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Paul Dunne vor dem Finale: „Einfach nur Ball gut treffen“

20. Jul 2015
Irlands Amateur Paul Dunne geht als einer der drei Führenden in den Finaltag der Open Championship 2015. Sein Ziel: "Einfach den Ball gut treffen". (Foto: Glyn Kirk/Getty )
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Allerlei von der British Open: Spieth ist dankbar für Verlängerung, Woods fiebert für Jason Day und Paul Dunne ist der Beste des Führungstrios.

Spitzen-Typ: Paul Dunne hat diese Open einen „Zoo“ genannt, seit seiner gestrigen 66er-Runde gehört der 22-jährige irische Amateur selbst zu den Attraktionen. Bei den Buchmachern war Dunne, der gerade an der Universität von Alabama seinen Abschluss in Finanzwirtschaft gemacht, sich mit dem Sieg des Qualifying-Finales in Woburn das Ticket für St. Andrews gesichert und seinen College-Coach Alan Murray als Caddie an der Tasche hat, mit 1.500 : 1 in diese 144. Open gestartet. Jetzt rangiert er bei einer Siegquote von 12:1. Klar, dass so einer gefragt wird, mit welchen Gedanken er heute in die Finalrunde geht. Dunne, der seit diesem Wochenende auch eine Wikipedia-Seite hat und im Lauf des Jahres ins Profilager wechseln will, erwies sich als schlagfertig: „Einfach nur den Ball gut treffen!“

Nicht zu vergessen: Mit dem Amerikaner Jordan Niebrugge gehört noch ein zweiter Amateur zu den Top-14. Und nur drei Amateure haben bisher die Open Championship gewonnen, aber das ist mindestens 85 Jahre her: Die Engländer John Ball (1890) und Harold Hilton (1892 und 1897) sowie der Amerikaner Bobby Jones (1926, 1927 und 1930).


Jordan Spieth: „Extratag tat mir gut“

„Gegendarstellung“: Kaum war von der schlechtesten Puttrunde in Jordan Spieths Profikarriere berichtet, da belehrt der Überflieger dieser Saison alle Chronisten eines besseren. Mit seiner 66er-Runde am „Moving Day“ zeigte sich der 21-jährige Texaner bei seiner Jagd nach dem Grand Slam wieder voll auf der Höhe und brauchte nach den 37 Putts in Runde zwei diesmal zehn weniger. „Der zusätzliche Tag hat mir gut getan“, erzählte Spieth. „So hatte ich etwas Extrazeit, um mich zu justieren.“

Schnitt von 69,7 Schlägen auf windstillem Old Course

Birdiefestival: An einem windstillen Tag auf dem weichen Old Course kam die Crew hinter dem großen Scoreboard angesichts von 343 Birdies kaum mit dem Stecken der Ergebnisse nach. Es gab 63 Runden unter und nur elf über Par, der Durchschnitt des Felds lag mit lediglich 136 Bogeys bei 69,7 Schlägen. Die beste Runde des Tages schoss Marc Leishman (Australien), der bei seiner 64 nur 25 Putts brauchte. Heute gehen 14 Spieler in die Finalrunde, die nur durch drei Schläge (-9 bis -12) voneinander getrennt sind.

Das Spitzentrio in Zahlen

Ein bisschen Statistik von den Spitzenreitern: Paul Dunne traf gestern 81 Prozent der Fairways und 88 Prozent der Grüns „in Regulation“. Mit 28 Putts war er der beste des Trios. Louis Oosthuizen, der seinen 2010er-St.-Andrews-Titel verteidigen kann, brauchte hingegen 31 Putts, obwohl er 94 Prozent der Grüns im Standard traf. Jason Day war der schwächste beim Finden der Fairways (75 Prozent), traf wie Dunne 88 Prozent der Grüns und brauchte 30 Putts.

Motivation von Tiger Woods für Jason Day

Er ist fällig: Wohl niemand würde Jason Day den ersten Major-Triumph missgönnen, der 27-Jährige ist nach fünf Top-Fünf-Platzierungen und drei zweiten Plätzen allmählich an der Reihe. Ebenso sieht es Jason Days guter Freund Tiger Woods, der dem Kumpel regelmäßig aufmunternde Botschaften schickt. Auch vorgestern: „Go. Get it done!“, schrieb Woods nach Runde zwei: „Auf geht‘s. Erledige es!“ Der Australier freute sich. „So ‘was bestätigt Deine Fähigkeiten und gibt dem Selbstbewusstsein einen besonderen Schub“, sagte Day und gesellte sich prompt mit einer 67er-Runde zu Paul Dunne und Louis Oosthuizen an die Spitze des Open-Felds.

Dustin Johnsons „gute Putts fielen nicht“

Wiederholungstäter: Einmal mehr hat es Dustin Johnson an einem Major-Sonntag nicht „gebacken“ bekommen. Als einziger der Top-25 beendete der Longhitter seine Runde über Par, war mit der 75 nur um einen Schlag besser als der letztplazierte Ryan Fox und fiel von der Spitzenposition auf Rang T18 (-7) zurück. Es lag vor allem am Putten, „ich konnte die Bälle einfach nicht lochen“, meinte „D. J.“: „Dabei war mir, als würde ich ordentliche Putts spielen, sie sind bloß nicht reingegangen.“ Gut, dass er heute noch mal eine Chance hat.

Sir Nick Faldo macht endgültig Schluss mit der Open

Open und Aus: Eigentlich wollte Sir Nick Faldo nur letztmals in St. Andrews spielen und noch bis Royal Birkdale, Schauplatz seiner ersten Open 1976, durchhalten. Doch jetzt macht der sechsfache Majorsieger endgültig Schluss mit der Open Championship. Faldo, der am Samstag 58 Jahre alt wurde, verpasste auf dem Old Course zwar den Cut, erzielte aber am 17. Loch eins der seltenen Birdies und auch erst das zweite seiner eigenen Karriere, hatte zudem einen „spirituellen Moment“ auf der Swilcan Bridge: „Das kann man nicht mehr toppen!“

Führung durchs Old Course Hotel

Es steht immer im Weg, wenn die Spieler am Road Hole, der 17, abschlagen: Das Old Course Hotel. ESPN hat ein Video über die „teuerste Aus-Markierung im Golf“ gedreht. Übrigens: Die Fensterscheiben sind nicht aus kugelsicherem Glas.

Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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