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Nobby Dickel und die golfenden Fußballer von GOFUS

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18. Feb 2014
Dortmunds Stadionsprecher Nobby Dickel (ganz links) versammelt auf dem Golfplatz regelmäßig bekannte Fußballer wie Jürgen Kohler (ganz rechts) um sich. (Foto: Getty)
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Im Gespräch mit Golf Post berichtet Dortmunds Stadionsprecher Nobby Dickel von seinem sozial engagierten Golfclub GOFUS.


Golf spielen in der Kaserne

Norbert „Nobby“ Dickel, ehemaliger Stürmer und Legende von Borussia Dortmund, ist auch weit über die Grenzen Westfalens bekannt. Der „Held von Berlin“ ist nach Beendigung seiner aktiven Karriere aber nicht nur als emotionaler Stadionsprecher und BVB-Netradio-Kommentator zu hören, sondern widmet sich vermehrt auch seiner zweiten großen Liebe – dem Golfen. Während einer Verletzung im Jahr 1989 erlernte Nobby Dickel auf einer 9-Loch-Anlage in einer englischen Kaserne das Golf spielen und war nach dem ersten Abschlag schon begeistert. Noch heute findet er es „total toll, mit einem viel zu langen Schläger gegen einen viel zu kleinen Ball zu hauen.“


GOFUS für sozial benachteiligte Kinder

Im Jahr 2001 gründete Dickel das Projekt GOFUS. GOFUS ist ein sozialer Golfclub, in dem sich rund 500 ehemalige und aktive und ehemalige Fußballprofis engagieren. Ziel ist es, durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und prominent besetzte Golfevents, Gelder für soziale Projekte wie den Bau von Golfplätzen oder der Akquise von Ausbildungsplätzen für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche zu sammeln. In dem mittlerweile internationalen Golfclub sind unter anderem aktuelle Topspieler wie Thomas Müller, Phillip LahmSebastian Kehl, Nuri Sahin und Roman Weidenfeller Mitglied. Bei GOFUS treffen diese auf ehemalige Stars und Legenden wie Franz Beckenbauer, Oliver Bierhoff, Uwe Seeler, Manni Kaltz und Uli Hoeness.

Fußballer können einiges von den Golfern lernen

Darüber hinaus bewundert Dickel die Golfer für ihre psychische Stärke und ist der Meinung, dass sich viele Fußballer dahingehend so einiges von den Golfern abschauen könnten. Das ständige Konzentrieren und Fokussieren der Profis über einen langen Zeitraum und das Ausblenden von sämtlichen störenden Faktoren würden auch die Fußballer weit nach vorne bringen. Im Gegenzug könnten sich die Golfer, was die Beweglichkeit angeht, viel von den aktuellen Profifußballern abgucken.

Angebot an den DGV

Für die Weiterentwicklung des Golfsports sieht Dickel die meisten Potenziale bei der Öffnung der Golfclubs gegenüber dem Nachwuchs. Die Idole der Jugend wären darüber hinaus zumeist die Fußballer. Dadurch, dass bei GOFUS-Events viele Jugendliche sehen würden, dass auch ihre Lieblingsspieler wie Müller, Lahm oder Kehl gerne Golf spielen, ergäbe sich die Möglichkeit, diese Jugendlichen ebenfalls für den Golfsport zu begeistern. Dafür ist laut Dickel aber eine engere Zusammenarbeit mit dem DGV von Nöten. Im unterhaltsamen Gespräch mit Golf Post bietet er dem DGV an, mit den vielen Prominenten seines Golfclubs auch Kampagnen für den Golfsport zu machen, um dem Nachwuchs zu zeigen, „dass Golf an und für sich der wunderbarste Sport der Welt ist.“

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Daniel Muench

Daniel Muench - Freier Autor für Golf Post

Daniel Münch, der Medienstudent an der Deutschen Sporthochschule Köln war jahrelang begeisterter Passiv-Golfer. Seit geraumer Zeit verbringt er seine freien Wochenenden aber vermehrt auf den Golfplätzen der Region und feilt trotz mangelnden Talents stets bemüht an seinem Abschlag.
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