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Martin Kaymers PGA-Debüt endet in „Achterbahn-Golf“

Martin Kaymer hatte sich mit viel Bedacht die Phoenix Open für sein PGA-Tour-Debüt ausgesucht. Geglückt ist es nicht.

In Scotsdale lief es für den Deutschen nicht gut: Martin Kaymer verpasste den Cut um vier Schläge. (Foto: Getty)

So hat sich Martin Kaymer sein Debüt auf der PGA Tour bestimmt nicht vorgestellt. Nur unweit von seinem Winter- und Trainingsdomizil Whisper Rock in Phoenix, Arizona, hat er die Finalrunde bei der Phoenix Open um vier Schläge verpasst.

Risiko-Variante resultierte in "Achterbahn-Golf"

Dabei standen die Vorzeichen eigentlich gut. Der TPC Scottsdale sollte Kaymer, der bei Wüstenturnieren in den Emiraten und in Arizona bereits Top-10-Ergebnisse feiern konnte, normalerweise liegen. Das aggressive Spiel, das diese Plätze belohnen, liegt dem Deutschen besonders gut. Doch in der ersten Runde der Phoenix Open erfuhr Martin Kaymer einmal mehr, dass die Spanne zwischen Eagle und Doppelbogey bei dieser Spielweise nur sehr gering ist. In der von ihm selbst als „Achterbahn-Golf“ bezeichneten Runde hatte er mit Strafschlägen wegen Unspielbarkeit, verzogenen Abschlägen, vor allem aber auch mit falschen Längeneinschätzungen zu kämpfen, wodurch er zu wenige Grüns traf und oft ums Par kämpfen musste. Andererseits konnte er durch Traumschläge fast geschenkte Birdies verbuchen.

Martin Kaymer änderte zum zweiten Tag seine Strategie und ging vor allem die Abschläge gelassener an. Er spielte kein übermäßig hohes Risiko, was zwar zu mehr Konstanz und weniger Fehlern führte. Doch dadurch ging er auch den ganz großen Chancen auf ein Eagle oder Birdie aus dem Weg, für die andere Spieler bei den perfekten Bedingungen mit wenig Wind am Vormittag belohnt wurden. Vor allem für die Chancen auf den Par-5-Löchern der zweiten Neun, die aggressive Spielweise meist mit Birdie oder Eagle belohnen, ist der TPC Scottsdale bekannt. In Runde zwei konnte Kaymer jedoch nur drei Birdies spielen, davon keines auf diesen Par 5's.

Mickelson gelang, was Kaymer missglückte

Strahlender Sieger der Woche war Phil Mickelson, der mit seinem fulminanten Start-Ziel-Sieg seinen 41. Titel auf der PGA Tour feierte. Dass Mickelson in Phoenix vorne mitspielen kann, war abzusehen, konnte er das Turnier doch bereits zweimal gewinnen. Durch gekonnt agressives Spiel, den häufigen Einsatz seines neuen Callaway-Drivers und dem üblichen Attackieren der Fahnen schaffte der Linkshänder neben einem Eagle ganze 29 Birdies. Alleine an den leichten Par-5-Löchern 13 und 15 spielte er insgesamt acht unter Par.

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Timm Goeller
Timm Goeller - Freier Autor für Golf Post

Timm Göller ist studierter Wirtschaftswissenschaftler und dem Golfsport seit 15 Jahren treu. Er spielt in der 1. Mannschaft des GC Neuhof in der 2. Bundesliga und berichtet seit Jahren über den Profisport aus einer etwas anderen Sichtweise. Im eigenen Spiel liegt ihm vor allem der Driver und der Putter, dafür gibt es beim Chippen und Pitchen ein „wenig“ Verbesserungspotenzial.
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