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Zweiter Akt des Perth International: Whiteford vorne

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24. Okt 2014
Unter dem Radar an die Spitze - Peter Whiteford spielt zwei 66er Runden, und keiner hat's gemerkt. (Foto: Getty)
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Platzrekord, Abstiegsdramatik und die Aussie-Armee: Peter Whiteford führt in Perth, Maximilian Kieffer verpasst den Cut.

Scheuklappen runter und Vollgas – das musste für einige der Spieler beim Perth International in Australien die Devise sein. Im letzten Turnier vor den Race-to-Dubai-Finals stehen Tour-Karten auf dem Spiel, es wird um jeden einzelnen Dollar Preisgeld gerungen, Dramatik pur am unteren Ende des Gesamtklassements. Mittendrin Maximilian Kieffer. Der 24-Jährige, der seine zweite Saison auf der European Tour spielt, stand vor dem Turnier auf Platz 106 im Race to Dubai – nur die besten 110 erhalten automatisch eine Tour-Karte für die Folgesaison. Kieffer verpasste beim Perth International knapp den Cut und muss nun bangen.

Aus beim Perth International – und für 2015?

Für Maximilian Kieffer hat sich die lange Reise auf den roten Kontinent nicht gelohnt. Nur vier Plätze vor dem Tour-Karten-Cut, sozusagen, war sie aber obligatorisch – der Deutsche braucht jeden Dollar im Kampf um den Verbleib auf der European Tour. Leider sollte es beim Perth International jedoch nicht über die zweite Runde hinausgehen. Nach einer 72 am ersten Tag konnte Kieffer nur eine 73 nachlegen, womit er bei +1, zwei Schläge vom Cut entfernt, auf dem geteilten 81. Platz landete.


Besonders die Bogey-Serie von der 16 bis zur 18 warf ihn aus der Bahn. Für die Gesamtwertung heißt es nun hoffen: Zwar sind drei der vier Spieler hinter ihm ebenfalls am Cut gescheitert, wenn sich aber noch weiter hinten liegende Spieler in die Top 30 spielen können, könnte die Sache schnell anders aussehen.

Rote Zahlen auf dem roten Kontinent

Cool, cooler, Olsesen - der Däne ist vor dem Wochenende in einer guten Position. (Foto: Getty)

Cool, cooler, Olsesen – der Däne ist vor dem Wochenende in einer guten Position. (Foto: Getty)

An der Spitze wurde in der Zwischenzeit aus allen Rohren gefeuert. Bereits gestern gelang es Thorbjörn Olesen und dem australischen Qualifikanten John Wade den Patzrekord des Perth International auf 64 Schläge zu schrauben. Am zweiten Tag kam jedoch ein James Morrison daher, spielte neun Birdies und neun Pars und unterschrieb die 63 zum neuen Platzrekord. Morrison spielte sich damit auf den geteilten vierten Platz. An der Spitze liegt nach der zweiten 66 in Folge der Schotte Peter Whiteford bei -12, der sich unter dem Radar an allen vorbei schob. Dahinter lauern Thorbjörn Olesen bei -11 und Sihwan Kim bei -10 Schlägen.

Der „Duke“ Australiens und ein Trainingsweltmeister

Überraschungsstar des Turniers ist bisher eindeutig der Australier John Wade – der Lokalmatador konnte sich erst Anfang der Woche für das Perth International qualifizieren und gab nach seiner geteilten Führung an Tag eins zu Protokoll, er denke aktuell darüber nach, am Ende des Jahres seine Karriere zu beenden. „Das ist wirklich absolut lächerlich“, sagte der 46-Jährige nach dem ersten Tag mit einem fast zynischen Grinsen.

Sein Spiel habe etliche Flicken, er habe lange kein gutes Golf mehr gespielt und sei total überrascht, wie es zu der 64 kommen konnte. Das Selbstbewusstsein der Western-Ikone, an die sein Name unweigerlich erinnert, hat er also nicht. Es wird spannend sein zu sehen, wie sich John Wade am Wochenende schlagen wird, vor dem Moving Day liegt er bei -8 auf T6.

Insgesamt erfreulich für die Gastgeber: Drei ihrer Landsleute haben es zur Halbzeit des Turniers in die Top Ten geschafft, sogar insgesamt 15 Australier liegen in der Top 20. Es scheint, dass der Heimvorteil in Down Under nicht zu unterschätzen ist. Andere versuchten sich durch akribische Vorbereitung einen Vorteil zu verschaffen. Der Blick ins Birdie-Book des Franzosen Adrien Saddier verrät: Er wollte nichts dem Zufall überlassen. Leider haben Qualität der Vorbereitung und Performance auf dem Platz nicht zwangsweise einen linearen Zusammenhang – Saddier beendete seine zweite Runde bei +10 abgeschlagen auf dem geteilten 139. Platz.

Hier geht es zum Leaderboard.

Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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