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Nike macht trotz Tiger Woods 20 Jahre lang Verluste mit Golf-Equipment

Nikes Equipment-Sparte profitiert nicht von der langen Kooperation mit Tiger Woods. Der Hersteller machte mit seinen Schlägern keinen Profit.

Tiger Woods ist Nike seit 20 Jahren treu. (Foto: Getty)
Tiger Woods ist Nike seit 20 Jahren treu. (Foto: Getty)

Im vergangenen Jahr sorgte Nike Golf für Aufsehen, als das Unternehmen überraschend aus der Produktion von Golf-Equipment ausstieg und lediglich in Form von Schuhe und Sportbekleidung auf dem Golfplatz präsent bleibt. Jetzt gab Nike-Mitbegründer Phil Knight den Grund dafür bekannt: trotz Tiger Woods als Markenbotschafter hat Nike durch die Schlägerproduktion nur Verluste gemacht.

"Wir haben 20 Jahre lang Geld verloren"

"Es ist eigentlich eine ganz einfache Rechnung", sagte Knight in einer amerikanischen Fernsehshow. "Wir haben mit Equipment und Bällen 20 Jahre lang Geld verloren und uns ist klar geworden, dass sich das auch im nächsten Jahr nicht ändern wird." Auch Tiger Woods, den Nike seit über 20 Jahren unter Vertrag hat, konnte dem Unternehmen nicht zu schwarzen Zahlen verhelfen.

Dabei umwarb Knight den Ausnahmegolfer schon, als dieser noch gar kein Profi war, aber bereits drei Junior Amateur Championships und drei US Amateur Championships gewonnen hatte. Immer wenn Woods in der Nähe des Nike-Hauptquartiers spielte, wurden er und seinen Vater Earl Woods zum Mittagessen eingeladen. "Wir haben drei Jahre lang daran gearbeitet, bevor wir den Vertrag unterzeichnet haben", erzählte Knight. Da war Woods erst 20 Jahre alt und trägt seitdem ausschließlich Nike-Schuhe auf dem Golfplatz. Erst später startete Nike die Schlägerproduktion, die, wie im August 2016 bekanntgegeben, 2017 eingestellt wurde.

Nike zieht sich aus Golf-Equipment zurück

Nike wolle sich stärker auf Golfbekleidung und -schuhe konzentrieren und dafür die Produktion von Schlägern, Bällen und Golfbags aufgeben. Dies zwang die bei Nike unter Vertrag stehenden Golfer, zu denen neben Tiger Woods auch Rory McIlroy und Michelle Wie gehören, sich nach neuen Schlägerherstellern umzusehen. Tiger Woods unterschrieb bei TaylorMade, ebenso entschied sich Rory McIlroy für den von Adidas verkaufte Golfsparte. Michelle Wie hingegen entschied sich für Callaway.


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