Aktuell. Unabhängig. Nah.

Race to Dubai: Siem darf beim ersten Finalturnier antreten

Autor:

19. Okt 2015
Marcel Siem verpasst das Saisonfinale der European Tour. (Foto: Getty)
Artikel teilen:

Nur die besten 60 im Race to Dubai dürfen am Saisonfinale teilnehmen. Marcel Siem ist Nr. 63 und spielt trotzdem mit. Wie geht das?

Das Saisonfinale der European Tour findet wahrscheinlich mit Marcel Siem statt. Der Ratinger verpasste zwar den Sprung unter die besten 60 Spieler der European Tour und hätte somit nicht an den vier anstehenden Finalturnieren teilnehmen dürfen. Da aber einige Spieler auf ihr Startrecht verzichten, rutscht Siem doch noch ins Feld.

Siem wähnte sich schon sicher unter den Top-60 des Race to Dubai und kämpfte einen Monat lang in den USA auf der Web.com Tour vergeblich um die PGA-Tour-Karte. In dieser Zeit verpasste er einige Turniere in Europa und konnte kein Preisgeld für die Saisonwertung sammeln. Als der 35-Jährige beim British Masters auf seine Heimattour zurückkehrte, war die Form zu schwach, um den schleichenden Abstieg im Ranking noch zu verhindern.

Letztes Jahr gefeierter Sieger im Saisonfinale

Marcel Siem, Sieger des BMW Massters 2014. (Foto: Getty)

Marcel Siem, Sieger des BMW Massters 2014. (Foto: Getty)

Auch beim Portugal Masters vergangene Woche verpasste er den Cut, bei der diese Woche anstehenden Hong Kong Open tritt Marcel Siem nicht an. Damit wird er logischerweise auch kein Preisgeld für das Race to Duabi mehr sammeln können und somit bestenfalls seinen derzeitigen 63. Rang halten. Letztes Jahr hatte der viermalige European-Tour-Sieger noch das erste Event der Finalserie, das BMW Masters in Shanghai, gewonnen. In der Gesamtwertung belegte er 2014 Platz sieben.

Die Finalserie des Race to Dubai besteht aus vier Turnieren. Den Auftakt macht in diesem Jahr die Turkish Airlines Open (ab 29. Oktober). Es folgen die World Golf Championship (WGC) HSBC Championship, das BMW Masters und die World Tour Championship. Keines der Turniere ist mit weniger als sieben Millionen US-Dollar dotiert – mehr dreimal so viel wie bei den meisten regulären Turnieren der European Tour.

2015 liefert Marcel Siem kaum gute Ergebnisse

In dieser Saison zehrte Siem lange von seinem vierten Platz bei der Nedbank Golf Challenge, einem der ersten Turniere der noch laufenden Saison. In Südafrika verdiente er mit seiner einzigen Top-20-Platzierung mehr als die Hälfte seines Gesamtpreisgeldes (476.879 Euro) auf der European Tour. Danach folgten nur noch sporadisch vorzeigbare Ergebnisse, wie Rang 24 bei der Open de France. Siem profitierte vor allem von den hohen Preisgeldern bei größeren Events wie dem WGC Bridgestone Invitational, bei dem es auch für einen geteilten 37. Platz noch mehr als 56.000 Euro gibt.

Ohne diese sähe es wohl noch düsterer aus. Nächstes Jahr wird sich Siem wohl wieder mehr auf die European Tour konzentrieren müssen, als ihm lieb sein wird. An den lukrativen WGC-Events dürfen nur die ersten 50 der Weltrangliste teilnehmen (Siem ist derzeit jenseits der Top-100 notiert), eine PGA-Tour-Karte hat er nach wie vor nicht und bei den Majors wird er sich wohl durch die Qualifikation kämpfen müssen. Voll fokussiert könnte Siem stattdessen das Saiosnfinale der European Tour anvisieren.

In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, Marcel Siem dürfe nicht am ersten Finalturnier des Race to Dubai, der Turkish Airlines Open, teilnehmen. Aufgrund der Absage einiger Spieler, die in der Saisonwertung besser platziert sind als der Ratinger, steht er derzeit im Teilnehmerfeld des Turniers. Endgültig bekanntgegeben werden die Startberechtigten erst nach Abschluss der Hong Kong Open, dem letzten Turnier der regulären Saison.

Und wie steht es um die anderen deutschsprachigen Spieler auf der European Tour? Erfahren Sie es in der Bilderstrecke:


Lukratives Saisonfinale oder Q-School?

Aktuelle Artikel

Aktuelles Gewinnspiel

Gewinnen Sie 10 x 2 Tickets für die Rheingolf.

Alexandra Caspers

Alexandra Caspers - Freie Autorin bei Golf Post

Als sich ihre Familie und ihr Bekanntenkreis nach und nach mit Golffieber infizierte, gab es für Alexandra auf lange Sicht kein Entkommen. Jetzt taucht sie neben ihrem Germanistik-Studium selbst in die Welt des Golfsports ein.

Alle Artikel von Alexandra Caspers