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Phil Mickelson: „Augusta National fehlt es an Feuer!“

11. Apr 2015
Phil Mickelson beklagt wie viele andere Spieler, dass Augusta National 2015 bislang zu leicht ist. (Foto: Getty)
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Dies und das vom Masters: Auch Woods hofft auf härteren Platz, Altmeister erstaunen diesmal nicht, Crenshaw mit Liebeserklärung.

Augusta National ist dieses Jahr zu brav! Das sagen jedenfalls viele Spieler nach den ersten beiden Masters-Tagen. Phil Mickelson brachte es auf den Punkt: „Natürlich kommt es immer noch auf die richtigen Anspielwinkel an, aber dem Platz fehlt es momentan an Feuer!“ Was keineswegs die Leistung von Jordan Spieth schmälern soll. Aber: „Die Bedingungen müssen härter werden, wenn wir ihn noch kriegen wollen“, sagte Mickelson, der acht Schläge Rückstand hat.

Will heißen: Augusta National mit seinen berüchtigten Parkett-Grüns spielt sich deutlich weicher als in früheren Jahren. Die nächtlichen Regenfälle machen den Boden nachgiebig, das Gras ist extrem fett und wächst zwischen dem morgendlichen Cut und dem Mähen am Nachmittag schnell nach, das Mehr an Schnitthöhe auf den Fairways (um langes Ausrollen der Bälle zu vermeiden) tut ein Übriges. Die 17 Eagles am Freitag, die den Rekord von 2009 einstellten, sprechen eine deutliche Sprache. Sogar Tiger Woods hat schon dafür plädiert, dass Augusta National die Warmluftleitungen unter den Grüns aktiviert, damit der Belag mehr austrocknet.


Rory McIlroy und Tiger Woods geben nicht auf

Optimist: Rory McIlroy hat die diesjährige Jagd auf den Karriere-Grand-Slam noch nicht aufgegeben. „Ich brauche zwei phänomenale Runden und Jordan [Spieth] müsste ein paar durchschnittliche Runden spielen“, sagt der Weltranglistenerste und einstige Masters-Top-Favorit über seine Aussichten fürs Wochenende. Auch Tiger Woods liegt nach seiner Freitags-69 („Ich bin stolz, dass ich das hingekriegt habe“) zwölf Schläge hinter Spieth und ist noch zuversichtlich: „Bei 36 noch zu spielenden Löchern kann alles passieren. Denkt nur an 1996!“ Damals fing Nick Faldo auf der Schlussrunde noch Greg Norman ab, der Australier hatte mit sechs Schlägen geführt.

Karriere-Grand-Slam im Schlägerzerbrechen?

Stenson-Slam? Henrik Stenson scheint einen Hang zum Jähzorn zu haben. Der Schwede demoliert schon mal Spindtüren (BMW Championship 2013), lässt den Frust aber bevorzugt an seinen Schlägern aus. Angesichts des gestrigen Ausrasters auf der 15 spottet sogar die PGA Tour auf ihrer Webseite, dass Stenson nach den Wutanfällen bei der US Open 2011 und bei der British Open 2014 nunmehr drei Viertel des Karriere-Grand-Slams im Schlägerzerbrechen absolviert habe.

Nur zwei Runden für die erstaunlichen Altmeister

Freies Wochenende: Was haben wir beim Masters 2014 über die Altmeister gestaunt! Miguel Ángel Jiménez Vierter, Bernhard Langer geteilter Achter, Fred Couples geteilter 20., Sandy Lyle immerhin noch geteilter 44. In diesem Jahr sind sie alle nach zwei Runden raus: Langer (57) als Bester mit Drei über Par, Lyle (57) mit Sechs über, Jiménez (51) mit +7, Couples (55) mit +9. Schade! Aber vielleicht fiel die Augusta-Erfahrung diesmal angesichts des weichen Geläufs (siehe oben) nicht so sehr zusätzlich ins Gewicht…


1,2,3, ganz viele! Prominente Masters-Cut-Opfer 2015

Kanadier Corey Conners ist bester Amateur

Vorzeitige Entscheidung: Ein Trophäen-Empfänger beim 79. Masters steht schon fest. Corey Conners ist der beste Amateur. Der 23-jährige Kanadier und US-Amateur-Vizemeister scheiterte allerdings trotz einer 69 am Freitag mit Fünf über Par am Cut.

Mit Jordan Spieth verliert man Geld

Schlechtes Geschäft: Wer jetzt noch auf Jordan Spieth als Masters-Sieger 2015 wetten will, kann sein Geld auch direkt in „Ike‘s Pond“ schmeissen. Oder, noch besser, einfach spenden! Nach dem 36-Loch-Rekord des 21-Jährigen von 130 Schlägen führen die Buchmacher Spieth mit einer Quote von 4:9, nachdem vor dem Masters noch 8:1 gezahlt worden wären. Für Dustin Johnson gibt es mittlerweile 8:1 (vor Turnierbeginn 16:1), Justin Rose zahlt 14:1 (33:1), Charley Hoffman ist von 200:1 auf 16:1 gefallen. Der einstige Top-Favorit Rory McIlroy steht jetzt bei 33:1 (vorher 11:2).

Ben Crenshaw zu seinem Caddie: „Ich liebe Dich!“

Wermutstropfen: Die Abschiedstour von Ben Crenshaw über Augusta National war nicht ganz ungetrübt. Zwar marschierten 200 Freunde aus seiner Heimatstadt Austin im Publikum mit, aber der 63-jährige Texaner, Sieger von 1984 und 1995, musste ausgerechnet bei seinem 44. und letzten Masters auf den etatmäßigen Caddie Carl Jackson verzichten. Der 68-Jährige aus Augusta, der 53 Masters bestritt und 38 Mal für Crenshaw die Tasche trug, hat Probleme mit den Rippen. Er ließ es sich freilich nicht nehmen, Crenshaw, der mit +32 „knapp“ den Cut verpasste, in vollem Caddie-„Habit“ am 18. Grün zu erwarten. Und bei der anschließenden Umarmung flüsterte Crenshaw seinem jahrzehntelangen Weggefährten ins Ohr: „Ich liebe Dich!“

Ben Crenshaw's final walk at Augusta National.

Posted by Masters Tournament on Freitag, 10. April 2015

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Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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