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Oak Hill Country Club – Ein anspruchsvoller Platz

08. Aug 2013
Der Oak Hill Country Club in Rochester, New York, ist der Austragungsort der PGA Championship 2013. (Foto: Getty)
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Der East Course im Oak Hill Country Club ist der diesjährige Austragungsort der PGA Championship. .

Der East Course im Oak Hill Country Club ist der diesjährige Austragungsort der PGA Championship vom 08. bis 11. August 2013. Der Oak Hill Country Club ist damit zum dritten Mal Austragungsort des letzten Major-Turniers der Golfsaison. Die Spieler kämpfen um die Wanamaker-Trophy. Die PGA Championship konnte bisher von vielen der besten Golfspieler aller Zeiten gewonnen werden, darunter Walter Hagen, Ben Hogan und Gary Player. Jack Nicklaus konnte das Turnier insgesamt fünfmal gewinnenund Tiger Woods gelangen bislang vier Siege.


PGA Championship im Oak Hill Country Club wird anspruchsvoll

Der 1925 von Donald Ross gestaltete East Course im Oak Hill Country Club  ist einer der schwersten Golfplätze weltweit. Die Spielbahnen sind eng und die vielen Bäume erschweren die Einschätzung des Windes. Präzise Fairwayschläge sind gefragt. Das musste auch Tiger Woods 2003 feststellen, als die PGA Championship zum zweiten Mal nach 1980 in Oak Hill ausgetragen wurde. Er erreichte nur einen geteilten 39. Platz.

Entstehung und Architektur des Oak Hill Country Club

Der Oak Hill Country Club wurde 1901 als Neun-Loch-Anlage errichtet und 1905 auf 18 Löcher erweitert. Jedoch ist das nicht mehr der Golfclub, der heute existiert.

Denn 1921 tauschten der Oak Hill Country Club und die Universität von Rochester ihre Grundstücke. Die Universität befindet sich heute im Südwesten des Stadtzentrums von Rochester an einer Krümmung des Genesee Rivers. Im Austausch für seinen ursprünglichen Standort wurde der Oak Hill Country Club in direkter Nachbarschaft zu Pittsford neuangesiedelt.

1924 wurde der bekannte Golfclub-Architekt Donald Ross engagiert, um zwei 18-Loch-Anlagen auf dem etwa 144 Hektar großen Gelände zu entwerfen. Diese zwei Anlagen bestehen noch heute. Der Oak Hill Country Club wurde offiziell 1926 in Betrieb genommen und in den darauffolgenden Dekaden erst von Robert Trent Jones Sr. und später von Tom Fazio mehrmals überarbeitet und renoviert.

Oak Hill, East Course – Einer der schwersten Plätze weltweit

Der East Course erstreckt sich ungefähr über eine Fläche von 144 Hektar. Das Spiel wird von 84 Sandbunkern und mehreren Wasserhindernissen erschwert.

Die Spielbahnen haben Kurven, Hänge und Wellen. Außerdem stehen zahlreiche Eichen am Rande der Fairways, was dem Club seinen Namen gegeben hat. Ausgehend vom imposanten, im Tudor-Stil erbauten Clubhaus, das auch acht Bowling-Bahnen beherbergt, hat das Mitglied John Ralston Williams im Lauf der Jahre mehr als 75000 Eichen, Ulmen, Ahorne und andere Bäume gepflanzt.

Das Rough ist sehr hoch und unübersichtlich. Damit erhöht sich die Schwierigkeit, einen im Rough liegenden Ball irgendwie auf das Grün zu bekommen. Golf-Legende Ben Hogan bezeichnete das erste Loch mit seinem Wasserhindernis sogar als das schwerste Startloch, das er jemals zu spielen hatte. Entsprechend gibt es auf dem East Course viele Überraschungen; wie zum Beispiel den Sieg von Shaun Micheel im Jahr 2003. Micheel war als 169. der Weltrangliste ins Turnier gegangen und gewann die Wanamaker Trophy mit zwei Schlägen Vorsprung als einer der größten Außenseiter in der jüngeren Geschichte der PGA Championship.

Der West Course ist kürzer und leichter als der East Course. Auf dem West Course gibt es kein Wasserhindernis, seine Fairways sind weitläufiger als die des East Course.


Der East Course in Oak Hill aus der Vogelperspektive

Bilder Hier geht's zur Fotostrecke

 Oak Hill Country Club: Geschichte und weitere Fakten

  • Laut der clubeigenen Homepage zahlten die Mitglieder im Jahr der Entstehung 25 Dollar Aufnahmegebühr und 25 Dollar an Jahresbeiträgen.
  • Das erste große Profievent, dass im Oak Hill Country Club ausgetragen wurde, war die Hagen Centennial Open im Jahr 1934. Es wurde zu Ehren des 20. Jubiläums von Walter Hagens US-Open-Sieges (1914) veranstaltet. Er stammte ursprünglich aus Rochester.
  • Der konkurrenzfähige Course-Rekord auf dem East Course ist 64. Er wurde zum ersten Mal von Ben Hogan während der 1942er Times-Union Open aufgestellt, ein Turnier, das von der in Rochester ansässigen Tageszeitung veranstaltet wurde. Dieser Rekord wurde nur ein weiteres Mal während eines Top Level Turniers wieder erreicht: von Curtis Stange während der U.S. Open 1989.
  • John Ralston Williams führte 1956 die Hall of Fame im Oak Hill Country Club ein. Seither werden Golflegenden wie Jack Nicklaus, Arnold Palmer und Gary Player dort festgehalten. Sie wurden allesamt 1965 in die Hall of Fame aufgenommen.
  • Lee Trevinos erster Majorsieg war gleichzeitig sein erster PGA-Erfolg. Er gewann 1968 die US Open im Oak Hill Country Club mit vier Schlägen Vorsprung zu Jack Nicklaus. Er beendete als erster Golfer in der Geschichte der U.S. Open jedes Loch unter 70.
  • Jack Nicklaus‘ vorletzter Majorsieg gelang ihm im Oak Hill Country Club während der PGA Championship 1980. Es war sein insgesamt fünfter PGA Sieg. Er teilt sich den Rekord mit Walter Hagen.
  • Eine Gedenktafel am sechsten Loch erinnert daran, dass dort Doug Weaver, Mark Wiebe, Jerry Pate und Nick Price während der zweiten Runde der 1989er US Open ein Hole-in-One gelang.
  • Es gibt sechs Top-Level-Herrenturniere in den USA, die auf jährlich wechselnden Golfplätzen stattfinden: US Open, US Senior Open, US Amateur Open, PGA Championship, Senior PGA Champioship und der Ryder Cup. Der Oak Hill Country Club ist der einzige Platz, auf dem bereits alle sechs Turniere ausgetragen wurden.
  • Craig Harmon aus der bekannten Harmon Familie, die fast ausschließlich aus Golfprofis besteht, ist der Pro im Oak Hill Country Club seit 1973.
  • Der Oak Hill Country Club ist ein privater Golfclub. Nichtmitglieder dürfen nur auf Einladung von Mitgliedern als deren Gäste im Oak Hill Country Club spielen.

Matthias Kiesinger

Matthias Kiesinger - Freier Autor für Golf Post

Matthias ist diplomierter Sportwissenschaftler. Er hat Schwächen bei Annäherungen, dafür kommt das Eisen 3 (teilweise) überraschend gut. Mit Bogey-Handicap ist noch viel Luft nach oben. Ziel: Single Handicap und einmal im Leben eine Par-Runde. Sein Golfvorbild ist Ivan Lendl.
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