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Moritz Klawitter: „Der August war lehrreich, wie die ganze Saison“

08. Sep 2014
Moritz Klawitter berichtet in seinem monatlichen Blog wieder über die Erlebnisse eines Jungpros. (Foto: Moritz Klawitter)
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Erst hat er Pech, dann wird er krank. Moritz Klawitter über einen „Hammermonat“ August, aber auch einen erfreulichen Abschluss.

Hallo liebe Leserinnen und Leser der GolfPost!

Der August war für mich ein Hammermonat. Ende Juli kam ich ja aus Adendorf wieder und trat für meinen Heimatclub, dem GC Bergisch Land, bei der DGL an. Auch wenn es mir zeitlich überhaupt nicht passte, wollte ich doch die Gelegenheit nutzen, mein vermutlich letztes Spiel für die Mannschaft zu absolvieren.  In der nächsten Saison bin ich 25 und wenn nichts an den Regularien geändert wird, kann ich dann als Pro meine Mannschaft bei der DGL nicht mehr unterstützen. So spielte ich Sonntags erst im Einzel – dann im Vierer meine 36 Loch, um mich im Anschluß sofort auf den Weg nach Laatzen bei Hannover zu machen.


Dort sollte schon am nächsten Tag die HDI Gerling Championship stattfinden. Ohne Proberunde und anständige Vorbereitung war das natürlich ein gewagtes Unterfangen und ich war selbst gespannt, wie ich die Situation meistern würde. Natürlich spielte mal wieder das Wetter verrückt und wirbelte den Turnierablauf durcheinander. Und natürlich vergeigte ich die erste Runde, was mich nicht sonderlich überraschte. Eine 79 (+7) musste ich hinnehmen, mehr war an diesem Tag nicht drin. Die zweite Runde war mit einer 72 (Even-Par) schon wesentlich besser. So konnte ich mich leicht verbessern, scheiterte jedoch am Cut.

Fernseh-Reportage über Jungpro Klawitter

Nach Hannover hatte ich vier kurze Tage zur Nachbereitung, bis es wieder nach Augsburg ging. Das war schon ein Mammutprogramm. Zusätzlich hatte sich der WDR noch gemeldet, um mich für eine Reportage über Professionals nach Augsburg zu begleiten. So drehte man beim Training und abends in der Unterkunft, als ich für mich und Hendrik (Beins) am Herd stand, um etwas zu kochen. Ihr könnt schon lesen, dass es gerne etwas ruhiger hätte sein dürfen. Aber als Jungpro, der noch auf der Suche nach Sponsoren ist, muss ich auch auf diesem Sektor jede Gelegenheit nutzen, etwas für das Marketing zu tun. Über die Veröffentlichung der Reportage berichte ich natürlich über meine Facebookseite.

Pünktlich zu Turnierbeginn hatte ich mir natürlich noch eine heftige Erkältung zugezogen. Da man als Pro natürlich keine heftigen Mittel einnehmen darf, war ich körperlich sehr geschwächt. Wieder musste ich mir zu Beginn eine 78 (+6) notieren. Obwohl ich eigentlich lieber im Bett geblieben wäre, versuchte ich noch einmal in der zweiten Runde alles zu geben. Wieder notierte ich die 78 (+6). Der Cut war natürlich kein Thema und ich war selten so froh, wieder zu Hause zu sein.

„Ich war motivierter und fühlte mich gut“

Hier verbrachte ich die nächsten Tage erst einmal mit Kontrastprogramm zum Auskurieren. Dies bedeutete vor allem viel Schlaf und kein Golf. Bis zum nächsten Turnier in Bissenmoor hatte ich diesmal wieder etwas mehr Zeit. So begann ich meine Aufbau- und Vorbereitungsphase erst wieder mit lockerem Training, welches ich dann angemessen steigerte. Rechtzeitig in Norddeutschland angereist, fühlte ich schon auf den Proberunden,  dass mir die Pause sehr gut getan hatte. Ich spielte in der ersten Runde eine 74 (+3) die sich erst mal schlechter anhört, als die Runde war.

Für mich war es eine gute Runde, weil ich etwas motivierter bei der Sache war, ich mich gut fühlte und mein Spiel meist funktionierte.  Nur die Putts wollten nicht fallen, daher hagelte es viele Pars und einige Bogeys. Die zweite Runde verlief ähnlich, obwohl ich einige Birdies machen konnte. Dem standen aber auch wieder Bogeys und ein Doppelbogey gegenüber. Wieder eine 74 (+3) und den Cut um drei Schläge verpasst. So geht es manchmal – aber die Pause hat mich trotzdem weiter nach vorne gebracht.

Bestes Saisonergebnis zum Abschluss

Der vorerst letzte Auftritt auf der ProGolfTour in 2014 würde direkt im Anschluß beim Großen Preis des Hardenberg Golfresorts kommen.  Also ging es von Bissenmoor direkt und ohne Umweg nach Hardenberg. Die Proberunden hier waren ordentlich und so startete ich mit einer 74 (+3) eigentlich recht ordentlich. Der Platz mit dem Keilerkopf ist nicht der leichteste auf der Tour, deshalb war ich froh, dass mir neben den Bogeys auch einige Birdies gelangen.  In der zweiten Runde konnte ich eine 72 (+1) nachlegen und sicherte mir endlich mal wieder einen Cut. Mit diesem positiven Gefühl ging es in die Finalrunde. Hier musste ich zwar einige Bogeys hinnehmen, konnte jedoch mit sechs Birdies dagegenhalten und am Ende eine 70 (-1) notieren. Die ordentliche Schlußrunde brachte mir den geteilten 14. Rang und mein bestes Saisonergebnis ein.

Nach dem letzten Turnier habe ich jetzt erst einmal Pause. Ihr könnt vielleicht herauslesen, dass ich die längere Turnierpause nach dem intensiven August auch mal gebrauchen kann.  Der August war heftig, aber wieder ungemein lehrreich für mich – so wie eigentlich die gesamte Saison.

Bis bald  bei der Golf Post!

Liebe Grüße,

Euer Moritz

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