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Martin Kaymer gewinnt die US Open 2014

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16. Jun 2014
Martin Kaymer holt sich eindrucksvoll den 114. US Open Titel und ist zweifacher Major-Champion! (Foto: Getty)
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Martin Kaymer holt sich bei der US Open sein zweites Major mit einer überirdischen Leistung und acht Schlägen Vorsprung.

Martin Kaymer demontiert die versammelte Golf Elite, spielt die brutalen Bedingungen auf Pinehurst No. 2 wie die Minigolf Anlage am nächsten Badesee und lässt alle Experten, geadelt oder selbsternannt, mit offenem Mund links am Straßenrand  stehen. Wie ein Bulldozer pflügt der 29-jährige Deutsche durch die vier Tage des vielleicht härtesten Golfturniers der Welt und hinterlässt staunende Gesichter und riesige Fragezeichen über den Köpfen seiner Mitspieler und der Zuschauer. Es war wie damals, als Tiger noch alles in den Boden gestampft hat. Nur dass es an diesem 15. Juni nicht die lebende Legende, sondern ein geerdeter Düsseldorfer war, der das Golf seines Lebens spielte.

Martin Kaymer mit der totalen Kontrolle

Es gab zwei, drei Situationen, wo ein Hauch von Umbruch in der Luft lag – gleich zu Beginn rettete Kaymer das Par und Fowler verpasste seinen Birdie-Putt knapp. Wenn die Situation andersherum ausgeht, könnte der Tag eine andere Dynamik bekommen. Oder als Erik Compton den Rückstand auf vier Schläge verkürzen konnte. Wenn man jedoch so richtig überlegt, Grund zum Zittern gab es nie. Martin Kaymer hatte, auch bei schlechteren Schlägen, das Turnier komplett unter Kontrolle.


Zu Beginn seiner Finalrunde machte der Deutsche sofort klar, dass er kein unnötiges Risiko eingehen wird. Erst recht, als die ersten Drives die Bahn verfehlten, machte es Sinn, häufiger zum langen Eisen zu greifen. Und die Sicherheit schlug dann zurück auf das Holz 1, sodass auf der Back Nine auch wieder der Driver saß. Mit zwei Birdies und einem Bogey brachte der ehemalige Weltranglistenerste die ersten Neun über die Bühne, und seine Ausstrahlung machte deutlich: Den Pott streckt heute kein anderer in die Höhe, als Martin Kaymer.

Martin Kaymer bringt die US Open nach Hause

Die letzten neun Löcher hätte man sich im Grunde auch sparen können. Siegessicher versenkte der Deutsche noch zwei spektakuläre Putts in Folge zum Birdie auf den Löchern 13 und 14, lag an der 18 nach seinem Abschlag, sozusagen um sich zu verabschieden, nochmal in der Waste Area, und brachte das Ding locker nach Hause. Das „Was wäre, wenn … “  ist nun freudige Realität. Wir freuen uns auf Martin Kaymer bei der BMW International Open in Köln!

Marcel Siem mit toller Leistung bei der US Open

Was für ein Traumergebnis für Marcel Siem! Als zu Beginn der US Open 2014 vier Deutsche an den Start gingen, wer hätte da mit drei von Ihnen im Finale gerechnet, und zwei davon Top-15? Niemals! Aber so kann’s gehen, der eine stand nach zwei Runden bei -10 und der andere spielte, wofür er nun nicht unbedingt bekannt ist – konstant! Und das tat seinem Spiel richtig gut.

Mit einem Doppelbogey auf Loch Nummer zwei kam Marcel Siems Finalrunde dabei ziemlich holprig ins laufen, doch der Ratinger konnte die zwei Schläge zum Ende der Front Nine wieder ausgleichen. Siem ließ über alle vier Tage der US Open nie nach und war stets Herr über sein Spiel. Und dann noch die traumhafte Annäherung am letzten Loch, die zum Birdie und der abschließenden 70 führte – der geteilte zwölfte Platz. Ein bärenstarkes Ergebnis für Marcel Siem!

Die detaillierte Finalrunde von Marcel Siem gibt’s hier.


Martin Kaymer - Momente seines größten Sieges

Besser für Alex Cejka: US Open ohne Wochenende

Auch wenn dem 43-jährigen Tour-Veteranen Alex Cejka hintenraus ein wenig die Luft ausgegangen ist, insgesamt kann der in der Tschechoslowakei geborene Deutsche stolz auf seine Leistung sein. Zwar verhagelten ihm seine Rundenergebnisse der letzten zwei Tage ordentlich den Score, aber den Cut geschafft zu haben war schon einmal besser als etwa Bubba Watson oder Jason Dufner abschneiden konnten.

In seiner letzten Runde hatte Cejka nie wirklich die Chance, noch einmal Schläge gut zu machen. Nach dem „schwarzen“ Moving Day sollte eine ähnlich bittere Runde hinterherkommen, doch ein geteilter 60. Platz bei einer US Open, auf Grüns die hart sind wie ein ausgetrockneter See, ist nun wirklich alles andere als ein Grund um traurig zu sein. Cejka wird nun wieder öfter auf der PGA Tour abschlagen, wir freuen uns darauf!

Seine Finalrunde im Detail gibt es hier. 

Ein Amateur unter Par und Phil Mickelson bei +7

Der beste Amateur der US Open stand schon vor Beginn der Finalrunde fest: Matthew Fitzpatrick, 17 Jahre alt, Sieger der Boys Amateur Championship 2012 und der US Amateur Championship 2013, war der einzige Amateur im Wochenende der diesjährigen US Open. Doch der junge Mann konnte gut mithalten mit den alteingesessenen Pros. In seiner letzten Runde konnte er sogar, bei den brutalen Bedingungen, eine 69 notieren um auf dem geteilten 48. Platz zu landen – man muss kein Hellseher sein, um zu erkennen, dass wir den Jungen in Zukunft häufiger sehen werden.

Die Karriere-Grand-Slam-Jagd von Phil Mickelson geht derweil im nächsten Jahr weiter. Nach dem ersten Tag lag „Phil The Thrill“ noch aussichtsreich in der Verfolgergruppe, anschließend blieb er aber zweimal zwei über Par und einmal drei Schläge über dem Platzstandard, sodass am Ende nur Rang T28 raussprang.

Keiner kann’s wie King Kaymer

Grundsätzlich lässt sich zusammenfassen, dass der Platz und dessen Setup allen Spielern in diesem Jahr den Zahn gezogen hat – außer Martin Kaymer. Dustin Johnson zerlegte es zum Ende seiner Finalrunde, Jordan Spieth und Rory McIlroy blieben drei über Par in ihren letzen Durchgängen, auch Titelverteidiger Justin Rose büßte noch ordentlich Plätze ein. Martin Kaymer spielte galaktisch gut, und mit so einer US Open im Rücken und einem Kaymer in dieser Form kann man sich nur freuen: Auf die BMW International Open in Köln, auf die nächsten Majors und den Ryder Cup Ende September!

Das finale Leaderboard der US Open 2014.


Martin Kaymers Rekord-Major - Was die Konkurrenz sagt

Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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2 LESER-KOMMENTARE

Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab
  1. Hallo ? Erik Compton —> bitte korrigieren…DANKE!

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  2. Ich kaufe ein K wie Kaufmann. Erik Compton wird mit hartem „k“ geschrieben.

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