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McIlroy: Von ManU-Legende und neuem Driver beflügelt

25. Sep 2014
Sir Alex Ferguson mit dem europäischen Ryder Cup Team. (Foto: Getty)
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US-Kapitän Watson hat müde Spieler, Mahan will die Revanche und Westwood hat kräftig abgespeckt. Allerlei vom Ryder Cup.

Das war ein Termin ganz nach Rory McIlroys Geschmack: Kapitän Paul McGinley hatte Sir Alex Ferguson, die Trainer-Legende von Manchester United, ins Team-Quartier eingeladen; und „Rors“ ist bekanntlich ein glühender ManU-Fan. Ferguson (72) gab ein paar „Dönekens“ aus seinem Nähkästchen zum Besten, plauderte über Motivation und Konzentration, über große Matches und den angemessenen Fokus, vor allem aber über den Schlüssel zum Erfolg, wenn ein Team als Favorit antritt. „Das war mein bisheriger Höhepunkt der Woche“, sagte McIlroy, der den Fußball-Coach bei dessen Ansprache unverwandt ansah und fast hypnotisiert wirkte.

Rory McIlroy eventuell mit neuem Driver in den Ryder Cup

McGinley plant übrigens, seinen Top-Spieler in allen fünf Sessions einzusetzen. McIlroy wiederum, der die Führungsrolle „mit Freuden“ annimmt, wird aller Voraussicht nach den Driver wechseln und – nach intensiven Übungseinheiten auf der Driving Range von Gleneagles – den Ryder Cup mit dem neuen „Vapor Pro“ seines Ausrüster Nike bestreiten.


Markt der „Second-Hand“-Tickets blüht

Schwunghafter Handel: Ryder-Cup Tickets dürfen nicht weiterverkauft werden, und wer mit einem „Second-Hand“-Ticket erwischt wird, riskiert eine Zugangssperre für alle Tage. Dennoch blüht im Internet der Handel mit Eintrittskarten für Gleneagles. In den einschlägigen Portalen liegt der Wiederverkaufspreis aktuell bei 1.640 Dollar (1.282 Euro) und mehr.

Tom Watson befürchtet Folgen von Überspielung

Golf als Stress: US-Kapitän Tom Watson hat das Thema „Turnier-Belastung“ aufgegriffen und macht sich laut Gedanken über eine mögliche Überspielung einzelner Teammitglieder. „Ich bin schon besorgt, wie viele Turniere der eine oder andere hintereinander gespielt hat, bevor er hier zum Ryder Cup kam“, sagt der 65-Jährige zum strammen Terminplan der vergangenen Wochen auf der PGA Tour: „Das war zu viel Golf. Sie sind müde!“

Poulter: Gegen den Ryder Cup hat das Masters nur eine Drei

Klare Verhältnisse: Ian „Mr. Ryder Cup“ Poulter hat mal eben die Verhältnisse zurecht gerückt. Für den Helden von Medinah ist der Kontinental-Wettkampf gut dreimal so viel wert wie das Masters in Augusta. „Im Vergleich zum Ryder Cup, der für mich die Traumnote Zehn hat, würde ich dem Masters bloß eine Drei geben“, urteilte der Engländer. Selbst sein Heim-Major ordnet „Poults“ deutlich tiefer ein: „Bei einer Open Championship am ersten Tee zu stehen, ist ganz nett, aber gar nichts gegenüber einem Ryder-Cup-Auftakt.“

Hunter Mahan will unbedingt das finale Match

Da brennt einer auf Rehabilitation: 2010 verlor Hunter Mahan im Celtic Manor Resort von Wales das entscheidende Macht gegen Graeme McDowell, Europa unter Colin Montgomerie holte sich den 2008 gegen Paul Azingers US-Team verlorenen Ryder Cup zurück. In Gleneagles hat Mahan, der nach seinem „Barclays“-Sieg von Tom Watson „gepickt“ wurde, erklärt, wie sehr er sich noch einmal den Druck eines möglicherweise entscheidenden Spiels wünsche: „Ich möchte unbedingt am Sonntag das finale Match spielen“, beschwor der 32-Jährige via Pressekonferenz seinen Kapitän.

McDowell plädiert: Ryder Cup nur noch alle drei Jahre

Rhythmus-Wechsel: Graeme McDowell hat sich für eine Austragung des Ryder Cups alle drei Jahre ausgesprochen und dabei vor allem an die Amerikaner gedacht, die aufgrund des Presidents Cups während der „ungeraden Jahre“ keine Saison ohne Team-Wettbewerb haben. „Ich habe mit einigen US-Spielern gesprochen: Sie hätten nichts dagegen, nach Ryder und Presidents Cup ein Jahr Pause zu haben“, erzählte G-Mac. „Ich würde das unterstützen. Der Ryder Cup ist ein solch globales Spektakel geworden, eine derart leidenschaftliche und emotionale Woche, dass man den Amerikanern die Möglichkeit geben sollte, genau so frei in den Wettbewerb zu gehen wie wir, die wir das alles immer ein Jahr sacken lassen können.“

Rickie Fowlers haariges patriotisches Statement

Patriotismus als Frisur: Rickie Fowler hat sich die Initialen „USA“ hinters rechte Ohr ins Haupthaar rasieren lassen. So tief, wie der 25-Jährige seine Kappen zu tragen pflegt, dürfte der Kopfschmuck freilich selten sichtbar sein. Ted Bishop, der Präsident der PGA of America, war übrigens mit gleichem Anliegen beim Friseur, angesichts des ergrauten Funktionärsschopfs kommt sein haariges Statement aber eher unauffällig daher …

Lee Westwood zehneinhalb Kilo leichter

Auf Kampfgewicht „abgekocht“: Bei der Wales Open vergangene Woche präsentierte sich Lee Westwood mit einer deutlich verschlankten Silhouette. Der stets etwas füllig wirkende Engländer hatte sich während seiner dreiwöchigen Golf-Pause zehneinhalb Kilo abtrainiert. „Ich war morgens und abends im Gym, habe Diät gehalten und keinen Tropfen Alkohol getrunken“, gab der 41-Jährige zu Protokoll: „Jetzt habe ich wieder das Gewicht von 2010, als ich Weltranglistenerster war.“


Es wird heiß beim Ryder Cup - Die Bilder des Tages

Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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