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Olympia: Sandra Gal mit herrlicher Performance auf den Grüns

19. Aug 2016
Sandra Gal strengt sich in der dritten Runde stark an. (Foto: Getty)
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Sandra Gal lässt sich von einer schwachen Runde nicht unterkriegen, Caroline Masson mit keiner guten Back Nine. Zwei Holes in One fallen in der dritten Runde.

Es ist der letzte Tag vor der Finalrunde bei Olympia 2016 und die deutschen Golferinnen geben nochmal alles. Die Positionen für den Finaltag werden ausgespielt und Inbee Park baut ihre Führung aus. Aber die Konkurrenz schläft nicht. Allen voran liegen die Neuseeländerin Lydia Ko und die Amerikanerin Gerina Piller auf der Lauer.

Sandra Gals beste Turnierrunde richtet wenig aus

„Tough days make you tougher“, das war Sandra Gals Fazit zu ihrer 74er Runde am zweiten Tag. Und tougher kam sie am dritten Tag zurück und startete direkt mit zwei Birdies in ihre Runde und zeigte, dass sie sich von einer schlechten Runde nicht unterkriegen lässt. Ihre Putts versenkte sie aus Entfernungen von acht oder zehn Metern. Die zwei darauffolgenden Bogeys warfen sie zwar wieder etwas zurück, konnten ihren Willen, sich zu verbessern aber nicht brechen. Mit zwei Schlägen unter Par kam sie auf die Back Nine, wo sie sich direkt um einen weiteren Schlag verbesserte. Aber auch auf der Back Nine kassierte sie zwei Bogeys, bevor sie erneut Puttingstärke bewies und zum Schlaggewinn einlochte. Damit kann sie zwar die Medaillenränge nicht mehr angreifen, wird aber dennoch versuchen, das olympische Turnier auf der bestmöglichen Position zu beenden. Auf dem geteilten 28. Rang geht sie ins Finale.


Caroline Massons Spiel zerfällt auf der Back Nine

Caroline Masson hielt bei ihrem Start in die dritte Runde die deutschen Hoffnungen auf eine Medaille hoch. Zwei gute Runden spielte die Gladbeckerin zu Beginn des Turniers, am dritten Tag schwächelte sie allerdings etwas. Zwar startete sie mit einem Birdie und kam solide durch die Front Nine, aber ihrer letzten Neun hatten es in sich. Drei aufeinanderfolgende Bogeys zum Beginn und dann auch noch eine Bogey-Doppelbogey-Kombination zum Abschluss führten zu einer 75er Runde. Sie landete auf T23 mit einen Gesamtscore von Even Par, einen Schlag vor Sandra Gal.

Inbee Park greift nach Gold

Die Südkoreanerin wird nach einer weiteren guten Runde als Führende ins Finale des olympischen Damenturniers gehen. Trotz ein paar mehr Fehlern als in den vergangenen Runden, was ihren Verfolgerinnen schon Hoffnung machte, endete sie mit einer 70er Runde. Zum Abschluss musste sie noch ein Bogey notieren und verkürzte so ihren Vorsprung. Mit Scores von 66-66-70 liegt sie mit zwei Schläge vor Lydia Ko und Gerina Piller und hat damit die besten Chancen, sich im Finale die Goldmedaille zu sichern. Einfach wird es aber nicht.

Brasilianerin wegen Slow Plays bestraft

Miriam Nagl spielt ihre beste Runde des Turniers. Es gelang ihr weniger Fehler zu machen und mehr Schläge zu gewinnen. Mit ihrer 72er Runde kann sie zwar kaum Plätze gut machen, liegt aber immerhin mit zwei Schlägen vor ihrer Landsfrau Victoria Lovelady. Die beiden waren bei der dritten Runde gemeinsam unterwegs. Lovelady hatte in Runde 2 einen Strafschlag wegen Slow Plays bekommen, nachdem die Runden des ersten Tages bis zu fünfeinhalb Stunden dauerten. Die Brasilianerin verteidigt sich damit, dass der Lärmpegel durch die Zuschauer so groß gewesen wäre.

Die Schweizerin Fabienne In-Albon, die die beiden Brasilianerinnen begleitete, konnte ihre Runde vom Vortag zwar unterbieten, das ist bei einer 78er Runde aber auch nicht schwer. Besonders zufrieden kann sie mit ihren sieben Schlagverlusten allerdings nicht sein. Mit einer 75er Runde kam sie ins Clubhaus. Albane Valenzuela, auch aus der Schweiz, startete aus den Top 20 in die dritte Runde, brachte diese Position jedoch durch einen schwachen Mittelteil in Gefahr. Erst gegen Ende, an Loch 15 und 16, konnte sie zwei Schläge in Folge wieder gut machen und behält mit einer 72er Runde T20.

Christine Wolfs dritte Runde verlief bitter für die Österreicherin. In den ersten beiden Runden war sie mit soliden Scores von Platz gegangen (71 – 69), die dritte Runde spielt sie jedoch ohne ein einziges Birdie zu erzielen. Dafür ereilten sie sechs Schlagverluste und und schloss die Runde mit 77 Schlägen ab.

Die Damen machen es Justin Rose nach

Justin Rose ging nicht nur mit einer Goldmedaille in die Geschichte ein, er schlug auch als erster Golfer ein Hole in One. Bei den Frauen gelang dieses Kunststück der Chinesin Xiyu Lin am achten Loch. Doch sie war nicht die einzige. Lydia Ko versenkte das zweite Ass an der selben Bahn. Mit dem ersten Hole in One ihrer Karriere nahm die Weltranglistenerste die Verfolgung der Führenden Inbee Park auf. Mit einer bogeyfreien 65er Runde spielte sie sich auf T2, die Goldmedaille im Blick.

Zweite der Weltrangliste ausgeschieden

Ariya Jutanugarn, die am ersten Tag die Führung übernommen hatte, musste wegen einer Knieverletzung aufgeben. Auf den 13 Löchern, die sie in der dritten Runde spielte, lag sie zwölf Schläge über Par.

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Alexandra Caspers

Alexandra Caspers - Freie Autorin bei Golf Post

Als sich ihre Familie und ihr Bekanntenkreis nach und nach mit Golffieber infizierte, gab es für Alexandra auf lange Sicht kein Entkommen. Jetzt taucht sie neben ihrem Germanistik-Studium selbst in die Welt des Golfsports ein.

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