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Masters Tournament: Champion müsste man sein

09. Apr 2016
Ein erlesener Kreis von Trägern des Grünen Jacketts. Sie genießen viele Vorzüge. (Foto: Getty)
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Wer sich einmal das Grüne Jackett überwerfen durfte, dem gebühren Ruhm und Ehre – ein Leben lang!

Den größten Applaus beim Masters am Freitag am Ende der zweiten Runde bekam ausgerechnet ein Spieler der den Cut verpasste. Zwar nicht um viel, aber die 152 die Tom Watson über die ersten Runden spielte, waren dann doch zwei Schläge zu viel um am Wochenende noch dabei zu sein. Die zwei Putts die der 66-jährige auf dem 18. Grün spielte sind voraussichtlich die letzten die er jemals bei einem Major gespielt haben wird. Schon vor der ersten Runde hat Watson bekannt gegeben, das dies sein letztes Major war.

Dass man den achtmaligen Major-Sieger jedoch noch einige Male auf dem Augusta National Golf Club beim Masters sehen wird, ist sehr wahrscheinlich. Dafür gibt es einige Gründe: Zum einen ist das Masters das einzige Major, bei dem Champions ein lebenslanges Spielrecht haben. Außerdem sind die Champions beim Par-3-Turnier gern gesehene Teilnehmer. Schließlich ist das Masters die einzige Gelegenheit für Champions, ihr Grünes Jackett öffentlich zu tragen nachdem sie es ein Jahr nach ihrem Sieg wieder in den Klub gebracht haben. Dort wird es in ihrem persönlichen Locker aufbewahrt.


Champions Dinner – Ein erlesener Kreis

Und dann gibt es natürlich das Champions Dinner, bei dem der Titelverteidiger das Menü zusammenstellen darf. Für Fuzzy Zoeller, der 1979 das Grüne Jackett gewinnen konnte, ist das Champions Dinner eines der Höhepunkte seines Jahres. „Wann sonst bekomme ich denn ein freies Essen“, witzelte er nach dem Par-3 Turnier am Mittwoch. „Ich habe schon oft mit Arnold Palmer gegessen, aber er hat noch nie bezahlt, deswegen ist das Champions Dinner das einzige Mal wo ich mit ihm esse aber nicht tief in die Tasche greifen muss.“

Aber auch für jüngere Spieler, die noch richtig aktiv sind, ist das Champions Dinner was besonderes. Charl Schwartzel, der 2011 gewann und ein Jahr später selber am Grill stehen wollte als er ein traditionelles südafrikanisches Barbecue auf das Menü setzte – was allerdings dankend abgelehnt wurde – genießt vor allem die Gespräche die beim Dinner stattfinden. „Dieses Jahr war wieder ganz toll. Das Essen war hervorragend, der Wein war gut. Ich denke aber die Gespräche werden jedes Jahr besser. Es ist eine tolle Gelegenheit, Anekdoten von den älteren Spielern zu hören.“


Was gab's zu essen beim Champions Dinner?

10.000 Dollar „Sofortrente“ für Sieger des Masters

Auch in diesem Jahr waren die Champions wieder in großer Anzahl vertreten. Obwohl sich nur sechs ehemalige Sieger über spielerische Kriterien – wie zum Beispiel die Top 50 der Weltrangliste oder ein anderes Major in den letzten paar Jahren – waren 15 am Start und noch viel mehr anwesend. Das der Platz aber für einige wohl inzwischen zu schwierig (oder zu lang) ist, zeigt sich an den Resultaten. Nur drei der zehn Spieler, die aufgrund der lebenslangen Spielberechtigung teilnahmen, schafften den Cut. Mit dabei auch die beiden Ü-50ger Larry Mize und Bernhard Langer.

Obwohl diesmal keiner der Champions so schlecht abschnitt wie im letzten Jahr Ben Crenshaw, der mit 19-über weit abgeschlagen auf dem letzten Platz landete – 13 Schläge hinter dem Vorletzten, ist es eindeutig, dass einige der Champions mit dem Platz nicht mehr klar kommen. Mittlerweile haben sie aber auch nichts mehr zu verlieren, wenn sie nicht mehr aktiv am Turnier teilnehmen. Alle Spieler die den Cut verpassen bekommen 10,000 Dollar als Preisgeld. Alle Champions die zum Masters nach Augusta komme kassieren das gleiche, einfach dafür, dass sie ihr Gesicht zeigen und – vermutlich – mit ihrer grünen Jacke auf dem Platz herumlaufen und am Champions Dinner teilnehmen.

Also haben sie – sozusagen – eine Lebensrente. Da sie aber für die Tradition des Turniers unabkömmlich sind, sei es ihnen gegönnt!

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Peter Auf der Heyde

Peter Auf der Heyde - Freier Autor für Golf Post

Peter kommt aus dem Land der Major-Sieger: Gary Player, Ernie Els, Retief Goosen usw. Der Journalist kam relativ spät zum Golf, aber als er 2013 am Tag nach dem Masters in Augusta auf dem 16. Loch (von den Pro Tees!) ein Birdie spielte, wähnte er sich im Golf Paradies. Seitdem geht es leider bergab, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Über Handicap spricht man nicht, das hat man.

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