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Neue Trainingsreize für bessere Spielergebnisse

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10. Jul 2015
Häufig wird im Training zu viel auf die Quantität von Übungen geachtet und die Variation dabei vernachässigt. (Foto: Getty Images)
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Der Unterschied zwischen Training und dem Spiel auf dem Platz kann riesig sein. Wir haben Trainingstipps und zeigen Alternativen.

Eine der größten Herausforderungen des Golfsports ist die Unbeständigkeit des Spiels. Kein Platz gleicht dem anderen und auch die Wetterbedingungen sorgen immer wieder für neue Herausforderungen. Dazu kommt, dass der Golfer oft nicht an dem Ort trainiert, an dem er seine Turniere spielt.

Die Driving Range als Trainingsort bietet zwar verlockende Bedingungen, dort immer wieder zu trainieren: Der Ball liegt immer in optimaler Position zum Abschlag bereit und fliegt so herrlich weit an die 200-Meter-Markierung. Um sich richtig auf die verschiedensten Situationen auf der eigentlichen Golfrunde vorzubereiten, sollten jedoch die Schläge so oft wie möglich variiert und Spielsituationen simuliert werden, in denen man unter Druck steht. Wir haben einige Tipps zusammengestellt, die neue Trainingsreize setzen und Training verbessern können.


Schwungtraining: Nicht immer ist Quantität gleich Qualität

Passen Sie Ihr Training auf der Driving Range zur Verbesserung Ihres Schwungs an. Anstatt immer wieder den gleichen Schlag auf ein und dasselbe Ziel zu üben, wechseln Sie die Schläger nach jedem gespielten Ball, so als würden Sie ein ganz normales Loch spielen. Spielen Sie den ersten Ball mit dem Driver, den zweiten mit dem Eisen, den dritten mit dem Wedge und so weiter. Sie simulieren dadurch den tatsächlichen Ablauf Ihrer Golfrunde und trainieren effektiver.

Bei wiederholter Schwungübung mit dem selben Schläger sollten sie regelmäßig das Ziel wechseln, z.B. zweimal auf ein Ziel abschlagen und dann das nächste Ziel wählen. Vernachlässigen Sie nicht, sich vor jedem geschlagenen Ball wieder voll zu konzentrieren, anstatt direkt den nächsten Ball zu spielen. Tipp: Lassen Sie alle Rangebälle im Körbchen und positionieren Sie sie etwa drei Meter entfernt. So müssen Sie vor jedem Schlag den nächsten Ball erstmal aus dem Korb nehmen, wodurch eine Denk- und Konzentrationspause entsteht; Ihre Schwungtechnik wird es Ihnen danken.

Kurzspiel: Drucksituationen im Training simulieren

Um Ihr Kurzspieltraining zu verbessern, können kleine Spiele hilfreich sein. Sie bringen Abwechslung in Ihr Trainingsprogramm und machen Erfolgserlebnisse offensichtlicher. Ein weiterer positiver Effekt von Trainingsspielen: Sie schaffen Drucksituationen. Während eines Spiels im Training entsteht zwar nicht die Nervosität wie während eines Turniers, doch lässt es sich üben, mit einer gewissen Grundnervosität umzugehen. Vorschläge für verschiedene Spielformen finden Sie in unserer Trainingskategorie. Ein Beispiel für etwas mehr Spannung im Training wäre zum Beispiel Desaster – Jeder Fehler schlägt zu Buche.

Putten aus unterschiedlichen Lagen ist Gold wert

Auch beim Putttraining lassen sich verschiedene Spielformen ausprobieren. Häufige Abwechslung ist dabei sehr effektiv, da das ständige Putten von der gleichen Stelle nicht genügend auf die Ungleichmäßigkeiten auf Golfplätzen vorbereitet. Eine mögliche Trainingsform für das Spielen aus verschiedenen Lagen ist das sogenannte „Circle Putting“, wie es zum Beispiel Phil Mickelson zum Aufwärmen vor großen Turnieren betreibt. Beim Circle Putting werden zehn Bälle in einem Kreis, im Abstand von etwa einem Meter, um das Loch platziert. Zielsetzung ist natürlich, möglichst viele Bälle hintereinander zu lochen.

Chippen: Hierbei ist Technik nicht alles

Oftmals scheitert das Spielen eines guten Chips nicht an der Technik des Spielers, sondern an der richtigen Einschätzung der Lage des Balls. Beim Chippen ist es daher umso wichtiger variabel zu trainieren, um die verschiedensten Situationen einschätzen zu lernen und ein besseres Gefühl für das Chippen zu entwickeln. Stecken Sie sich verschiedene Ziele in unterschiedlicher Entfernung oder platzieren Sie Ihre Rangebälle in unterschiedlichen Lagen rund ums Chipping-Grün. Setzten sich bestimmte, überprüfbare Ziele. Tipp: Wenn Sie Ihre erfolgreichen wie auch die ‚verkorksten‘ Chips zählen, können Sie Verbesserungen besser nachvollziehen.

Viel Spaß beim Training!

Bobo Camara

Bobo Camara - Freier Autor für Golf Post

Bobo ist seit Jahren Leistungssportler und wenn er nicht gerade selber im Wettkampfgeschehen steckt, verfolgt er das Geschehen auf dem Golfplatz. Die Ruhe im Golfsport ist für ihn eine willkommene Abwechslung und ein guter Kontrast zum 400m Hürdenlauf.

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