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Martin Kaymer: „Es würde mich wundern, kein Favorit zu sein“

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17. Jun 2015
Martin Kaymer über Chambers Bay: "Zuerst sieht der Kurs sehr kompliziert aus, doch wenn man sich auf das Wesentliche konzentriert, ist er nicht so schwierig." (Foto: Getty)
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PK mit dem Titelverteidiger: Kaymer über seine Chancen bei der US Open, die Schwierigkeit des Kurses und die (anderen) Favoriten.

Freudig lächelnd begrüßte Martin Kaymer die versammelten Pressevertreter im Media Center des Chambers Bay Golf Club. Gut gelaunt und zu Scherzen aufgelegt erzählte der amtierende US-Open-Champion von seinem Jahr als Titelträger, den Schwierigkeiten des Par-72-Kurses und den Favoriten des zweiten Majors des Jahres. Hier die wichtigsten Aussagen Kaymers:

Martin Kaymer über… Den Kurs

Chambers Bay sei ein „großartiger Kurs“, der allerdings „untypisch“ für die US Open sei, da es ein Links-Kurs ist. Daher sieht der zweifache Majorsieger auch die Europäer, vor allem die Briten („Sie sind auf solchen Plätzen aufgewachsen“) mit leichten Vorteilen. „Zuerst sieht der Kurs sehr kompliziert aus, doch wenn man sich auf das Wesentliche konzentriert, ist er nicht so schwierig. Man sollte nicht zu viel hineinreden“, kommentierte der 30-Jährige die Beschwerden einiger seiner Kollegen.


„Der Schlüssel diese Woche werden die Grüns sein“, analysierte Kaymer den Weg zum Titel. Diese seien ähnlich wie die von Pinhurst No. 2, allerdings noch schwieriger. Dennoch genieße er es, in Chambers Bay zu spielen. Die „Links-Lastigkeit“ der vier Majors 2015 mache ihm nicht aus: „Wir spielen dieses Jahr eigentlich drei British Open. Chambers Bay (US Open), die Echte (British Open in St. Andrews) und dann noch Whistling Straights (PGA Championship). Nach dem Masters ist die US Open das schwierigste Turnier im Jahr, doch ich mag es, schwierige Kurse zu spielen. Das hier ist kein Putting-Wettbewerb.“

Martin Kaymer über… Sein Jahr als Titelträger

Die große Aufmerksamkeit, die Kaymer in den letzten zwölf Monaten als amtierendem Titelträger zu Teil wurde, habe er als „ungewohnt“ empfunden. Mit seinen Leistungen seit Januar sei er „nicht 100 prozentig zufrieden gewesen.“ Er habe sich zu sehr „auf das Masters fokussiert, zu viel trainiert, zu viel Fitnesstraining gemacht. „Ich war müde als ich nach Augusta kam. Es dauerte zwei, drei Wochen bis ich wieder ausgeruht war.“ Das Resultat sei nach der langen Vorbereitung dann sehr enttäuschend gewesen. „Nach zehn Jahren als Profi sollte man wissen was man tut. Aber ich wusste es nicht.“

Mit der Trophäe, die Kaymer ein Jahr als Leihgabe behalten durfte, habe er nichts besonderes angestelt: „Sie stand auf einer Holzstehle neben dem Pokal der PGA Championship. Sie musste häufig verpackt werden, weil sie jeder sehen wollte. Das Gefühl, sie zurückzugeben war okay, ich habe ja eine Replik bekommen.“

Martin Kaymer über… Die Favoriten

Nach den Favoriten gefragt, nannte Kaymer die üblichen Verdächtigen: „Rory McIlroy natürlich. Jason Day – bei ihm ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis er sein erstes Major gewinnt. Jordan Spieth ist nach seinem Masterssieg zu beachten. Phil Mickelson ist so kreativ auf dem Platz, er wird vorn dabei sein. All diese Spieler haben keine Angst zu gewinnen.“ Dass Kaymer trotz der großen medialen Aufmerksamkeit weniger im Fokus stand als Spieler wie Tiger Woods oder Rory McIlroy, findet er nicht verwunderlich: „Mein Sieg ist schon zwölf Monate her und was die Jungs (McIlroy und Spieth; Anm. d. Red.) in letzter Zeit geleistet haben, ist wichtiger.“

„Wenn man heute eine Turnier gewinnt, kann man sehr stolz auf sich sein, denn im Moment ist es sehr schwierig Turniere zu gewinnen“, sagte Kaymer zur Leistungsdichte auf der PGA Tour. Trotz der bisher durchwachsenen Saison, zähle Kaymer sich selbst auch zu den Favoriten: „Die US-Open-Kurse von 2014 und 2015 sind sich recht ähnlich. Daher würde es mich wundern, nicht zu den Favoriten zu gehören.“ Kaymer zählt sich du den aus seiner Sicht wenigen Spielern, die tatsächlich gewinnen wollen. „Viele spielen für das Geld, die Weltranglistenpunkte. Nur wenige wollen wirklich gewinnen. Phil Mickelson zum Beispiel ist es egal, ob er Zweiter oder 15. oder 18. wird. Wenn er die Chance hat, will er gewinnen, andere sind dann weniger agressiv.“


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Tobias Hennig

Tobias Hennig - Redakteur

Tobias kam im Sommer 2014, während seines Studiums der Germanistik und Politik, als Werkstudent zu Golf Post. Zunächst machte er sich nur die Theorie des Golfsports zu eigen, nun versucht der vielseitig sportbegeisterte Wahl-Kölner, zum teaminternen Handicap-Durchschnitt aufzuschließen. Seit April 2016 erheitern der Redakteur und seine Hündin Mali die Kollegen täglich.
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