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Martin Kaymer verliert (vorübergehend) seine PGA-Tour-Karte

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25. Aug 2015
Die PGA-Tour-Finals werden auch 2016 wieder ohne Martin Kaymer stattfinden - ist aber gar nicht so schlimm. (Foto: Getty)
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Martin Kaymer hat aufgrund der verpassten FedExCup-Playoffs zu wenig Turniere auf der PGA Tour gespielt und verliert die Lizenz.

Martin Kaymer hat sich bei seiner Saisonplanung für 2015 darauf verlassen, in die vier Final-Turniere des FedExCup einzuziehen. Nach dem geteilten 14. Platz bei der Wyndham Championship vergangene Woche ist klar – daraus wird leider nichts. Und zum Leidwesen des 30-Jährigen führt dies auch dazu, dass er 2016 keine volle Spielberechtigung für die PGA Tour mehr haben wird.

Durch seinen Status als Spieler, der eine andere Heimat-Tour hat, hat er von der PGA Tour die Auflage, mindestens 15 PGA-Tour-zugehörige Turniere pro Saison zu spielen – inklusive der WGC- und Major-Events. Martin Kaymer kam 2015 auf 13.


Sonderregelung für die Heimat-Tour-Spieler

Der Hintergrund dessen ist folgender: Die PGA Tour hat für Spieler wie Martin Kaymer, die andere Touren ihre Heimat-Tour nennen, einen besonderen Status. Sie bekommen die volle Spielberechtigung für die PGA Tour, neben der für die andere Tour – meistens die European Tour – vorausgesetzt sie spielen 15 Turniere pro Saison in den USA.

Der Entzug der PGA-Tour-Karte für ist eine Art „Strafe“ für den Deutschen, denn eigentlich hat er die Tour-Karte durch seine Siege bei der Players Championship und der US Open 2014 noch bis 2019 sicher. Die Krux liegt, wie beschrieben, darin, dass er die European Tour als seine Heimat-Tour definiert und dadurch die 15 Turniere spielen muss.

Wenig Turniere, wenig gute Resulate für Martin Kaymer

Die Ursachen für diese Entwicklung sind sowohl sportlicher als auch organisatorischer Natur. Kaymer hatte nach dem derben Rückschlag in Abu Dhabi zu Anfang der Saison einige Probleme, wieder in die Spur zu finden. Gute Ergebnisse ließen lange auf sich warten, zu lange. Zusätzlich hatte er seinen Turnier-Kalender für 2015 hart auf Kante genäht. Nur zwölf geplante Turniere auf der PGA Tour, die Wyndham Championship kam spontan dazu, insgesamt nur 19 Turniere in dieser Saison.

Martin Kaymer selbst gibt an, das Risiko bewusst in Kauf genommen zu haben. „Die volle Spielberechtigung auf beiden Touren – der PGA,- und der European Tour – ist eine intensive Herausforderung und ich war bei der Turnierplanabstimmung im Vorfeld gezwungen mit einem gewissen Risiko zu planen. Leider habe ich meine Ziele auf der PGA-Tour in dieser Saison nicht erreicht und selbstverständlich akzeptiere ich die Regularien der PGA-Tour, kann aber gleichzeitig mit der Situation im kommenden Jahr, insbesondere durch Olympia und Ryder Cup, gut umgehen.“

PGA Tour hat 2016 keine Priorität

Und das trifft den Nagel auf den Kopf, denn: So dramatisch, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint, ist es gar nicht. Denn Kaymer darf während seiner „Straf-Saison“ trotzdem noch zwölf Turniere auf der PGA Tour spielen. Wenn er alle großen Events spielt, sind neun davon mit den Majors, den WGCs und der Players verplant, drei hat er noch zur freien Gestaltung. Was ins Gewicht fällt: Kaymer sammelt mit dieser eingeschränkten Lizenz keine FedExCup-Punkte, und ist daher auch in den Playoffs nächstes Jahr nicht dabei.

Angesichts der Olympischen Spiele und des Ryder Cups wahrscheinlich keine allzu große Schreckensnachricht für den Deutschen, der nie einen Hehl daraus gemacht hat, Olympia und den Ryder Cup als seine absoluten Highlights zu betrachten. Und zu guter Letzt heißt es für die deutschen Fans außerdem, den zweifachen Major-Sieger wieder häufger auf Europas Golfbühnen zu sehen – sicherlich kein schlechter Trost. Ab 2017 hat Kaymer, wenn er denn will, wieder die volle Spielberechtigung für die PGA Tour.

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Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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1 LESER-KOMMENTAR

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  1. Hubertus marx

    19 Turniere im Jahr? Ich denke er ist Profi? Vergisst er, dass er tausende von Fans hat die ihn mit den Besten sehen wollen und die spielen nun mal auf der PGA Tour. Vorbild ist er außerdem so ein bischen fehlt mir da doch das Verständnis.
    Gruß

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