schlechteste Runde seiner Profi Karriere, und stellte zusätzlich mit 44 Schlägen seinen schlechtesten Neun-Loch-Score ein; nur 2013 in Runde drei des Memorial Tournament gelang ihm ähnlich wenig.

An der Spitze des Feldes, auf die Woods nach zwei Runden 23 Schläge Rückstand hat, steht der Schotte Martin Laird (-10) vor dem Amerikaner Daniel Berger (-8) und Justin Thomas (-7). Dahinter, bei -6, lauert unter anderem Bubba Watson auf seine Chance. Zu Tigers prominentesten am Cut (+1) gescheiterten Kollegen zählen Phil Mickelson (+3) und Jason Dufner (+3). Die letzten Löcher der zweiten Runde werden am Samstag beendet, da sie aufgrund der einsetzenden Dunkelheit unterbrochen werden musste.


Tiger Woods ausgebuht bei Phoenix Open

Dass man am berühmten 16. Loch der Phoenix Open ausgebuht wird, wenn man das Grün nicht trifft, das ist weithin bekannt. Sollte Tiger Woods darauf gehofft haben, verschont zu werden, wurde er in der zweiten Runde eines besseren belehrt: Nach dem frenetischen Jubel, als er in das „Stadium-Hole“ eintrat, folgte ein gellendes „Buuuh“, als sein Ball im Bunker landete. Ein weiteres, als der Bunkerschlag deutlich zu kurz blieb – und erneut ein Jubelmeer, als der Par-Putt aus sieben Metern im Loch verschwand. Es war eins der rar gesäten Highlights auf seiner Runde.

Denn die war vor allem geprägt von weit verfehlten Fairways, noch weiter verfehlten Grüns, Strafschlägen und schlechten Chips und Pitches. Es war ein Tiger Woods, der – was viele nie für möglich gehalten hätten – auf dem Golfplatz auseinanderbrach, in alle seine Einzelteile, kaum mehr fähig einen Schlag auszuführen. Woods war auf der Zehn gestartet und lag bereits nach sechs gespielten Löchern sechs Schläge über Par, dank Doublebogey-Triplebogey-Serie auf 14 und 15. Mit zwei Bogeys beendete er seine erste Rundenhälfte, nach 13 gespielten Löchern lag Tiger Woods schon zehn Schläge über Par.

Keine Gnade für Tiger Woods

Auf seinem 14. Loch, Loch Fünf, spielte Tiger sein erstes Birdie – und ließ gleich wieder zwei Bogeys folgen. Es schien, als hätten sich Himmel und Hölle gegen die ehemalige Langzeit-Nummer-Eins der Welt verschworen. Am Ende wurde es eine 82 und der alleinige letzte Platz für den 39-Jährigen.

Der Auftritt wirft viele Fragen auf, denn eines ist klar, Tiger Woods hat sicherlich nicht das Golfspielen verlernt. Hapert es auf mentaler Ebene, hat er den Kopf nicht frei? Ist die Zusammenarbeit mit Schwung-Berater Chris Como doch nicht so produktiv, wie Tiger gegen Ende des vergangenen Jahres erklärte? Oder war diese Runde eine Außnahme, und bald spielt er wieder um Siege mit? Für die Saison 2015 bleiben viele Erzählstränge offen, die darauf warten, geschrieben zu werden.

Spektakulärer Putt von Rickie Fowler

Für einen besonderen Moment sorgte Rickie Fowler in seiner zweiten Runde. Der Shooting Star versenkte am dritten Loch seinen dritten Schlag aus über 20 Metern zu einem sensationellen Eagle. Fowler liegt bei Even Par auf T55.

Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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