Aktuell. Unabhängig. Nah.

Never Lost Golfball – Der Ball mit dem Ortungssender

15. Okt 2015
Via Bluetooth sollen sich die Never Lost Golfbälle wesentlich schneller finden lassen. (Foto: Chip-ing)
Artikel teilen:

Auf dem Golfmarkt kündigt sich eine Neuerung an – mit dem Golfball, den man via Smartphone orten kann.

Jeder kennt’s: Hat sich die kleine weiße Kugel mal wieder im Rough oder im anliegenden Wäldchen versteckt und ist partout nicht auffindbar, ist der Ärger groß. Lästiges Suchen ohne Ergebnis, Strafschläge oder der Weg zurück zum Tee, um erneut abzuschlagen, können einer spaßigen Runde ganz schön im Weg stehen. Eine neue Erfindung soll nun garantieren, dass die Suche nach verlorenen Golfbällen sich bedeutend kurzweiliger gestaltet und am Ende dann auch schließlich von Erfolg gekrönt ist: Der „Never Lost Golfball“ besitzt einen integrierten Sender, mit dem er jederzeit geortet werden kann.

Außer Sicht geratene Bälle mit dem Smartphone orten

Der Bluetooth-Transmitter im Kern des Balles (Foto: Indiegogo)

Der Bluetooth-Transmitter im Kern des Balles (Foto: Indiegogo)

Das funktioniert durch einen elektronischen Sender, der exakt mittig im Ball platziert ist und mit dem er sich unter Zuhilfenahme einer dazugehörigen Smartphone-App via Bluetooth orten lässt. So soll sich der Ball in Minutenschnelle auffinden lassen. Den Ballflug beeinträchtigt der Chip laut den Entwicklern nicht, die Golfbälle würden genau wie ihre derzeit handelsübliche Verwandtschaft fliegen und rollen.

Auch den R&A- und USGA-Richtlinien entsprechen die Bälle trotz ihres Zusatzes in allen Kriterien wie Gewicht, Größe, Symmetrie, Geschwindigkeit und Distanz – entsprechend wurde auch ein internationales Patent beantragt. Für den Turniereinsatz sind sie allerdings nicht vorgesehen, hier muss der geneigte Golfer also mit althergebrachten Golfbällen vorlieb nehmen.

Für Wasserhindernisse lieber Standardbälle

In bestimmten Lagen hat der Never Lost Golfball allerdings noch Optimierungspotential. So sollte der Golfball mit dem Ortungssender beispielsweise nicht im Wasser landen, weil dort die Übertragungsleistung mit jedem Zentimeter Wasser über dem Ball nachlässt. Für das Überspielen von Wasserhindernissen empfiehlt sich deshalb das Nutzen eines Standard-Balls, weshalb jedem Set zusätzlich ein solcher beiliegt.

Doch nicht nur Wasser kann die Übertragungsleistung abschwächen, sondern auch sonstige widrige Umgebung, in der sich der Golfball befindet. Liegt die Distanz, in der sich der Ball problemlos orten lässt, bei guter Lage noch bei bis zu 137 Metern, kann sie bei weniger schönen Umständen auf bis zu 45 Meter schrumpfen – eine ungefähre Ahnung, wo der Ball gelandet ist, kann sich also trotz des Tools als hilfreich erweisen.

Nach dem Ersteinsatz hält die Batterie des Never Lost Golfball etwa ein Jahr lang, wiederaufladbar sind die ersten für Mai geplanten Modelle noch nicht. Nach Ende der Batterielaufzeit können sie allerdings bis zur Abnutzung als gewöhnliche Bälle weiter genutzt werden.

Never Lost Golfball: Launch für Mai 2016 geplant

Das neuartige Gadget gibt es bis zurzeit nur für die Unterstützer der Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Indiegogo, mit deren Hilfe die Produktion und Entwicklung ans Laufen kommen soll. Hier zahlt man für zwei Never Lost Golfbälle sowie einen regulären Golfball inklusive der benötigten App 35 US-Dollar (umgerechnet etwa 30,61 Euro). Im Rahmen der Crowdfundingkampagne gibt es weitere Pakete für andere Investmentsummen, darunter auch ein Angebot, in einem Turnier mit den Machern des Golfballs zu spielen.

Die ersten Modelle des Never Lost Golfball sind bis dahin für den kleinen Kreis an Investoren vorgesehen, die Massenproduktion und Lieferung ist für Mai 2016 geplant.

Die Crowdfundingkampagne läuft nur noch bis zum 2. November 2015 und hat erst elf Prozent ihrer Investmentschwelle erreicht. Technik-Fans und Vorreiter, die investieren oder Flightpartner mit ihrem neuen Gadget beeindrucken wollen, müssen sich also beeilen.

Tags:

Diese Seite teilen

Mehr zum Thema Golf-Equipment:

Jacqueline Sauer

Jacqueline Sauer - Freie Autorin für Golf Post

Jacqueline mischt bei den redaktionsinterenen Tippspielen ganz vorne mit. Kein Wunder: Die großen und kleinen Namen des Golfs hat sie ständig im Auge, damit der nächste Tipp stets ein sicherer Treffer wird.

Alle Artikel von Jacqueline Sauer

1 LESER-KOMMENTAR

Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab
  1. Gibt’s doch schon. Aber was soll das, wenn R&A sich dagegen sperrt? Beschleunigt doch jeden Flight durch verkürzte Ballsuche.

    Ich als einäugiger habe oft Schwierigkeiten meinen Ball zu orten. Und das Wollen den Ball nachzuschauen, ist einem geraden Ballflug nicht gerade förderlich…

    Antworten