Golf und Musik - Schnittstellen zweier großartiger Nebensächlichkeiten
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„Rory and the Majors“ – Golfmusik im Kopf und auf der Bühne

Happy-Gilmore-Weisheit: "It’s all in the hips", denn Rhythmus ist beim Golf wichtig und so kann Shakira Nachhilfe in Musik und Hüftarbeit geben.

Justin Timberlake (l.) ist einer der weltweit bekanntesten Musiker und liebt Golf. Bei Rory McIlroy ist es genau andersherum. (Foto: Getty / Screenshot YouTube)
Justin Timberlake (l.) ist einer der weltweit bekanntesten Musiker und liebt Golf. Bei Rory McIlroy ist es genau andersherum. (Foto: Getty / Screenshot YouTube)

Musik auf dem Golfplatz war früher noch undenkbar und ist bis heute während Turnieren nicht erlaubt, „um Lärm und andere Ablenkungen zu vermeiden“. Für manche Golfer ist Musik auf der Driving Range aber genauso wichtig wie der Driver – für Rory McIlroy beispielsweise. Er berichtete bereits ausgiebig über seine musikalischen Vorlieben und beschrieb in einem Interview, dass ihm Musik helfe sich zu fokussieren und zu entspannen. Seine imaginäre eigene Band heißt „Rory and the Majors“. McIlroy veröffentlichte eine Playlist, die seiner Konzentration zuträglich sei.

Ein Gefühl für Rhythmus und Tempo sind eben bei Golf und Musik gleichermaßen unabdingbar. So singen andere Golfer direkt selbst oder spielen ein Instrument in einer Band. Das heute bekannteste Bespiel hierfür ist wohl John Daly. Der Paradiesvogel der PGA Tour, der heute auf der Senior Tour abschlägt, gehörte in den 1990ern zur Weltspitze. Mit seinem Album „I only know one way“ stellte sich sein musikalischer Erfolg als Country-Musiker 2014 ein. Der Song „Hit it hard“ ist dabei nicht nur als Anspielung auf seinen außerordentlich langen Abschlag zu verstehen, Daly berichtet darin zudem in vielen Golf-Analogien von seinem turbulenten Leben. Kürzlich machte er nochmals durch eine Zusammenarbeit mit Country-Rocker Keith Jacob auf sich aufmerksam. Der Song „18 Holes & A 12-Pack“ wurde Anfang 2018 veröffentlicht.

Doch auch schon vor John Daly waren Golf-Profis auf professionellem Niveau musikalisch aktiv. Die Band Jake Trout and the Flounders veröffentlichte 1989 ihr erstes Album "PGA Players: Sing Their Way to the Green" und 1998 das zweite Album „I Love to Play“, auf dem ebenfalls alle Lieder dem Golf gewidmet sind. Die Gruppe um Frontmann und Sänger Peter Jacobsen, die Gitarristen Larry Rinker und Mark Lye sowie Payne Steward an der Mundharmonika, spielten bevor sie die Alben aufnahmen bei Treffen im TPC Sawgrass in Ponte Vedra Beach (Florida) und bei Pro-Am-Dinner-Terminen.

Jake Trout and the Flounders – Love the One You Whiff


Nach dem tragischen Unfalltod Payne Stewarts ein Jahr nach der Veröffentlichung des Albums, löste Jacobsen die Band auf. Erst 14 Jahre später veröffentlichte Jacobsen 2013 mit der neuen Musik-Combo „Jake Trout and the Ball Washers“ seine erste Single „Cheers and Boos“. Das Lied beschreibt und feiert die Verrücktheit des Lochs 16 der TPC Scottsdale. 2016 folgte die zweite Single „It's a Jungle in Here“ (feat. Amy Jacobsen), die aber textlich nur noch im übertragenden Sinne etwas mit Golf zu tun hat.

Jake Trout and the Ball Washers – Cheers and Boos


Humoristisch bis verrückt bewiesen Ben Crane und seine Kollegen Hunter Mahan, Rickie Fowler und Bubba Watson ihre Liebe zur Musik. Als „Golf Boys“ veröffentlichten sie einige Videos, in denen sie sich selbst und den Golfsport auf die Schippe nehmen.

Doch auch umgekehrt ist Golf ist unter professionellen Musikern sehr beliebt. Shakira verriet in einem Interview: "Ich liebe Golf. Eigentlich  bin ich schlecht in Ballsportarten, das können Sie mir glauben. Wenn Sie mir einen Ball zuwerfen, könnten Sie meine Nase brechen, weil ich keine Reflexe habe. Aber im Golf braucht man nur Konzentration. Davon habe ich reichlich, und der Hüftsschwung ist sehr wichtig.” Die kolumbianische Sängerin zeigt in einem Video wie viel Spaß Golf während einer Tour-Pause 2011 in Mexiko machen kann.


Eine komplette Liste golf-begeisterter Musiker wäre sehr lang, unter anderem stünden aber Multitalent Justin Timberlake, Rock-Legende Alice Cooper, Diva Céline Dion, Pink Floyd-Ikone Roger Waters, der Eagles Sänger Glenn Frey, Maroon 5 Frontmann Adam Levine und Singer-Songwriter und Gitarrist Niall Horan darauf.



Musik-Stars am Eisen

Nichtsdestotrotz ist die Liste der Lieder, die sich mit Golf beschäftigen kurz. Zwar gibt es Musiker, die sich dem Golfsport professionell gewidmet haben. So nahm Gus van Sant (Musiker und Regisseur u.a. „Good Will Hunting“) 1998 das Album „18 Songs About Golf“ auf. Jedoch ist von den oben genannten Musikern kein Lied zu unserem Lieblingssport bekannt. Doch insbesondere Niall Horan, der Miglied der Boyband „One Direction“ ist, beschäftigt sich anderweitig professionell mit dem Golf.


Anders ist die Golfkarriere Horans darin, dass er nicht selber als Profi aktiv ist, aber an vielen Pro-Ams als Caddy teilnimmt. Allein diese Tätigkeit bringt dem Golf die Aufmerksamkeit einer neuen Zielgruppe, denn der 24-Jährige hat beispielsweise auf Twitter 39,3 Millionen Follower (Tiger Woods 6,3 Mio. oder Rory McIlroy 3,1 Mio.), die sich nicht vornehmlich mit Golf beschäftigten. Zudem hat der Ire die Sportagentur „Modest! Golf Management“ gegründet mit der er junge Golfspieler fördern will. Zu seinen Schützlingen zählen der 23-jährige Schotte Connor Syme und der 22-jährige Engländer Jack Singh Brar.
Doch auch vor Internet und Boygroups kümmerten sich Musiker um den Golfsport. Das Lied "Straight Down The Middle" wurde 1948 für den Kurzfilm "Honor Caddy" geschrieben. Das Video ist ein nostalgischer Abschluss. Es zeigt Crosby, untermalt von seinem Lied, wie er 1975 den Jimmy Tarbuck Golf Classic in Dalmahoy, Schottland spielt.

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