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Marcel Siem: Was hat der Ratinger 2013 erreicht?

08. Aug 2013
Marcel Siem liegt in Ohio aussichtsreich im Rennen. (Foto: Getty)
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Seine Ziele für diese Saison waren knallhart gesteckt. Was hat er geschafft und vor allem – was kann Siem noch erreichen?

Das letzte Major naht, für Marcel Siem geht es langsam in die heiße Phase: Wird er seine Ziele für 2013 erreichen?

Hochgesteckt waren sie, seine Erwartungen an 2013. Unter die besten 50 in der Golfweltrangliste wollte er kommen und sich im April das Masters qualifizieren. Mit dem „Desert Swing“ wollte er punkten und vermehrt auf der PGA Tour spielen. Generell nahm er sich vor, in jedem Jahr ein bis zwei Turniere zu gewinnen. „So langsam sei es auch Zeit für den ersten Majortitel“, so der ambitionierte und hochmotivierte Siem. Mit seinem Start bei der PGA Championship naht für letzteres seine nächste – und gleichzeitig in diesem Jahr auch seine letzte – Chance.


Marcel Siem und die Top 50 der Welt

Sein Ziel, die Top 50 in der Golf-Weltrangliste zu erreichen, hatte er zeitweilig in der Tasche. Platz 48 nahm er im April ihn Beschlag, nur leider verpasste er damit ganz knapp den Stichtag für die Masters-Qualifikation um eine Woche. „Klar wäre es schön gewesen, beim Masters dabei zu sein. Natürlich tut das dann weh“, sagte er im Interview mit Spox, nachdem feststand, dass er beim ersten Major des Jahres nicht antreten durfte. Halten konnte er seinen Platz unter den ersten 50 nicht, inzwischen findet er sich auf Platz 64 wieder.

Turniersieg bei der Trophée Hassan

Die höchste Priorität hatte für Marcel Siem in diesem Jahr die European Tour, das hat er mit neun Teilnahmen an European-Tour-Events bewiesen. Die Tourkarte hatte er durch seinen Sieg bei der Open de France 2012 zwar ohnehin für drei Jahre sicher, aber in heimischen Gefilden spielt es sich bekanntlich am besten.

Und tatsächlich: Ende März spielt sich Marcel Siem bei der Trophée Hassan II in Marokko zum Sieg. Es war der dritte Sieg seiner Karriere auf der European Tour, aber zum ersten Mal im Laufe seiner Karriere ging er bereits mit großem Vorsprung zur Konkurrenz in die Finalrunde – und gewann. Zurücklehnen war danach keine Option, mit viel Ehrgeiz spielte sich Siem durch das restliche Frühjahr und verpasste nur einmal den Cut. Im Mai glänzte er sogar mit seinem ersten Hole-in-One auf der European Tour bei der BMW PGA Championship.

Trotzdem blieb der erhoffte Sieg beim Heimspiel der BMW International Open im Juni aus. Er wollte das Turnier gewinnen, doch am Ende wurde es ein geteilter zehnter Platz.


Marcel Siem wird 33 - die beste Saison seiner Karriere in Bildern

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Die PGA-Tour und ihre Schwierigkeiten

Ähnlich erging es ihm auf der PGA-Tour, auf der er 2013 häufig spielen wollte, weil diese im Hinblick auf die Weltrangliste und die Preisgelder profitabler ist. Letztendlich spielte er nur vier PGA-Tour-Events, weil er noch keine volle Spielberechtigung hat.

Außerdem bedeutet ein Turnier auf der PGA-Tour immer einen langen Flug und die Trennung von seiner Frau und seiner kleinen Tochter Victoria. Doch auch mit Jetlag und Heimweg schlägt der Ratinger sich gut in Übersee: Gerade erst schaffte er es bei der Canadian Open unter die Top 20, keine schlechten Voraussetzungen also für den Rest der Saison.

Hat die zweite Saisonhälfte tatsächlich schlecht begonnen?

Trotzdem wird man irgendwie das Gefühl nicht los, es sei in letzter Zeit still geworden um Marcel Siem, die zweite Saisonhälfte habe schlechter begonnen als die letzte. Mit seinem Saisonsieg und dem Hole-in-One in der ersten Hälfte des Kalenderjahres hatte der 33-Jährige viel Wirbel verursacht. Dadurch sah alles, was was danach kam, blass aus.

Aber hat Siem wirklich nachgelassen? Ist seine Motivation zurückgegangen? Ein Blick auf die Zahlen straft alle Zweifelnden Lügen: Im Juni und Juli erreichte Siem auf beiden Touren drei geteilte zehnte Plätze. Seine Leistung bleibt konstant, wenn man von dem nicht wiederholten Turniersieg absieht.

Zwischen den Touren: Majors und WGC’s

International bleibt Siem stets auf der angenehmeren Seite des Mittelfeldes: Seine Ergebnisse sind keine Erleuchtung, aber er hält sich wacker. Ausgerechnet bei den Majors muss er jedoch noch zulegen: Die Masters-Teilnahme hat er verpasst, die US Open auf dem geteilten 59. Rang beendet und bei der British Open sogar den Cut verpasst.

Chancen bei der PGA Championship und danach

Jetzt kommt die PGA Championship. Mit einer guten Platzierung bei der PGA Championship könnte Marcel Siem seinen hoch gesteckten Zielen doch noch ein Stück näher kommen. Immerhin acht Millionen US-Dollar und 600 FedExCup-Punkte werden dort verteilt, die Siem für eine Aufpolierung seines PGA-Tour-Ranings gut gebrauchen könnte. Auch auf der European Tour geht es ab Mitte Oktober in die Finalturniere, hoch dotiert und voller wertvoller Chancen. Eine Menge Gründe also, sich für gute Platzierungen doppelt ins Zeug zu legen.

Jacqueline Sauer

Jacqueline Sauer - Freie Autorin für Golf Post

Jacqueline mischt bei den redaktionsinterenen Tippspielen ganz vorne mit. Kein Wunder: Die großen und kleinen Namen des Golfs hat sie ständig im Auge, damit der nächste Tipp stets ein sicherer Treffer wird.

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