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Max und die Kids: In Fleesensee findet Kieffer neue Fans

05. Aug 2013
Max Kieffer mit den Siegern des Neun-Loch-Turniers beim Trainingscamp (v. l.): Hans Neuger (2. Netto), Ricardo Richter (1. Netto), Henriette Sohns (Brutto). (Foto: Reimbold)
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Trainingscamp für den Nachwuchs: Maximilian Kieffer begeistert die Jugend in Fleesensee mit seinen Trainingstipps.

Leo ist‘s gewesen! Beim Einschlagen für die Nachmittags-Runde über den Neun-Loch-Platz. Als Max Kieffer „endlich“ selbst zu den Schlägern greift und nach einigen gepflegten Neuner- und Siebener-Eisen einen Mords-Drive in den Himmel über‘m Land Fleesensee jagt. „Ach du Schei..!“, posaunt der Zehnjährige aus Neustrelitz vor lauter Begeisterung.

Wie ein Kanonenstart im Turnier war das: Feuer frei, jetzt werden die Fragen persönlich. „Max, hast Du eine Freundin?“ „Max, gehst Du auch mal in die Disco?“ Max, was isst Du am liebsten?“ Max hier, Max da. „Quetscht mich aus!“, hat Kieffer als Parole ausgegeben. Sie nehmen ihn beim Wort!


Neun Talente zwischen neun und 16 Jahren

Max und die Kids: Seit drei Jahren wird Kieffer vom Land Fleesensee unterstützt; jedes Jahr steht der gebürtige Bergisch-Gladbacher seinem Sponsor an der Mecklenburgischen Seenplatte für golferische Aktionen zur Verfügung; heuer ist‘s zum ersten Mal ein „Trainingscamp für Kids & Jugendliche“. Über zwei Tage. Und da stehen sie nun, morgens um neun im Clubhaus-Foyer. Neun Nachwuchsgolfer im Alter von neun bis 16 Jahren, von Jakob aus Berlin bis Henriette aus Ribnitz. Neun Talente zwischen Platzreife (Jakob) und Handikap neun (Henriette). Sprösslinge von Urlaubsgästen und Klubmitgliedern: Die einen hibbelig, die anderen betont lässig.

Natürlich gibt es schon direkt nach dem Shakehands mit Max Kieffer die ersten Fragen. Aber man will ja cool sein gegenüber dem Star. Vor allem die Jungs. Also Fachsimpelei. Wieso Kieffers Eisen fünf kein Blade ist, sondern einen Cavity-Back-Kopf hat? Wie ein Birdiebook für Profis entsteht? Warum der Caddie nicht dabei ist? Max lässt nichts unbeantwortet. „Die Arbeit mit Kindern macht einfach Spaß“, sagt der 23-jährige European-Tour-Rookie. „Man muss schnell den Zugang finden, dann geht‘s eh wie von selbst.“

Auf Socken durch die Tennishalle

Vor das Vergnügen (des Bälleschlagens) haben die Fleesenseer Golflehrer Peter Laube und Gregor Ott an beiden Tagen freilich die Arbeit (des Aufwärmens) gesetzt. Also Schuhe aus und Ertüchtigung in der Tennishalle. Auf Socken. Max mitten drin.

Danach geht‘s endlich raus. Zu den vormittäglichen Übungseinheiten. Gruppenweise. Chippen und Putten. Langes Spiel. Der Pro korrigiert den Handgelenks-Einsatz, hilft beim Lesen der Linie und gibt jede Menge Tipps. Den zum Beispiel: „Stellt Euch beim Putten Aufgaben; fordert Euch, um die Druck-Situation im Turnier zu simulieren.“ Auf der Range guckt Kieffer nach Körper-Rotation, Winkel des Schlägers im Aufschwung, hilft bei Draws und Fades. „Manche hier hauen aber richtige Dinger raus“, schmunzelt er.


Kieffer Fleesensee

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Wie wird man Profi?

In der Mittagspause kommt die Frage aller Fragen: Wie wird man Profi? Kieffer und Christian Reimbold vom Management „RDI Sports“ haben viel zu erklären. Dass es keineswegs genüge, Talent zu haben, lang zu schlagen oder Draws und Fades nach Belieben abrufen zu können. Dass es vielmehr um mentale Stärke gehe, um Charakterfestigkeit und Arbeitsdisziplin für das Leben eines Tour-Pros, auch um den Rückhalt in der Familie. Da bleibt selbst beim Kauen mancher Mund vor Staunen offen.

Anschließend hat Leo seinen lautstarken Auftritt. Und alle neuen Max-Kieffer-Fans haben sowieso ihren Spaß – trotz des Regeltests vor dem abschließenden Neun-Loch-Turnier. „Es ist doch toll, wenn man, wie ich, in der Position ist, Freude vermitteln zu können. Mit Kindern ist das immer eine besonders schöne Sache“, resümiert Kieffer und grinst: „Vermutlich, weil ich im Kopf selbst ab und an noch ein Kind bin.“

Eine signierte Kappe für Opa

Stichwort Kind: Jakob, der Jüngste in der Runde, will das mit dem Golf künftig ernsthaft angehen, nachdem er die Spielerei bislang eher anstrengend fand. Henriette, die junge Dame mit Handikap neun, freut sich über wichtige Impulse für ihre Trainings-Routine. Und Pfiffikus Leo? Der „erst nächste Woche elf“ wird, aber „schon Handicap 31,4“ hat und sich von Max Kieffer eine Kappe und Bälle für Opa signieren lässt, „weil mein Opa mich zum Golf gebracht hat“? Leo will natürlich Golf-Profi werden. Jetzt erst recht!

Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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