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Phil Mickelson nach erneut verpasstem Cut: „Bin total fertig“

09. Feb 2015
Phil Mickelson ist nach dem nächsten verpassten Cut bei der Farmers Insurance Open alles andere als zufrieden mit seinem Spiel. (Foto: Getty)
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„Lefty“ hadert mit „jämmerlichem Putten“, Couples wird wohl bald Kapitän und ein Gehbehinderter marschiert 18 Loch. Die Back Nine.

Die Aufregung um Tiger Woods hat überlagert, dass auch ein anderer Superstar derzeit neben der Spur ist: Phil Mickelson hat in der Winterpause geackert und trainiert wie selten zuvor, Diät gehalten und Gewicht verloren – und bei der Farmers Insurance Open zum zweiten Mal in Folge einen Cut verpasst. Das ist ihm letztmals 2002 passiert. Während Woods seine Glutaeus-Muskeln nicht aktiveren konnte, blieb beim Meister des Kurzspiels der kürzeste Schläger eiskalt. „Mein Putten ist jämmerlich“, sagte Mickelson ausgerechnet in Torrey Pines nahe seiner Geburtsstadt San Diego, wo er den Platz seit seiner Kindheit kennt: „Wenn ich nicht auf das Niveau von 2013 zurück komme, weiß ich nicht, was ich machen werde. Es ist frustrierend. Ich bin fertig und ratlos.“ Und schon sind die Stimmen wieder da, die sich fragen, was im Golfsport wohl nach den polarisierenden Galionsfiguren Woods und Mickelson kommt?

Sicherheitsdienstler will Schadenersatz von Woods

Rutschgefahr: Ein Mann vom Sicherheitsdienst, der die Villa von Tiger Woods in Jupiter/Florida bewacht, hat den Golfer auf Schadenersatz verklagt. John Davis war bei einem Rundgang über das Anwesen auf einem von der Sprinkleranlage überfluteten Marmorweg ausgeglitten, hatte sich schwer am Knie verletzt und macht Woods verantwortlich. Als Besitzer hätte er für das Abschalten der Anlage sorge tragen müssen.


Couples wäre „liebend gern“ Ryder-Cup-Kapitän

Freddie for Captain! Die Anzeichen verdichten sich, dass Fred Couples tatsächlichAmerikas nächster Ryder-Cup-Teamchef wird. „Ich würde es liebend gern machen“, sagte der 54-Jährige in Torrey Pines. „Aber wer auch immer Kapitän wird: Es ist jemand, den die Spieler wollen.“ Und die hat Couples definitiv hinter sich. Der Fan der Seattle Seahawks war als Gast zur „Farmers“ gekommen, um nach dem Super-Bowl-Sieg der New England Patriots ein paar Wettschulden, u. a. auch bei Tiger Woods‘ Caddie Joe LaCava, zu bezahlen.

Vor 44 Jahren: Golf auf dem Mond mit drei Bällen

Weil’s ein besonderer Jahrestag ist: Vergangenen Freitag vor 44 Jahren, am 6. Februar 1971, spielte Alan Shepard sein legendäres Golf auf dem Mond. Der Kommandant von Apollo 14 hatte den Kopf eines Sechsereisens von Wilson in einer Socke an Bord geschmuggelt und diesen an einem Werkzeugstiel befestigt. Es waren übrigens – entgegen mancherlei Angaben – drei Bälle! Sagt die NASA und bestätigt Shepard selbst: „Den ersten habe ich verfehlt, der zweite flog vielleicht ein paar hundert Yards, der dritte aber über 400 Yards [365 Meter], was für ein Eisen sechs nicht so schlecht ist!“

Dreifacher Majorsieger Billy Casper gestorben

Ein zu wenig gewürdigter Großer ist gegangen: Billy Casper, Gewinner der US Open 1959 und 1966 sowie Masters-Champion 1970 erlag im Alter von 83 Jahren in seinem Haus in Springville/Utah einem Herzschlag. Der 51-fache PGA-Tour-Sieger ist mit 23,5 Zählern aus acht Teilnahmen immer noch punktbester US-Ryder-Cupper.

Martin Keskari gewinnt in Marrakesch

Rookie-Erfolg: Neuprofi Martin Keskari (22) hat die Open Samanah auf der Pro Golf Tour gewonnen. In Marrakesch setzte sich der 22-jährige Frankfurter mit einem Schlag Vorsprung auf Philipp Mejow (Berlin) durch.

Angeblich Behinderten beim Golf erwischt

Überführt: Alan Bannister aus Barry/Wales hat fünf Jahre lang Behindertenunterstützung wegen Arthritis kassiert, weil er angeblich „keine 50 Meter am Stück“ laufen kann. Parallel gewann er allerdings etliche Turniere in seinem Golfclub. Die zuständige Behörde bekam einen Tipp und hat den 54-Jährigen heimlich gefilmt, als er die 18-Loch-Runde zu Fuß in knapp 4,5 Stunden absolvierte und dabei sein Bag auf einem Trolley zog. Bannister droht nun sogar Gefängnis.

Golfförderung auf dem ältesten Platz der Welt

Lebendige Vergangenheit: Der Golfplatz von North Inch in der schottischen Grafschaft Perthshire, älteste Golfanlage der Welt und „Spielwiese“ von Schottlands König James IV, der 1502 das Golf-Verbot von 1457 aufhob, erhält einen zusätzlichen Sechs-Loch-Parcours, um Golf als Breitensport zu fördern. Erwachsene spielen für 3,50 Pfund (4,70 Euro), Jugendliche für 2,50 Pfund (3,40 Euro), eine vierköpfige Familie für zehn Pfund (13,50 Euro). Das Jugendtraining ist kostenlos.

Hindernisregel gilt auch im Winter

Zum Abschluss ein Tipp für Golf im Winter: Auch wenn Boden und Teich gefroren sind, die Regel 13-4 (Ball im Hindernis, Unzulässige Handlungen) gilt weiterhin. Der Golfer im Video zeigt anschaulich, wie man’s nicht machen sollte. Das sind jetzt wie viele Strafschläge?

Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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1 LESER-KOMMENTAR

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  1. Detlef Müller

    Jeder Golfer träumt von einem Wunderschlag. Leider gibt es die ganz selten

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