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Olympia: Justin Rose packt sich Gold!

15. Aug 2016
In einem packenden Finale sticht Justin Rose Henrik Stenson aus und greift sich Gold! (Foto: Getty)
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Am letzten Tag der olympischen Golfkonkurrenz holte Martin Kaymer alles aus sich heraus. Stenson unterliegt Rose – Kuchar mit Bronze.

Der Moving Day bei Olympia 2016 machte den deutschen Golfern zu schaffen. Nach seinem starken Auftakt musste Martin Kaymer am Samstag die Spitzengruppe ziehen lassen. Am finalen Tag von Rio ging es für den Mettmanner daher um die Sportlerehre. Matt Kuchar feuert sich mit einer 63er-Schlussrunde zu Bronze und an der Spitze tobte ein Zweikampf um Gold!

Fehlerfreie Front Nine

Wenn es in den vergangenen beiden Runden so aussah, als habe Martin Kaymer seinen Putter im Kühlhaus des olympischen Dorfes gelagert, lief es zur Abschlussrunde richtig gut auf den Grüns von Rio. Der 31-Jährige eröffnete seine Finalrunde direkt mit einem Birdie und hielt sich auf der ersten Neun insgesamt stabiler als an den Tagen zuvor. Sehr sicher spulte der Mettmanner sein Programm ab und packte an der 8 noch einen drauf: Den Abschlag weniger als zwei Meter an die Fahne gebracht, schob Kaymer zum zweiten Birdie des Tages ein. Ohne jeglichen Schlagverlust bog der zweifache Major-Sieger auf den Rückweg zum Clubhaus ein.


Auf der Bahn 10, einem Par fünf, suchte Kaymer sofort wieder seine Chance: Nach zwei Schlägen erreichte er bereits das Grün. Aus drei Metern dann der Beweis: Martin Kaymers Putter war am Sonntag am Zuckerhut auf Temperatur. Auf der 15 der Umweg über den Bunker, ein Bogey war zum Leidwesen Kaymers die Folge. Schon auf dem nächsten Loch Wiedergutmachung: Aus drei Metern schob Kaymer das Birdie hinterher. Unter dem Strich brachte der Mettmanner eine bemerkenswerte 66er-Runde nach Hause. Zwar blieb die Nummer eins im deutschen Golf im Turnier mit -5 und Platz T15  auch unter den eigenen Erwartungen, konnte sich aber eine mangelnde Einstellung nie vorwerfen lassen.

„Der Putter hat mich am zweiten und dritten Tag einfach ein bisschen im Stich gelassen,“ analysierte Martin Kaymer sein olympisches Turnier. „Schade, dass es nicht für einen Platz ganz vorne gereicht hat. Wichtig war, dass ich bis zum Ende gekämpft habe.“ Voller Stolz konnte das Team Kaymer auf die olympische Woche zurückblicken.

Alex Cejka verfolgt Landsmann

Einen Flight nach Kaymer gestartet, nahm Alex Cejka nicht nur aus logistischer Sicht die Verfolgung seines Landsmanns auf. Auf den ersten beiden Löchern gelang noch kein Birdie, sowohl auf der dritten, als auch der fünften Bahn setzte es dann zwei Schlaggewinne für den Routinier. An der 7 ereilte Cejka allerdings das erste Bogey – auf der Front Nine blieb es sein einziges.

Zur zweiten Neun gesellte sich zwar ein Bogey hinzu, im Schlussspurt lief es für Alex Cejka aber noch einmal bedeutend besser: Birdie auf der 16 und auch auf der 17 brachten ihn weiter nach vorne. Eine weitere Birdie Chance auf der letzten Bahn ließ der 45-Jährige nur wenige Zentimeter zu kurz. Auch Alex Cejka verabschiedete sich mit einer ansprechenden Leistung aus dem Turnier – drei unter Par, Platz T21 hieß es am Ende für ihn.

„Ich habe eigentlich dreieinhalb gute Runde gespielt. Schade war, dass ich einige Putts ausgelassen habe“, war Alex Cejka mit seinem Auftritt in Rio zufrieden.

Olympia 2016 – Bernd Wiesberger mit auf und ab

Probleme zu Beginn, eine Steigerung an den Tagen zwei und drei und zum Abschluss noch eine durchwachsene Runde – Bernd Wiesberger bespielte bei seiner olympischen Kampagne die Klaviatur des Golfs mit allen Höhen und Tiefen. Exemplarisch verlief die letzte Runde des Österreichers: Ein Auftakt bei Birdie und Eagle ließ zwischenzeitlich sogar Medaillenhoffnungen aufkeimen, jäh purzelte der Score des Burgenländers auf den folgenden Löchern wieder in sich zusammen. Doppelbogey und Bogey sorgten für einen ausgeglichene Front Nine.

Die schwierige zweite Neun konnte Wiesberger zunächst ausgeglichen gestalten, setzte dann allerdings noch zum Traumfinish an: Auf den letzten drei Bahnen gelang dem Wiener ein „Hattrick“ – mit drei Birdies in Folge notierte er abschließend eine 68 auf der Scorekarte. Damit ging es für Wiesberger bei -6 noch vorbei an Martin Kaymer auf T11.


Das Beste vom Golf bei Olympia!

An der Spitze entbrennt ein Zweikampf um Gold

Nach drei Tagen hatten Justin Rose und Henrik Stenson die besten Perspektiven auf die höchsten Meriten, die die Welt des Sports zu bieten hat. Mit Beginn der Runde ging Henrik Stenson auf die Jagd nach Justin Rose. Wie ein verbissener Fährtenhund hing Stenson an den Fersen des Briten. Auf der zweiten Bahn zog der Schwede zum ersten Mal gleich. Marcus Fraser, der am Vortag noch als Führender auf die Runde ging, verfiel in die Rolle eines Beobachters, der das Duell zwischen dem befreundeten Ryder-Cup-Kollegen bezeugen durfte.

Im hin und her wogenden Duell gab es immer wieder Führungswechsel: An der 13 ließ Rose seinen Putt zum Par kurz und strich das Bogey ein. Henrik Stenson zog sich am folgenden Abschlag eine Blockade im Rücken zu und benötigte sogar eine medizinische Behandlung. Ein Bogey musste er dadurch ebenfalls einstecken – Rose zog erneut gleich.

Das letzte Loch musste entscheiden: Auf der 18 erarbeiteten sich beide Akteure die Chance zum Birdie, Justin Rose setzte Stenson mit einer Annäherung auf eineinhalb Meter deutlich unter Druck. Stenson ließ seine Chance zum Birdie aus erheblich größerer Distanz liegen. Am Ende spielte der Champion Golfer of the year gar nur das Bogey. Mit Birdie ging Justin Rose auf 16 unter Par und sicherte sich nach sagenhaftem Kampf  Gold vor Henrik Stenson (-14).

Matt Kuchar überglücklich mit Bronze

Abseits des Rennens um Golf legte Matt Kuchar einen sensationellen Schlussspurt hin: Der US-Pro nahm bei guten Bedingungen den Platz auseinander und legte eine 63er-Runde hin. Verdient sicherte sich „Kuch“ damit Edelmetall und zeigte sich mehr als zufrieden damit: „Mir platzt vor Stolz förmlich die Brust. Bei Olympia zu sein und dann auch noch eine Medaille zu holen – großartig!“

 Der Stand bei Olympia 2016

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Bernhard Küchler

Bernhard Küchler - Freier Autor für Golf Post

Zum Studium ins Rheinland gekommen, fühlt sich der gebürtige Münsterländer inzwischen als echter Kölner. Die bisherige journalistische Vita bewegte sich überwiegend im Fußball-Metier. Zuletzt veröffentlichte er einen Dokumentarfilm über den Drittligisten Fortuna Köln. Vielseitig sportbegeistert widmete sich der studierte Germanist den unterschiedlichsten Disziplinen. Klar, dass auch das Spiel um die kleine weiße Kugel dabei nicht fehlen darf!

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