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Fairwaybunker: Mit dem Tee aus der Misere

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19. Okt 2016
Der größte Unterschied zwischen Profis und Amateuren bei einem Schlag aus dem Fairwaybunker ist meist das Setup und die Ruhe im Schwung. (Foto: Getty)
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Fett, dünn, rechts, links – Ein ordentliches Setup und ein kleiner Trick im Training helfen aus dem Fairwaybunker raus.

Die zwei häufigsten Gründe für einen misslungenen Schlag aus dem Fairwaybunker sind eine falsche Ansprechposition und das mangelnde Selbstvertrauen in den eigenen Schlag. Ist der Ball vom Tee aus erst einmal im Bunker gelandet, schleicht sich bei den meisten Golfern schnell eine falsche und unnötige Routine ein.

„Bunkermodus“ an, Ruhe und Besonnenheit aus

Der Kopf schaltet auf „Bunkermodus“ und der Spieler versucht den Ball aus dem Sand „zu löffeln“. Hierfür wird der Ball im vorderen Bereich angesprochen, die Füße eng zusammen in Richtung Ziel geöffnet und das Schlägerblatt aufgedreht. In der Ausführung wird zusätzlich noch schneller geschwungen, um den Sand zu durchdringen und der Oberkörper nach hinten bewegt. Das Ergebnis ist ein unkontrollierter, wilder Schlag, der häufig dünn oder fett getroffen ist und die geplante Richtung verfehlt.


Das richtige Setup als erster Schritt

Wenn der Ball den Weg in den Bunker gefunden hat, ist es als aller erstes wichtig, dass das normale, routinemäßige Ansprechen des Balles nicht vollkommen über den Haufen geworfen wird. Sicherlich ist bei einem Schlag aus dem Fairwaybunker einiges zu beachten, aber das Setup muss lediglich in zwei Kernpunkten verändert werden. Als Erstes muss der Stand kontrolliert werden. Anstatt eines engeren Standes empfiehlt es sich, den Stand sogar etwas zu verbreitern. Ist der Stand nämlich etwas breiter als die Schultern, resultiert daraus ein wesentlich ruhigerer Oberkörper im späteren Abschwung, was der Kontrolle des Schlages zu Gute kommt.

Im zweiten Schritt muss der Spieler sich bewusst werden, dass er aus einem Fairwaybunker spielt und dementsprechend einen Transportschlag oder einen längeren Schlag ins Grün vor sich hat. Daher ist eine Ballposition im vorderen Bereich aufgrund der zu bewältigen Länge schon kontraproduktiv. Durch eine solche Lage bedingt wird der Ball erst nach dem Eindringen des Schlägers in den Sand (Sand-Ball-Kontakt) getroffen und verliert enorm an Länge. Es gilt also, den Ball etwas weiter mittig oder sogar im hinteren Bereich zu positionieren, um einen Ball-Sand-Kontakt zu ermöglichen.

Mit 3/4-Schwung aus dem Fairwaybunker

Für den Schlag aus dem Fairwaybunker empfiehlt es sich, neben einem vernünftigen Setup auch einen Schläger höher als üblich zu spielen. Dieser sollte allerdings etwas kürzer gegriffen werden, da sich aus dem Bunker ein 3/4-Schwung wesentlich besser eignet als ein voller Schlag.


Sowohl die Kontrolle im Oberkörper kann so besser gehalten werden, als auch die Ruhe in den Füßen. Diese ist aufgrund des weichen, sandigen Untergrunds bei einem vollen Schwung nicht gewährleistet und führt zu großen Richtungsabweichungen. Im Großen und Ganzen bedeutet dies also, dass der Schlag aus dem Fairwaybunker ruhig, kontrolliert und gut vorbereitet gespielt werden muss. Gelingt dies, ist ein Ergebnis wie hier bei Adam Scott im Rahmen der Honda Classic möglich.

Mit kleinem Trick zum sauberen Treffmoment

Zur sauberen und sicheren Ausführung eines Schlages aus dem Fairwaybunker bedarf es selbstverständlich einige Zeit an Übung. Die Rahmenbedingungen des Trainings sind jedoch sehr einfach und schnell bei der Hand. So bedarf es lediglich eines Bunkers, einem Eimer Bälle und eines simplen Tees.

Das Tee sollte an einer beliebigen Position im Bunker positioniert werden und so tief in den Sand gesteckt werden, dass der Kopf noch zu sehen ist. Im Anschluss wird der Ball knapp vor dem Tee positioniert und das beschriebene Setup eingenommen. Das Ziel ist es nun, den Ball sauber zu treffen und dabei das Tee nach dem Ballkontakt an seinem Kopf zu erwischen. Wird das Tee aus dem Sand befördert, ist der Ball fett gespielt – wird es nicht getroffen, ist der Ball dünn getroffen. Diese einfache und schnelle Trainingsmethode sorgt zum einen für den perfekten Treffmoment und hilft dem Spieler dabei, Ruhe in seinen Schwung zu bringen.

Eine kleine Anleitung für das Training der Schläge aus dem Fairwaybunker bietet dieses Video:

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Robin Bulitz

Robin Bulitz - Redakteur bei Golf Post

Robin ist im Alter von 22 Jahren aktiv zum Golfsport gekommen und seitdem Feuer und Flamme. Durch seine sportlichen Erfahrungen im Handball und Tennis konnte er sich schnell mit der kleinen, weißen Kugel arrangieren und kratzt inzwischen am Single-Handicap. Ab Februar 2016 zunächst als Werkstudent, mischt Robin seit August im Tagesgeschäft mit und testet besonders das umfangreiche Equipment auf Herz und Nieren.

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