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Eins geht noch – der Turnierkalender der PGA Tour 2015

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15. Aug 2014
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Der Turnierkalender der PGA Tour wird voller und voller, und aus Sicht der Pros muss das nicht immer was Gutes sein.

Auf den ersten Blick wirkt der vor einigen Tagen veröffentliche PGA-Tour-Kalender für das kommende Jahr 2015 wie seine Vorgänger: Es wird 47 Turniere geben, zwei mehr als in der aktuellen Saison, es gibt natürlich vier Majors und, wie immer, einen frühen „West-Coast-Swing“. Jedoch wird es einen großen Unterschied geben, der sicherlich Konsequenzen haben wird. Die WGC Matchplay Championship, die bisher traditionell als Flaggschiff-Event des West-Coast-Swing sehr früh in der Saison stattfand, verschiebt sich 2015 in die letzte Mai Woche.

Der PGA Tour Turnier-Marathon

Was bedeutet das für andere Turniere, die Spieler und die Tour? Zuallererst heißt es, dass dadurch eine Serie von vier Turnieren hintereinander entsteht, die eigentlich kein Profi auslassen dürfte. Nach der WGC Matchplay Championship folgt das PLAYERS, mit Martin Kaymer als Titelverteidiger, gefolgt von der Wells Fargo Championship und der BMW PGA Championship, dem Aushängeschild der European Tour. Dass die Top-Stars vier Turnier hintereinander spielen, ist unwahrscheinlich. Darunter zu leiden hätte voraussichtlich am meisten die Wells Fargo Championship.


Aus der Sicht von Tiger Woods ist der August noch schlimmer. Sollte der Star der Szene im kommenden Jahr fit sein, so stünde für ihn inklusive der FedEx-Cup-Finals und dem Presidents Cup, sollte sich Woods fürs Team qualifizieren, ein straffes Programm auf dem Plan. Zwei Wochen nach der Open Championship ginge es für Woods bei der Quicken Loans, seinem Turnier, los, gefolgt vom WGC Bridgestone Invitational, der PGA Championship und den vier FedEx-Cup-Play-Off-Turnieren. Mit dem Presidents Cup in Korea wären es neun Turniere in elf Wochen für Woods, und er wäre bei weitem nicht der einzige Pro mit so einem vollgepackten Kalender.

PGA Tour: Saisonplanung heißt Karriereplanung

Mit diesen Entwicklungen im Hinterkopf ist es verständlich, dass die Saisonplanung für die Spieler einen immer wichtigeren Stellenwert einnimmt. Ein Adam Scott zum Beispiel hat nach seinem Masters-Sieg in 2013 noch einige Turniere gespielt, ab dem Herbst des Jahres aber kein einziges mehr, 2014 erst 13 an der Zahl. Auch Rory McIlroy haushaltet sparsam mit seinen Auftritten. In der laufenden Saison teete der Nordire und Weltranglistenerste erst bei vier Turnieren auf, die weder WGCs oder Majors waren.

Ob die Qualität eines Golfplatzes oder das Datum im Kalender außergewöhnlich gut ist, oder ob sich ein Spieler bei einem Turnier wohlfühlt, das rückt immer stärker in den Hintergrund bei der Saisonplanung. Externe Faktoren werden schwerer gewichtet, dazu zählen Sponsoren-Deals, Antrittsgelder und nicht zuletzt geplante Pausen, um die Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Und ein Blick auf das Olympia-Jahr lässt erahnen: 2016 wird es noch schwieriger.

Das Rennen nach Olympia

Im Jahr 2016 wird es für die Pros auf der PGA Tour gefühlt alle zwei Wochen ein Saison-Highlight geben.  Es wollen vier Majors, vier World Golf Championships, vier FedEx-Cup-Play-Off-Turniere, vier Race-to-Dubai-Finalturniere, ein Ryder Cup und zum ersten Mal seit 112 Jahren ein olympisches Golfturnier gewonnen werden. Vielleicht hatte McIlroy das bereits im Hinterkopf, als er seine Verlobung auflöste. Die Alternative wäre Anfang April ein Brief auf dem Küchentisch: „Hi Schatz, wir sehen uns dann im Herbst wieder! Dein Rory“

Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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