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Matchplay-Duell: Schotten teilen Loch mit doppeltem Ass

Jordan Spieth und sein Caddie feiern, Martin Kaymer und Henrik Stenson haben ein Herz für Kinder, Rory McIlroy hat die Qual der Putter-Wahl. Die Back Nine.

Diese zwei Schotten teilen sich im Matchplay das Loch, da beiden auf der selben Bahn ein Hole-in-One gelingt.
Diese zwei Schotten teilen sich im Matchplay das Loch, da beiden auf der selben Bahn ein Hole-in-One gelingt. (Foto: Twitter/@C13OUD)

Doublette: Für Statistiker hat es eine Wahrscheinlichkeit von 1 zu 17 Millionen, für die Schotten Mark Mcleod (28) und Hugh Kinniburgh (63) wurde es Realität. Bei einem Matchplay-Duell im Lanark Golf Club nahe Glasgow schossen die „Kombattanten“ auf der Par-3-10 beide ein Ass und mussten damit tatsächlich das Loch teilen. Mcleod, Handicap 1, nahm für die 136 Meter ein Wedge. Kinniburgh, Handicap 4, wählte für die Distanz ein 6er Eisen. Als das Duo auf dem erhöhten und überraschend leeren Grün ankam, wähnten die beiden ihre Bälle zuerst im Rough dahinter.

Während er selbst das Gras in Augenschein genommen habe, „checkte ,Hughie‘ das Loch“, erzählt Mcleod: „Dann streckte er seine Hand aus und sagte ,Glückwunsch, mein Freund.Wir sind beide drin‘.“ Vor lauter Aufregung spielten sie an der Elf dann auch noch unisono ein Bogey, Mcleod gewann das Matchplay schließlich mit 3&2. „Durch unser doppeltes Hole-in-One sind wir jetzt lebenslang miteinander verbunden“, nahm Kinniburgh die Niederlage sehr entspannt.

Jordan Spieth: Nur Tiger Woods war mit 24 erfolgreicher

Gimme Five: Mit einem gelochten Bunkerschlag gewann Jordan Spieth die Travelers Championship im Stechen gegen Daniel Berger und damit seinen zehnten Titel auf der PGA Tour. Bislang war nur Tiger Woods vor dem 24. Geburtstag in Sachen Siege schon zweistellig, brachte es auf 15 Turniererfolge. Da kann man den Ausnahmeschlag auch schon mal mit Caddie Michael Greller auf besondere Art feiern. Man beachte auch Grellers Umgang mit der Bunkerharke. Die hat er dann übrigens als Erfolgssouvenir stibitzt:



Stilsicher: Ein Golfveteran beim Galopprennen

Feiner Zwirn: Wenn einer zum Galopprennen nach Ascot geht, dann wirft er sich in Schale, immerhin ist das englische Derby eines der weltbedeutendsten Rennen und Royal Ascot nun mal die ganz große Bühne. Also, gestatten: Lee Westwood und Freundin Helen Storey:

Royal Ascot 2017. @ascotracecourse @dukeata @finlayandco #leavingwithmorethanyoucamewith

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Martin Kaymer fordert Siebenjährigen zum Putt-Contest

Herz für Kinder: Da sage noch einer, Deutschlands Golfstars kümmern sich nicht um den Nachwuchs. Bei der BMW International Open spielte Martin Kaymer beim ProAm erst mit dem zwölfjährigen Marc Steinhauser aus der Schweiz, der sich in einem via Facebook ausgelobten Trickshot-Wettbewerb für den Platz im Flight mit dem zweifachen Majorsieger sowie Ski-Ass Felix Neureuther und Bob-Weltmeister Johannes Lochner qualifiziert hatte. Dann forderte Kaymer am Samstag bei einer Signierstunde in Eichenried einen jungen Autogrammjäger zum Putt-Contest heraus, nachdem der Siebenjährige den Rheinländer um eine gemeinsame Golfrunde gebeten hatte.



Rory McIlroy und das Putter-Karussell

Qual der Wahl: Rory McIlroy sucht seine Form. Und den passenden Putter. Fünf Mal hat der vierfache Majorsieger in den vergangenen Wochen das Spielgerät gewechselt, drei Mal allein bei der Travelers Championship. TaylorMade-Vertragsspieler McIlroy begann am Donnerstag mit dem„Spider“, versuchte es am Samstag mit einem „TP Mullen“ und erschien am Sonntag mit einem „Tour Proto TP Collection Juno“.

Der verhalf dem Nordiren zur 64 und damit zur besten Runde der Saison, dennoch immer noch mit 30 Putts. Aber bekanntlich liegt es ja nie am Schläger, das weiß auch McIlroy: „Ich hätte auf den Grüns kaum schlechter sein können als an den ersten drei Tagen.“ Eine Woche Zeit hat er noch, um den Touch zu finden, dann kommen Irish Open mit ihm selbst als Gastgeber, Scottish Open und schließlich die Open Championship in Royal Birkdale.

Henrik Stenson erzählt von „Henke Golfmus“

Kinderstunde: Henrik Stenson geht unter die Buchautoren, aber es wird nicht „Iceman, mein Leben mit Golf“ oder „Claret Jug, das Jahr als Champion Golfer“, sondern ein Kinderbuch. Der Schwede, Vater von Lisa, Karl und Alice, veröffentlicht Ende des Monats gemeinsam mit Schriftsteller Ebba Omarsson das 32-seitige Bändchen „Henke Golfmus“.





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Es geht – wenig verwunderlich – um eine golfende Maus, „um den Glauben an sich selbst und das Verfolgen von Träumen“, so Stenson. Und „Henke“ hat auch schon prominente Fans:

Henke Golfmus is on a roll (in a Rolls Royce) tonight in Munich. @europeantour @bmw_golfsport #henkegolfmus

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Clubhaus-Brand verhindert Turnierfinale

Heißes Finale: Wegen eines Clubhaus-Brands musste die Schlussrunde der Foxconn Czech Ladies Challenge ausfallen. Das eigentliche 54-Loch-Turnier auf der Ladies European Tour Access Series wurde per Drei-Loch-Stechen zwischen den drei besten Spielerinnen nach zwei Runden entschieden, es gewann die Französin Lucia Andre. Das Feuer war im Abstellraum für Golfbags des tschechischen Casa Serena Golf Club ausgebrochen, auch das Equipment einiger Spielerinnen wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Maulkorb für Wentworth-Mitglieder

Retourkutsche: Der Wentworth Club kommt nicht zur Ruhe. Nachdem der Streit um geplante Beitragserhöhungen zwischen den Mitgliedern und der chinesischen Reignwood Group mit ihrem Patron Dr. Chanchai Ruayrungruang als neuem Besitzer zugunsten der Mitglieder beigelegt schien, gibt es jetzt einen Maulkorb-Erlass. In der neuen Hausordnung werden öffentliche kritische Äußerungen bei Androhung von Clubausschluss verboten. „Beschwerden sollten in den internen Kanälen verbleiben und dort behandelt werden“, sagte ein Sprecher.

Donald Trump mit schlechtem Beispiel

Das Letzte: So geht‘s nicht – selbst wenn der „Übeltäter“ US-Präsident ist und das hier per Cart misshandelte Grün zum eigenen Golfplatz  „Trump Bedminster“ in New Jersey gehört. Wieder mal „Out of Bounds“, Donald Trump! „The Donald“, der einst Vorgänger Barack Obama für dessen Golfausflüge kritisiert hat, spielte am Wochenende übrigens auf seiner Anlage in Sterling/Virginia die 31. Runde seiner bislang fünfmonatigen Amtszeit.

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