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Madeira – Golfen zwischen den Kontinenten

11. Aug 2016
Spektakuläre Gebirgsplätze bieten dem Golfer auf Madeira ein faszinierendes Panorama. (Foto: Getty)
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Atemberaubende Ausblicke auf den Atlantik und beeindruckende Natur machen Golfspielen auf Madeira zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Golf, wie wir es heute kennen, ist vor Jahrhunderten in Schottland entstanden. Von Schottland aus gelangte das Spiel mit dem kleinen weißen Ball in der Folge über den Atlantik nach Amerika und begeistert heute auf beiden Seiten des „großen Teichs“ Millionen. Zwischen den beiden Kontinenten Europa und Nordamerika, liegt Madeira. 951 km südwestlich von Lissabon und 737 km von der marokkanischen Küste entfernt finden sich faszinierende Naturgegensätze und abwechslungsreiche Golfplätze. Madeira gilt zurecht als ein absoluter Geheimtipp unter den Golfdestinationen.

Traumhafte Voraussetzungen zum Golfspielen


Englische Traditionen – Von Teeritual bis Golfen

Neben engen politischen Beziehungen zu Portugal hat Madeira schon früh Kontakt zu anderen europäischen Ländern gefunden. Viele Briten verbringen nicht nur ihren Urlaub auf der Atlantikinsel, es lebt dort seit vielen Generationen eine große Zahl von ihnen. Die Übernahme des Handels mit dem Madeira-Wein, dem Hauptexportmittel, und ausgehandelte Handelsprivilegien begründeten früh die englische Tradition auf der Insel. Nachdem Portugal 1807 von Napoleon besetzt wurde, besetzten die Engländer wiederum für kurze Zeit Madeira.

Viele Soldaten blieben nach ihrem Abzug auf Madeira, um fortan als Kaufleute zu agieren. In etlichen traditionellen Hotels, wie etwa dem „Reid’s Palace“ findet man deshalb beispielsweise das aus der Heimat typische Teeritual wieder. Seit 1937 hat dank der Briten auch das Golfspielen auf Madeira Tradition. Der erste 9-Loch-Golfplatz wurde von den englischen Familien Blandy, Miles und Leacock, die zu dem Zeitpunkt in einer englischen Gemeinde lebten, angelegt.

Ein Paradies mit märchenhaftem Panoramablick

Madeira ist von Deutschland aus in etwa vier Flugstunden erreichbar. Mittlerweile gibt es drei hervorragende Golfplätze von internationalem Niveau auf der Inselgruppe Madeira. Ein vierter, der Ponta do Pargo Course , wurde von Nick Faldo gestaltet und befindet sich derzeit noch in der Bauphase. Die Anlage entsteht auf einem Hochplateau im Westen der Insel.

Der ursprünglich 1937 von Briten gegründete Golf Club Santo da Serra ist alljährlicher Austragungsort der Madeira Island Open auf der European Tour. Durch seine Lage im Westen der Hauptinsel Madeiras auf rund 700 Metern Höhe bietet dieser 27-Loch-Kurs seinen Spielern eine atemberaubende Aussicht. Schon das erste Loch macht die Herausforderungen auf diesem bemerkenswerten Terrain sichtbar. Ein Highlight folgt dem anderen. Immer wieder spielt der Platz mit dem fast schon märchenhaft wirkenden Panorama vom türkisblauen Meer und blühender Natur um von den Schwierigkeiten während des Golfens abzulenken. Das Greenfee für eine 18-Loch-Runde kostet ganzjährig 110 Euro.

Gute Preis-Leistung auf Madeira und Porto Santo

Nur wenige Kilometer von der Hauptstadt Funchal entfernt befindet sich der Palheiro Golf Course.  Der 18-Loch-Platz begeistert nicht nur durch seine ebenfalls malerischen Ausblicke auf den Atlantik, die umliegenden Gebirgszüge sowie die Stadt Funchal, sondern auch durch seine dichten Fairways und die gut gepflegten schnellen Grüns. Ein insgesamt beeindruckender Platz, der lange in Erinnerung bleibe dürfte. Er eignet sich ideal für eine Auftaktrunde nach der Winterpause. Eine Tageskarte kostet hier, ebenso wie im Golf Club Santo da Serra, ganzjährig 110 Euro. Unbegrenzt Golfen für eine ganze Woche liegt preislich bei 330 Euro – ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Aber nicht nur auf der Hauptinsel wird der reisende Golfer fündig. Porto Santo Golf liegt auf der gleichnamigen Insel und wurde vom Ex-Golf-Champion Severiano Ballesteros entworfen. Die kleine Nachbarinsel Madeiras bietet eine eher karge Landschaften und ist von Funchal nach einer etwa zweistündigen Überfahrt mit der Fähre gut erreichbar. Hinter Porto Santo Golf verbirgt sich ein sehr gut gepflegter 18-Loch-Platz, der sich in einen Nord- sowie Süd-Kurs spaltet. Während die ersten neun Löcher entlang der beeindruckenden Steilküste verlaufen, bietet die Südseite viele Wasserhindernisse. Das Greenfee auf Porto Santo ist mit 70 Euro ein wenig günstiger als auf Madeira.


Madeira - Die Blumeninsel Portugals

Einzigartige klimatische Bedingungen als großes Plus

Die Insel des ewigen Frühlings, beziehungsweise Blumeninsel, wie Madeira auch genannt wird, ist das ganze Jahr über ein beliebtes Reiseziel für Golfspieler. Es herrscht ganzjährig ein mildes Seeklima, das keinen großen Temperaturschwankungen unterliegt. Im Sommer können sich Reisende auf nicht zu heiße Temperaturen von durchschnittlich 21 bis 26 Grad freuen. Zwischen Oktober und März muss immer mal wieder mit Regenfällen rechnen, dafür sinken die Temperaturen in dieser Zeit auf angenehme 17 Grad. Im leichten Pullover immer noch sehr gute Bedingungen, um Golf zu spielen.

Sightseeing auf Madeira

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Nadine Lymberopoulos

Nadine Lymberopoulos - Freie Autorin für Golf Post

Nadine Lymberopoulos ist Juristin und arbeitet als freie Autorin für Golf Post. Zum Golfen kam Nadine durch ihren Mann vor vier Jahr und ist seitdem vom Golfvirus infiziert. Um ihren Wunsch von einem einstelligen Handicap zu verwirklichen, trainiert sie ehrgeizig an ihrem perfekten Schwung. Während ihren Urlaubsreisen ist Nadine immer auf der Suche, neue und noch unbekannte Golfdestinationen zu entdecken.

Alle Artikel von Nadine Lymberopoulos

2 LESER-KOMMENTARE

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  1. Helmut Otto Faust

    Madeira, ein echtes Golfparadies. Empfehlungen sind insbesonders auf der Hauptinsel der „Palheiro“ Golfclub mit phänomenalen Ausblicken von der Terrasse hinunter auf Funchal (ca. , 20 Min. von Funchal gelegen) und der „Serra do Santo“ 27-Löcher Platz oberhalb vom Flughafen (ca. 35 Min. von Funchal) mit sehr gemütlichem Clubhaus. Von hier oben hat man einen weiten Ausblick auf den Atlantik. Aber Vorsicht, das Wetter in den Wintermonaten zwischen Dezember und März kann schon mal sehr regnerisch sein. Gerade wurde die „Madeira Open“ wegen Sturm und überfluteten Bunkern abgesagt. Die Fahrt zur Nachbarinsel Porto Santo mit der Schnellfähre lohnt sich; der Platz von Ballersteros ist ganz gut gepflegt mit einem großen Clubhaus und gutem Restaurant. Einige Löcher an den Klippen haben Atem beraubenden Ausblick auf das Meer. Alles in Allem: sehr empfehlenswerte Golfdestination. Die Hotelsauswahl ist sehr groß: vom 6-Sterne „Reid’s“ über das 5* „Palheiro“ und das idylische „Porto Santo“.

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  2. Madeira.. eins der Golfparadiese, welches ich leider noch nicht bereisen konnte..bisher. Sehr schöner Bericht Nadine! LG :-)

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