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„Loser“ zahlt: Kaymers Caddie verliert Kreditkarten-Roulette

16. Mai 2016
Mal gewinnt man, mal verliert man: Craig Connelly tat in der vergangenen Woche Letzteres und musste die Rechnung übernehmen. (Foto: Getty)
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„Players“-Grüns für Sieger Jason Day ein Witz, Christy O‘Connor Sr. ist gegangen, drei Golfer in „Panama Papers“. Die Back Nine.

Teures Vergnügen: Craig Connelly, der Caddie von Martin Kaymer, hatte am Dienstag vor der PLAYERS Championship doppelt „geloost“, wie man umgangssprachlich gern sagt, also verloren. Der Schotte war mit etlichen „Looper“-Kollegen zum Abendessen im „Ruth’s Chris“, einem nicht unbedingt billigen Steakhaus nahe dem TPC Sawgrass. Es gab ordentliche Fleischportionen, „Bag Men“ brauchen Energie, und auch etliche Flaschen Wein standen schließlich leer auf dem Tisch. Dann entschloss sich die Herrenrunde, per Kreditkarten-Roulette über die Bezahlung der Zeche zu entscheiden. Am Ende zog die Kellnerin Connellys „Plastikgeld“, der „Wee Man“ verlor erst die Zockerei, dann sein Geld, es muss eine saftige Rechnung gewesen sein. Die Kumpels waren entsprechend begeistert, wie Justin Rose per Twitter dokumentierte. Mit den zehn Prozent von Martin Kaymers 44.100 Dollar für den geteilten 39. Platz dürfte Connelly das Konto aber wieder ausgleichen können


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Spieler erbost über „Players“-Grüns

Harsche Kritik: Die betonharten Grüns im TPC Sawgrass sorgten am „Players“-Samstag für eine Menge Ärger bei den Spielern. Die PGA Tour hatte über Nacht die unterirdische Belüftung laufen lassen und die Puttflächen damit zusätzlich ausgetrocknet. Das Ergebnis waren ein Stimpmeter-Wert von nahezu 15 Fuß (4,57 Meter) und 145 Drei-Putts im Feld. Rory McIlroy sprach von „grenzwertig unfairen Grüns“, und selbst der spätere Sieger Jason Day nannte es einen „Witz“. Am Ende aber gewann der Australier das dritte Turnier in dieser Saison und baute seine Weltranglistenführung weiter aus, was bei Filius Dash Day besondere Freude hervorrief:

„Vater des irischen Golf“ gestorben

Trauer um einen Volkshelden: Im Alter von 91 Jahren ist am Samstag Ryder-Cup-Ikone Christy O’Connor Sr. gestorben. Der Ire spielte von 1955 bis 1973 zehn Kontinentalwettbewerbe in Serie, war mehrfacher Toursieger und wurde 2009 wegen seiner Lebensleistung und seiner Persönlichkeit in die Ruhmeshalle „World Golf Hall of Fame“ aufgenommen. Europas amtierender Ryder-Cup-Kapitän Darren Clarke würdigte O‘Connor Sr., der auch bekannt wurde, weil er stets alle Einladungen zum Masters absagte, als „Vater des irischen Golf“. Im Januar war mit 67 Jahren bereits Neffe Christy O’Connor Jr., verstorben.

Zeigt her eure Schuh‘: Am Putter

Stolzer Papa: Schlägerkopf-„Suspensorien gibt‘s wie Sand am Meer, in allen erdenklichen und auch manch absurden Versionen. Die von US-Pro Steve Wheatcroft freilich ist sehenswert, der „Players“-Debütant aus Pennsylvania erschien im TPC Sawgrass mit den Michael-Jordan-Nikes seines Sohns als Putterhülle:

Baustopp für Whistling-Straits-„Geschwisterchen“

Denkmalschutz: Das Golf-Imperium von Sanitär-Tycoon Herb Kohler sollte Zuwachs bekommen, der berühmte Whistling-Straits-Kurs, wo Martin Kaymer 2010 und Jason Day 2015 die PGA Championship gewannen, nach dem Straits Course ein weiteres „Geschwisterchen“. Doch der Platzbau am Lake Michigan ruht derzeit, weil man bei den Erdarbeiten auf indianische Artefakte und vermutlich eine frühzeitliche Begräbnisstätte stieß. Die Archäologen schätzen das Alter von manchen der 25.000 Fundstücke auf 2.000 Jahre.

Golf-Queen trifft royalen Sprössling

Prinzenrolle? Die Weltranglistenerste Lydia Ko ist seit jüngstem Botschafterin der „Invictus Games“, einer internationalen Sportveranstaltung für im Dienst zu Schaden gekommene Militärangehörige, und traf in dieser Rolle in Orlando/Florida jetzt den „Invictus“-Gründer, Englands Prinz Harry. Die Golf-Queen und der royale Sprössling verstanden sich prächtig, wenngleich Ko hernach selbstverständlich dem Protokoll Genüge tat: „Es war eine Ehre, Prinz Harry zu begegnen.“

Woods-Verflossene in lächelnder Eintracht

Große Hüte, einträchtiges Lächeln und den Tiger als Ex: Die Woods-Verflossenen Lindsey Vonn (rechts), letzte bekannte Partnerin, und Elin Nordegren (r. unten), einzige Ehefrau und Mutter der beiden gemeinsamen Kinder, wurden mit Freundinnen beim Kentucky Derby, einem der berühmtesten Pferderennen der Welt, gesichtet. Chronistenpflicht vom Golf-Boulevard hiermit erfüllt.

Great to see Elin and friends at the #kentuckyderby last weekend. She was stunning as always!

Ein von Lindsey Vonn (@lindseyvonn) gepostetes Foto am

Harrington, Woosnam und Goosen in den „Panama Papers“

„Off-Shore“-Aktivitäten: Nach einem Bericht der „Irish Times“ finden sich in den sogenannten „Panama Papers“ auch drei namhafte Golfer. Demnach werden Padraig Harrington, Ian Woosnam und Retief Goosen mit der Anwaltsfirma Mossack Fonseca aus Panama-Stadt in Verbindung gebracht, die für ihre Klienten Briefkastenfirmen in Steueroasen eingerichtet hat und führt. Die „Panama Papers“ offenbaren legale Strategien der Steuervermeidung, aber auch Steuer- und Geldwäschedelikte.

Per Umweg ins Loch

Anna kann‘s: Bryan Brothers? How Ridiculous? Oder sonst ein Trickshot-Spezialist? Nein, „bloß“ LPGA-Proette Anna Nordqvist (Schweden), die uns hier zeigt, dass viele Ballwege ins Loch führen können:

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Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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