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Whistling Straits – Flyover über die Back Nine

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11. Aug 2015
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Die PGA Championship wird im Kopf entschieden, gerade in Whistling Straits. Die Back Nine erfordert mentale Stärke.

Acht der 18 Löcher in Whistling Straits sind direkt an die Küste des Lake Michigan gelegt, der auch nach der PGA Championship 2015 mit hoher Wahrscheinlichkeit um den ein oder anderen Ball reicher sein wird. Doch auf dem Platz von Martin Kaymers erstem Major-Titel ist das nicht die größte Gefahr. Daneben sind noch rund 1000 Bunker angelegt, die teilweise in steile Hänge gebaut sind und einen kontrollierten Schlag unmöglich machen.


Diese Links-Kurs Elemente sind es, die das Spiel in Whistling Straits so einzigartig machen. Massive Dünen, felsige Küsten am Rande des Lake Michigan, und Bunker-Landschaften, die eine Mischung aus Desert-Golf und angelsächsischer Pott-Bunker-Tradition bieten. Gute 200 Kilometer nördlich von Chicago wartet auf die besten Spieler der Welt ein Platz, der sich in seiner vergleichsweise jungen Geschichte eine imposante Reputation erarbeiten konnte. Gerade die letzten vier Löcher der Back Nine haben den Ruf, zum schwierigsten „Final Stretch“ der Golf-Welt zu gehören.

Whistling Straits: Kurze Flyover-Videos zum Kennenlernen

Loch 10 – „Voyageur“

331 Meter, Par 4

Mit dem zweitleichtesten Par 4 geht es auf die Back Nine, und wenn es der Drive über das tiefe Tal geschafft und die im Fairway gestreuten Bunker verfehlt hat, dann stehen die Chancen gar nicht schlecht, hier etwas Zählbares mitzunehmen.

Loch 11 – „Sand Box“

565 Meter, Par 5

Nach dem Drive, auf den noch ein relativ breites Fairway wartet, lauert am Ende dieses 565-Meter-Mammut-Lochs ein vergleichsweise kleines und erhöhtes Grün, das einen Grüntreffer mit dem zweiten Schlag extrem schwierig macht. Der ausgedehnte, vorgelagerte Bunker dient als zusätzlicher Schutz und Namensgeber.

Loch 12 – „Pop Up“

130 Meter, Par 3

Ein kurzes Par 3 mit einem langen Grün, dem vielleicht schwierigsten des Platzes. Es bietet zumindest die Möglichkeit, die schwierigste Fahnenposition von Whistling Straits zu wählen: Die kleine Zielplattform hinten links im Grün ist eine beliebte Stelle für Finaltage.

Loch 13 – „Cliff Hanger“

370 Meter, Par 4

Wieder ein kurzes Par 4, das genutzt werden will, hat man Ambitionen um die Wanamaker Trophy mitzuspielen. Wer seinen Drive auf dem Fairway unterbringt, hat nur noch ein kurzes Wedge ins Grün und damit auch wenig Risiko, denn Ball zu lang zu lassen und im See zu versenken.

Loch 14 – „Widow’s Watch“

339 Meter, Par 4

Wieder so ein kurzes Ding, aber hier bleibt der Driver voraussichtlich stecken. Die Abkürzung über die Ecke ist zu riskant, die Landezone zu klein, da wird der Ball sicher mit dem langen Eisen oder dem kleinen Holz genau im Knick platziert, um einen möglichst angenehmen Annäherungsschlag zu haben.

Loch 15 – „Grand Strand“

473 Meter, Par 4

Was von der 10 bis zur 14 an Kürze dabei war, kommt für die letzten vier Löcher an Länge oben drauf. Angefangen mit der 15, dem schwierigsten Par 4 der Back Nine, geht es von nun an direkt in den Wind. Ein eingezogener Bunker verengt die Drive-Landezone, das stark ondulierte Grün sorgt für so manchen Drei-Putt.

Loch 16 – „Endless Bite“

569 yards, Par 5

Das kürzeste Par 5 des Platzes lädt natürlich dazu ein, das Grün mit dem zweiten zu attackieren – wenn da nicht die steile Böschung inklusive zahlreicher Bunker wären, und die Annäherung carry das Grün treffen, und dort bleiben müsste. Demzufolge wird das Loch auch gerne konservativ gespielt und rechts kurz vorgelegt.

Loch 17 – „Pinched Nerve“

203 Meter, Par 3

Das „Signature Hole“ von Whistling Straits und immer wieder als eines der beeindruckendsten Löcher aus der Feder Pete Dyes beschrieben ist dieses lange Par drei in Richtung See. Wer das Grün links verfehlt, kann noch froh sein wenn er einen Bunker erwischt, ansonsten lauert das Wasser.

Loch 18 – „Dyeabolical“

457 Meter, Par 4

Namentlich ist das fordernde Abschluss-Par-4 seinem Erbauer Pete Dye gewidmet, und das Teuflische im Namen findet sich auch auf dem Platz wieder. Es gibt unterschiedliche Wege, das Loch zu spielen, der Aggressivste führt direkt über das große Bunker-Meer auf die Fahne zu. Schafft es der Ball hinüber, muss er aber schnell liegen bleiben, sonst wartet ein Bachlauf. Die letzte Bahn ist das zweitschwierigste Loch des Platzes und wird sicherlich auch bei der PGA Championship 2015 für die eine oder andere spektakuläre Szene sorgen.

Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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