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PGA Tour: Paul Casey siegt vor Tiger Woods in Florida

Knapp verpasst Tiger Woods bei der Valspar Championship seinen ersten Sieg seit fünf Jahren, den stattdessen Paul Casey einheimst.

PGA Tour Valspar Championship 2018 Sieger Paul Casey
Paul Casey übertrumpfte seine Verfolger und beendete damit eine lange Durststrecke. (Foto: Getty)

Paul Casey entging am Finaltag auf dem Copperhead Course in Florida nur um Haaresbreite einem seitens seiner Kollegen Patrick Reed und Tiger Woods drohenden Playoff, aber schließlich brachte der Engländer mit zehn Schlägen unter Par nach einer herausragenden 65er Schlussrunde den besonders emotionalen Sieg in trockene Tücher. Die Konkurrenten verwies er auf den geteilten zweiten Rang, er hatte bereits früh vorgelegt, sodass am Ende einige Pars reichten, um seinen Erfolg zu besiegeln.

Paul Casey siegt "mit schwerem Herzen"

Der 40-Jährige, der bereits in der vergangenen Woche bei der WGC - Mexico Championship geteilter Zwölfter geworden war und in dieser Saison schon zwei Top-10-Ergebnisse sein Eigen nennt, gewann damit sein erstes PGA-Tour-Turnier seit 2009; auch sein letzter Sieg auf der European Tour ist bereits vier Jahre her. Nun ist der Brite zurück im Kreise der Sieger - ein Platz, der Tiger Woods vorerst weiter verwehrt bleibt.

Allerdings spielte und triumphierte er mit einem "schweren Herzen", wie er nach seine Runde gegenüber der PGA Tour sagte, "vielleicht hat das den Unterschied gemacht." Casey hatte nämlich erst in der vergangenen Woche während seines Auftritts in Mexiko eine gute Freundin an den Krebs verloren. Um zu ihrer Beerdigung in England gehen zu können, änderte er kurzfristig seinen Plan zur Masters-Vorbereitung und wird nicht in der kommenden Woche beim Arnold Palmer Invitational an den Start gehen, sondern stattdessen bei der WGC - Dell Match Play in der Woche danach.

Tiger Woods schrammt knapp an PGA Tour Sieg vorbei

Beinahewäre es soweit gewesen, beinahe hätte Tiger Woods sein Comeback mit einem Sieg bei der Valspar Championship, seinem ersten Triumph auf der PGA Tour seit 2013, perfekt gemacht. Zwar ist knapp daneben bekanntlich auch vorbei und der Schmerz war dem 14-fachen Majorsieger anzusehen, als er nach dem wichtigen Birdie an der 17, das seine Fans regelrecht in Extase versetzte, den finalen Putt verschob, der Paul Casey ins Playoff gezwungen hätte...



Tiger Woods finishes 1 short of forcing a playoff.#QuickHits pic.twitter.com/70hs4VSaBE

— PGA TOUR (@PGATOUR) March 11, 2018

...aber Woods bewies sich selbst und allen Zweiflern in dieser Woche eines: Dass er noch um den Sieg mitspielen kann. Trotz aller Verletzungen, trotz aller Operationen teilt sich der 42-Jährige mit neun Schlägen unter Par den zweiten Platz mit seinem jungen Landsmann Patrick Reed, dem der Sieg ebenso knapp durch die Finger rann wie ihm.

Alex Cejka gibt auf den letzten Metern Gas

Für die beiden deutschen Spieler hingegen ging es vor allem darum, auf den letzten Metern noch einmal Plätze gutzumachen, nachdem sie beide nach knapp überstandenem Cut am Moving Day nur Parrunden hatten nachsetzen können. Alex Cejka gelang die späte Verbesserung gut, mit seiner 68 unterschrieb er am Ende seine beste Runde des Turniers, für die sich vor allem seine blütenreine Back Nine verantwortlich zeichnete.



Der 47-Jährige, der zwei Wochen zuvor bei der Honda Classic noch verletzungsbedingt hatte aufgeben müssen, hatte besonders zu Anfang des Events geschwächelt und sich danach Stück für Stück verbessert. Am Finaltag schließlich trug dieser Prozess Früchte, sodass er schließlich immerhin noch mit even Par und dem geteilten 40. Rang nach Hause ging.

Stephan Jäger mit versöhnlichem Ende in Florida

Auch Stephan Jäger erzielte mit einer 70 seine beste von vier Runden, nachdem ihm besonders der Freitag mit einer 74er Runde besonders hart zugesetzt hatte. Mit insgesamt zwei Schlägen über Par konnte auch der 28-Jährige sich noch ein wenig verbessern und landete schließlich auf dem geteilten 49. Platz. Die versöhnliche letzte Runde hatte der ehemalige College-Golfer bitternötig, nachdem er bei seinen letzten fünf Turnierstarts auf der PGA Tour vier Cuts verpasst hatte.

Patrick Reed mit vergibt das Playoff mit Bogey-Finish

Es war einer der wohl schmerzhaftesten Putts in der Geschichte der PGA Tour, der Patrick Reed seine Chance auf den Sieg kostete. Der Amerikaner hatte sich mit zehn Schlägen unter Par die Führung mit Paul Casey geteilt, ein Par an der 18 hätte ein Stechen garantiert, ein Birdie vermutlich den Sieg bedeutet. Doch dann setzte Reed zu seinem finalen Putt an - und der Ball rollte schlicht wieder zurück und besiegelte den geteilten zweiten Platz:

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