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Martin Kaymer 2014 – Seine Zwischenbilanz vor der Open

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15. Jul 2014
Martin Kaymer holt sich eindrucksvoll den 114. US Open Titel und ist zweifacher Major-Champion! (Foto: Getty)
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Martin Kaymer im Zwischencheck: Wo steht der Deutsche und was kann man bei der Open Championship in Hoylake erwarten?

Mit der Open Championship steht für Martin Kaymer,  der seit Anfang Juni Deutschlands zweiter zweifachen Major-Sieger ist, die nächste Chance auf einen großen Coup bevor. Bei der US Open machte Kaymer Pinehurst No. 2 dem Erdboden gleich und versetzte nicht nur die deutsche Golfwelt in eine Art Trance-Zustand. Was viele schon längst zu hoffen aufgegeben, und Kaymer doch stets beschworen hatte, ist wirklich Realität geworden. Die harte Arbeit im Training und die Schwungumstellung haben sich endlich ausgezahlt – und wie! Jetzt geht es für den Deutschen nach weiteren soliden Resultat auf die Insel, wo ebenso brutales Terrain wartet wie in Pinehurst – nur im Links-Style. Was kann man von Martin Kaymer erwarten? Ein Rückblick mit Ausblick.

Martin Kaymer alias Martinus Maximus

Durch die Umstellung der PGA Tour, die Saison nicht wie früher mit einer Off-Season enden zu lassen, sondern gleich im Anschluss an die Finals die nächste Saison zu starten, zählen natürlich schon die Ergebnisse vom Herbst und Winter 2013 zur aktuellen Spielzeit. Das erste Ergebnis, das Martin Kaymer einfahren konnte, war ein geteilter achter Rang bei der WGC HSBC Champions im November 2013 in Shanghai. In Runde drei stellte er mit einer 63 seinen eigenen Platzrekord ein. Doch vorerst blieb das die einzige Top Ten. Als Martin Kaymer dann im Februar 2014 wieder voll in den Turnierzyklus einstieg, kam er über mittelmäßige Resultate nicht hinaus.


Da ist das Ding! (Foto: Getty)

Da ist das Ding! (Foto: Getty)

Wie sich seine Saison weiter entwickeln würde, dafür gab es erst beim Masters Anfang April die erste Andeutung. Der 29-Jährige konnte die Schwungumstellung, an der er in den vergangenen zwei Jahren hart gearbeitet hatte, endlich auf den Platz bringen und mit dem geteilten 31. Rang das beste Resultat seiner Karriere auf dem Augusta National einfahren. Von da an ging es linear bergauf für den Deutschen: T23 bei der RBC Heritage, T18 bei der Wells Fargo Championship, und dann kam der Sieg bei der PLAYERS Championship. Schon auf dem TPC Sawgrass bewies der 29-Jährige mentale Stärke und lochte auf der berüchtigten 17 einen Wahnsinns-Putt zum Par, was die Vorentscheidung bedeutete. Und nach diesem großen Triumph ging Martin Kaymer keineswegs auf Tauchstation. Der geteilte zwölfte Rang beim Falggschiff-Event der European Tour in Wentworth ließ vorausahnen, dass da noch mehr Schießpulver in Lauf ist.

Der entscheidende Putt bei der PLAYERS Championship

Martin Kaymer holt die US Open im Alleingang

Die Demonstration auf Pinehurst No. 2 suchte ihresgleichen. Mit 36-Loch-Rekord ging für Martin Kaymer die erste Hälfte der US Open über die Bühne, was den Druck für das Wochenende nur erhöhte. Doch Martin Kaymer ist, wie der Amerikaner es ausdrückt, ein „Closer“ – Nach leidvollen Jahren mental gestärkt, bereits Hochdrucksituationen wie im Ryder Cup 2012 oder bei der PLAYERS gemeistert, blieb er der Aggressor im Ring.

Niemand hatte eine Chance, ihm den Titel nochmal streitig zu machen, Martin Kaymer hatte die totale Kontrolle. Er lag in allen Statistiken weit über dem Durchschnitt des Feldes und brauchte über die vier Tage gesehen pro Loch im Schnitt nur 1,55 Putts und war Erster im Scrambling – Werte, die eines US-Open-Champions würdig sind.

Die Open Championship und Martin Kaymer

Die offene Meisterschaft des Vereinigten Königreichs und Martin Kaymer haben bisher kein besonders inniges Verhältnis gehabt. Seit 2008 konnte Kaymer nur einmal eine Top Ten erreichen, den geteilten siebten Rang 2010. Noch ein geteilter zwölfter Platz war 2011 dabei, ansonsten bewegten sich die Ergebnisse jenseits der Top 30, 2012 verpasste Kaymer gar den Cut. Fast traditionell hat der 29-Jährige auf die Irish Open und die Scottish Open verzichtet, Turniere, die von vielen anderen Pros als Vorbereitung auf das Spezielle am Links-Golf genutzt werden.

Er könnte allerdings den Schwung der Weltmeister nutzen und Deutschland noch etwas länger in den Schlagzeilen der Sportgazetten halten. Ob ihm der WM-Sieg der Fußballer einen entscheidenden Impuls geben könnte? In den vergangenen Wochen wurde viel über Emotionalität geredet, die Brasilianer hat sie immerhin bis ins Halbfinale gebracht, und Kaymer ist ja mit dem DFB-Team gut befreundet – warum also nicht!?

Zur Zwischenfazit der anderen Deutschen!

Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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1 LESER-KOMMENTAR

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  1. Als älterer ( 68 Jahre ) Golfer war ich begeistert, wie so ein junger talentierter Golfer wie Martin seinerseits an die Weltspitze gestürmt ist. Von da an bin ich ein großer Fan des “ Gesamtpaketes“ Martin Kaymer geworden………, aber noch mehr hat mich der notwendige Weg die eigene Umstellung seines Schwunges etc.. und die dazu gehörenden Leistung/ Ergebnis “ Dellen“ mit seiner Art, so etwas an zu gehen und zu vertreten sehr imponiert und ich ziehe respektvoll den Hut , Klasse. Den meisten meiner Golffreunde, die diesen Weg nicht verstanden haben und sich entsprechend mit ihren negativen Kommentaren hervor getan haben, konnte ich nur entgegnen : ABWARTEN und GEDULD bewahren. Nun ist es fertig, der Weltstar Martin Kaymer hat sich selbst bestätigt……., und sich selbst nicht “ verbogen“. Diesem großartigen sympathischen Sportler wünsche ich weiter den großen Erfolg und Glück auf seinem weiteren Weg. Natürlich bin ich weiterhin mit Begeisterung dabei und halte fest die Daumen, daß es so weiter geht. Ernst Hehle.

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