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Deutsche Aussichten in Augusta

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10. Apr 2013
Der Zauberlehrling: Martin Kaymer (re.) und Bernhard Langer (li.) verstehen sich ausgezeichnet. (Foto: Getty)
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Marcel Siem hat die Masters-Qualifikation knapp verpasst, jetzt hängt alles an Martin Kaymer und Bernhard Langer.

Auch in diesem Jahr werden mit Bernhard Langer und Martin Kaymer wieder nur zwei Deutsche beim ersten Major des Jahres am Start sein. Zwar konnte Marcel Siem mit seinem sensationellen Sieg in Marokko noch auf Rang 49 der Welt vorrücken; doch am gleichen Abend war der Traum von der ersten Master-Teilnahme auch schon wieder dahin.

Marcel Siem: Knapp vorbei an der Qualifikation

Denn Henrik Stenson und Russell Henley sammelten mit Rang zwei bzw. 45 die nötigen Punkte, um Siem trotz seines Sieges auf den undankbaren 51. Platz der Weltrangliste zu verweisen. Seine letzte Chance hat Siem nicht genutzt: er bekam nach dem Sieg in Marokko eine Einladung zur Texas Open in dieser Woche. Der Sieger hat das letzte Startticket für Augusta bekommen – das wurde allerdings der Schotte Martin Laird und nicht Marcel Siem. Schade für den Ratinger. Seinen Traum, beim Masters aufzuteen, wird er auf’s nächste Jahr verschieben müssen.


Bernhard Langer 1993 bei seinem zweiten Mastertitel. 2013 feiert Langer seine 30. Teilnahme in Augusta. (Foto: Getty)

Bernhard Langer – erfolgreichster deutscher Masters-Spieler

Der erfolgreichste deutsche Spieler des Masters ist und bleibt Bernhard Langer. In seiner nun schon fast 40 Jahre andauernden Karriere feiert der ehemalige Weltranglistenerste in diesem Jahr seine 30. Masters-Teilnahme. Mit dem ersten seiner beiden Masters-Siege übernahm Langer 1985 die Führung in der Weltrangliste, die er dann für drei Wochen behielt. Acht Jahre und drei Top-10-Platzierungen später holte Langer in der „europäischen Ära“ (zwischen 1983 und 1993 gab es sieben europäische Siege) seinen zweites und letztes Grünes Jacket. Doch nach zahlreichen Umbaumaßnahmen des Platzes und dem zunehmenden Alter spielte Langer in den letzten Jahren keine Rolle mehr. 2005 schaffte er zuletzt den Cut, 2004 konnte er im Alter von 47 Jahren sogar noch mal Vierter werden. Seit 2008 genießt er lediglich noch das Privileg, ein Leben lang startberechtigt zu sein und hat für dieses Jahr das erklärte Ziel, den Cut zu überstehen.

Martin Kaymer

Martin Kaymer mit seinem Coach Günter Kessler: Beide arbeiten an Kaymers Schwungumstellung, die auch kurz vor dem Masters nicht abgeschlossen ist. (Foto: Getty)

Martin Kaymer zum sechsten Mal dabei

Die aktuell größte deutsche Golf-Hoffnung Martin Kaymer konnte beim Masters bislang nur einen Erfolg feiern. In der Vorbereitung schaffte er 2012 beim legendären „Water-Skimming“-Contest auf Loch 16 das erste Hole in One seiner Profikarriere. Doch auf das Turnier selbst bezogen gibt es für Kaymer deutliches Verbesserungspotenzial. Seit 2008 nimmt er jährlich am Masters teil, doch in den ersten vier Jahren verpasste er jeweils den Cut. Lediglich 2012 konnte er sich steigern und 44. werden.

Traurig aber wahr: in zwölf Runden auf dem Augusta National Golf Club gelang Kaymer in der Auftaktrunde 2009 seine einzige Runde unter Par. Auch während seinen besten Zeiten, als er 2011 zeitweise die Nummer eins der Welt war, konnte er in Augusta nicht überzeugen. Es scheint also der Platz zu sein, der ihm selbst nach fünf Teilnahmen nicht liegen mag. In Augusta ist der bevorzugte Schlag ein Draw; Kaymer allerdings ist eher ein Fade-Spieler und muss sich so an vielen der Doglegs umgewöhnen.

Umso erstaunlicher ist es eigentlich, dass er in der vergangenen Woche in Houston nicht am Start war, ist der Redstone Country Club doch vom Layout, der Länge und der Beschaffenheit der Grüns dem Augusta National GC recht ähnlich. Kaymer entschied sich jedoch für die gleiche Taktik wie schon 2011 und 2012, nämlich vor dem Masters einige Wochen Pause einzulegen. Ob der Plan in diesem Jahr aufgeht wird sich zeigen. Im Hinblick auf die mentale Verfassung des Deutschen würde eine Top-Platzierung beim Masters gut tun. Nicht nur den Masters-Fluch gilt es zu überwinden; seit der Qatar Masters im Januar wartet Martin mittlerweile auf ein vernünftiges Ergebnis in einem Zählspielturnier.

Timm Goeller

Timm Goeller - Freier Autor für Golf Post

Timm Göller ist studierter Wirtschaftswissenschaftler und dem Golfsport seit 15 Jahren treu. Er spielt in der 1. Mannschaft des GC Neuhof in der 2. Bundesliga und berichtet seit Jahren über den Profisport aus einer etwas anderen Sichtweise. Im eigenen Spiel liegt ihm vor allem der Driver und der Putter, dafür gibt es beim Chippen und Pitchen ein „wenig“ Verbesserungspotenzial.
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