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Masters ohne Spannung, aber „Ehre, wem Ehre gebührt!“

13. Apr 2015
Jordan Spieth eilt von Rekord zu Rekord und gewinnt überlegen das Masters 2015. (Foto: Getty)
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Das Masters 2015 hat viel geboten, außer Spannung. Trotzdem muss Leistung entsprechend gewürdigt werden. Gratulation Herr Spieth!

Was haben wir in der Redaktion der Golf Post seit Wochen auf dieses Turnier, auf diese vier Tage „Ausnahmezustand“ hingefiebert, vermutlich wie so viele andere Golffans ebenso. Und dann das! Ein Sprint über 72 Löcher des zweitjüngsten Siegers aller Zeiten, selbst am Finaltag kaum bis gar keine Spannung und zwei Deutsche, die viel zu früh die Koffer packen mussten. Das war er also, einer der Saisonhöhepunkte, DAS Masters von Augusta…

Golf-Deutschland erstrahlt „rot-weiß-rot“

Zugegeben, nach seinem achten Platz im Vorjahr dürften wir doch auf einen Bernhard Langer mit all seiner Masterserfahrung am Wochenende gehofft haben. Und auch Martin Kaymer, der unter ungünstigen Vorzeichen mit zwei verpassten Cuts auf der PGA Tour zu einem Turnier gereist war, das ihm von den Platzbedingungen seit jeher Schwierigkeiten bereitet, konnte als amtierendem Majorsieger durchaus mehr zugetraut werden, als es am Ende der geteilte 80. Platz wiederspiegelte.


Schwamm drüber! Psyche, wenig Spielpraxis sowie Probleme beim Putten hin oder her – der Blick geht klar nach vorne. Es warten noch genug große Herausforderungen in diesem Jahr. Bei allen nicht erfüllten Hoffnungen hat das Masters dennoch viele Geschichten mit sich gebracht, die es ausdrücklich zu würdigen gilt. Wer hätte beispielsweise noch vor wenigen Tagen damit gerechnet, dass der erste Österreicher in der Geschichte des Masters nicht nur das Wochenende erreicht, sondern drei Runden unter Par spielt, Titelverteidiger Bubba Watson hinter sich lässt, in den Top 25 landet und gleich zwei Deutsche „besiegt“ – Cordoba lässt grüßen…

Spätestens ab Samstag war ganz Golf-Deutschland rot-weiß-rot. Wir ziehen den Hut und sagen „gut gemacht! Weiter so, Herr Wiesberger!“

Tiger Woods überstrahlt lange Jordan Spieth

In den USA schien derweil der Siegeszug von Jordan Spieth phasenweise fast in den Hintergrund zu rücken. Tiger Woods emotionalisierte bei seiner überaus gelungenen Rückkehr auf die große Bühne wie zu erwarten war die Massen. „Spieth? Wer ist Spieth? Tiger ist zurück!“ So haben es viele „Patrons“ gesehen. Erst als für den Rekord-Weltranglistenersten der Sieg nicht mehr möglich war, rückte die von Rekorden übersäte Leistung des 21-Jährigen wieder in den Vordergrund. Und womit? Mit Recht!

Wir erinnern uns mit leuchtenden Augen auch heute noch gerne zurück an den historischen Juni 2014, als ein gewisser Martin Kaymer in bestechender Manier und mit am Ende acht Schläge Vorsprung die US Open für sich entschied. Die Reaktion der amerikanischen Golffans waren damals bezeichnend. Ja, sie gratulierten brav. Die Einbrüche der TV-Quoten und des generellen Interesses an diesem Event, nicht nur des großen Vorsprungs geschuldet, sondern auch weil es eben kein Landsmann war, der dominierte, sorgten dieser Tage für ein Déjà-vu!

Spannungsarmes Masters sorgt für Déjà-vu

Die Deutschen waren raus, ein Amerikaner zog vorne einsam seine Kreise, Spannung nahezu Fehlanzeige! Egal für wen das Herz schlägt, ob es Schwarz-Rot-Gold oder Stars and Stripes trägt – Leistungen sollten in gebührendem Maß gewürdigt werden. Dies macht Golf Post und würdigt nochmals Jordan Spieth.

Es gehört wahrlich viel dazu eine solche Bodenständigkeit zu bewahren. Wenn sie dann auch noch zu diesen Erfolgen führt, kann man als Außenstehender nur sagen: „Vielen Dank für ein bemerkenswertes Masters!“ Denn die Konkurrenz hat wahrlich kein schlechtes Golf gespielt. Phil Mickelson und Justin Rose hätten mit ihren -14 in den meisten anderen Jahren zuvor mit diesem Score gewonnen. Jordan Spieth hielt sie aber alle in Schach.

Und die nächsten Chancen, auch für unsere deutschen Spieler sich mit Spieth zu messen, kommen garantiert – Players Championship, US Open, Open Championship. Bis zum nächsten Masters 2016 sind es übrigens auch nurnoch 360 Tage.


Skurril, bewegend, lustig - Geschichten aus Augusta

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Lars Kretzschmar

Lars Kretzschmar - Leitender Redakteur bei Golf Post

Lars ist Diplom-Sportwissenschaftler und sein großes Faible ist der Turniersport. Er schlägt sich für seine Leser gerne mal die Nächte um die Ohren, um die neusten Infos der PGA-, European- und LPGA-Tour liefern zu können. Sie finden Lars Kretzschmar auch unter Google+.

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