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Lydia Ko: Neuseelands Golf-Talent spielt Profidebüt

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21. Nov 2013
Lydia Ko: Die 16-jährige Neuseeländerin wird in dieser Woche in Florida ihr erstes Turnier als Proette bestreiten. (Foto: Getty)
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Wunderkind Lydia Ko startet bei der CME Group Titleholders erstmals als Profi. Nur eine Ausnahme macht dies überhaupt möglich.

Dass die Viertplatzierte des Rolex Rankings beim Saisonfinale der LPGA ab Donnerstag bei der CME Group Titleholders in Florida an den Start geht, sollte eigentlich nichts Ungewöhnliches sein. Doch in diesem Fall ist es ein großer Schritt für die erst 16-jährige Lydia Ko aus Neuseeland. Nach einer tollen Erfolgsgeschichte wird die gebürtige Südkoreanerin im Tiburón Golf Club in Naples erstmals als Proette abschlagen.


Jüngste Profi-Siegerin aller Zeiten

Mit fünf Jahren stand Lydia Ko zum ersten Mal auf einem Golfplatz. In Auckland entdeckte sie damals ihr Coach Guy Wilson, der bis heute ihr Trainer ist. Ihre Erfolgsgeschichte in jungen Jahren liest sich seither wie aus einem Märchenbuch. Seit ihrem Debüt auf der Profitour bei der New Zealand Women Open 2010, hat sie in knapp dreißig Turnieren nicht einmal einen Cut verpasst. Das größte Highlight setzte „Lyds“, wie sie von ihren Freunden genannt wird, mit dem Gewinn der Canadian Open 2012. Zum damaligen Zeitpunkt war sie die jüngste Spielerin, die jemals ein Profi-Event gewonnen hatte und nebenbei auch erst die fünfte Amateurin, der ein solches Kunststück gelang. Nach ihrer fantastischen Titelverteidigung in Kanada im August dieses Jahres und weiteren Top-Platzierungen kletterte sie in der Weltrangliste bis in die Top Ten – als Amateurin.

Ausnahmeregelung der LPGA

Nachdem sie sich nach langer Bedenkzeit dazu entschlossen hatte, bei der LPGA einen Antrag auf Zulassung in den Profi-Status und der damit verbundenen Spielberechtigung für die US-Tour einzureichen, standen die Verantwortlichen der LPGA unter Druck. Normalerweise ist es Spielerinnen erst ab 18 Jahren erlaubt, ins Profi-Metier zu wechseln. Doch die Erfolge der mittlerweile Viertplatzierten des Rolex Rankings überzeugten die Organisatoren und sie gewährten Lydia Ko eine Ausnahmeregelung zur Teilnahme an der US-Tour. Nach den ganzen sportlichen Erfolgen könnte das Wunderkind aus Neuseeland nun endlich auch finanziell profitieren. Als Amateur bekam sie selbst bei ihren Turniersiegen nur den Pokal und keinerlei Preisgeld überreicht. Ihre Profi-Zulassung verkündete Lydia Ko im Oktober in einem unterhaltsamen Video mit Rugby-Nationalspieler Israel Dagg.

Der weibliche Tiger Woods aus Neuseeland

Auffällig sind die Parallelen zur jungen Karriere von Tiger Woods. Der Weltranglistenerste war als Amateur ähnlich erfolgreich wie Lydia Ko bis zuletzt. Doch auch wenn er als Amateur schon ein viel beachtetes Phänomen darstellte, wurde erst mit 21 Jahren zum Profi und unterzeichnete zeitgleich einen ersten riesigen Werbedeal mit Nike. Lydia Ko ist da deutlich früher dran und wird am Donnerstag in Florida mit 16 Jahren erstmals als Proette zum Abschlag gehen.

„Die größte Veränderung seit meinem Wechsel ins Profilager war die Einreise in die USA“, plauderte Lydia Ko in der Pressekonferenz vor Ort in Naples, Florida. „Als sie mich fragten, ob ich Golf-Profi sei, konnte ich endlich sagen ‚Ja, das bin ich‘. Das habe ich noch nie vorher gesagt. Auch das ProAm konnte ich so zum ersten Mal mitspielen.“

Ihr öffentliches Auftreten und ihre Souveränität erinnern aber keineswegs an das Bild einer typischen 16-Jährigen. Nur Aussagen wie „Manchmal musst du hart arbeiten. Auch wenn es oftmals langweilig ist, wird dich das Ergebnis zum Strahlen bringen“ lassen den Teenie im Profi erahnen. Dass ihr u.U. eine große Zukunft bevorsteht, zeigen ihre jüngsten Ergebnisse. Der Blitzstart ist geschafft. Nun bleibt abzuwarten, ob Lydia Ko auch die Ausdauer hat, die ein Profi braucht.

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Daniel Muench

Daniel Muench - Freier Autor für Golf Post

Daniel Münch, der Medienstudent an der Deutschen Sporthochschule Köln war jahrelang begeisterter Passiv-Golfer. Seit geraumer Zeit verbringt er seine freien Wochenenden aber vermehrt auf den Golfplätzen der Region und feilt trotz mangelnden Talents stets bemüht an seinem Abschlag.
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